Frage von PunktPeter, 46

Kleingewerbe während der Ausbildung anmelden?

Ich bin jetzt im 2. Lehrjahr meiner Schreinerausbildung und wollte mir mit ein wenig An - und Verkauf von Gebrauchtwaren ein paar Groschen dazu verdienen. Ich habe mich jetzt schon ein bisschen in die ganze Sache reingelesen und falle wohl unter die Kleinunternehmer (nebengewerbe) und muss mich ja dementsprechend anmelden. Jedoch bin ich noch etwas verwirrt davon wieviel ich im Jahr maximal verdienen kann, was ich bei der Anmeldung beachten muss und wie das mit der Krankenversicherung ist. Ein bisschen Hilfe bei der Sache wäre ganz nett, da sich im Netz leider auch aus verschiedenen Jahren wegen unterschiedlicher Regelungen widersprüchliche Beiträge finden. Vielen Dank schonmal an diejenigen, die mir bei der Sache helfen können :)

Antwort
von Griesuh, 24

Da dir anscheinend die Begriffe zur Selbstständigkeit nicht geläufig sind ist dir zu aller erst ein Kurs für Existenzgründer zu empfehlen.

Zum einen darfst du soviel verdienen wie du willst.

Du musst zuerst einmal den Unterschied zwischen Verdienen  = Gewinn und dem Umsatz kennen.

Zum anderen gibt es kein Kleingewerbe, du meldest ein Gewerbe an und Fertig.

Die Gewerbeanmeldung dürfte dein geringstes Problem sein das du hast.

Was du meinst ist die Kleinunternehmerreglung nach § 19 UstG. Dannach bist bis zu einem JahresUMSATZ von 17.500€ von der Mehrwertsteuerzahlung freigestellt.

Das bedeutet: du darfst auf deinen Rechnungen für die Kunden die MwST nicht extra ausweisen und du darfst deine verausgabte MwST beim FA nicht gegen rechnen.

Alle anderen Steuerarten und Abgaben bleiben davon unberührt.

Und dann, zumal du noch in der Ausbildung befindlich, muss dein Arbeitgeber diesem Nebenerwerb zustimmen.

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