Frage von niklas2634, 73

Kleiner Waffenschein trotz Vorstrafe?

Hallo allerseits, ich möchte gerne einen kleinen Waffenschein beantragen. Ich habe mir jedoch als Jugendlicher vor etwa 5 Jahren etwas zu Schulden kommen lassen. Ich wurde beim Klauen erwischt. Das erste Vergehen, so sagte man mir steht nicht im Polizeilichen- Führungszeugnis. Kann ich trotz dieses Vorfalls einen kleinen Waffenschein beantragen oder ist die Zuverlässigkeit damit hin? Würde mich sehr über eine aussagekräftige Antwort freuen!

Danke

niklas2634

Antwort
von SeelenOnkel, 15

Hi Niklas,

Waffenrechtlich unzuverlässig ist man, wenn man eine Geldstrafe über 60 Tagessätze (also mind. 61) im Bundeszentralregister hat und seit Rechtskraft des Urteils noch nicht 5 Jahre verstrichen sind. Ist man zu mehr als 1 Jahr Freiheitstrafe wegen einer Straftat, die kein Verbrechen ist, verurteilt, müssen mind. 10 Jahre verstrichen sein.

Bei Verbrechen ist man lebenslang unzuverlässig.

Dann können aber noch andere ``Auffälligkeiten`` im Zusammenhang mit Waffen, Gewalt, Alk, psych. Krankheiten Zweifel an der Zuverlässigkeit begründen: https://www.waffenrechtslupe.de/der-kleine-waffenschein-sein-renitenter-besitzer...

Die Behörde informiert sich auch, was bei der Polizei (z.B. häusliche Gewalt, Alkoholexzesse)  und der Staatsanwaltschaft (Laufende Ermittlungen, eingestellte Verfahren) über dich bekannt ist.

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/kleiner-waffenschein-welche-daten-sp...

Antwort
von darkhouse, 21

Im Führungszeugnis stehen nur rechtskräftige Strafgerichtsentscheidungen drin. Wäre jetzt die Frage, ob es in deinem Fall dazu überhaupt kam. Oder hat man das Verfahren gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt?

Sollte es tatsächlich drin stehen, weil z. B. doch ein Gericht verurteilt hat, gibt es Tilgungsfristen (§ 46 BZRG), nach deren Ablauf der Eintrag automatisch gelöscht wird. Wobei neuere Einträge ältere Einträge bestehen lassen.

Doch noch mal zum Sinn und Zweck des Kleinen Waffenscheins: Für Silvester rumschießen - das sehe ich nur als vorgeschobenen Grund. Eine Mini-Pyro mit Aufsetztrichter zu verschießen, ist schon fast peinlich. Jede Silvesterknallerei ist besser als das. Und ich sehe das Führen solcher Waffen als falsch empfundene Sicherheit, Gründe kann ich ausbreiten, Alternativen auch. Aber da diese dich nicht interessieren, lasse ich das erst mal. 

Kommentar von niklas2634 ,

Da ich noch sehr jung war, wurde das Verfahren gegen 10 Sozialstunden eingestellt. Achja und nein das ist kein Vorgeschobener Grund, da ich in der Öffentlichkeit durch das ''zücken'' einer Schreckschusswaffe dem Angreifer große Gefahr symbolisiere und somit vielleicht an den Falschen gerate. Denn was bringen mir Pfefferpatronen wenn der Angreifer eine scharfe Waffe hat...

Kommentar von darkhouse ,

Dann erkläre mir doch bitte mal kurz, warum du dann einen kleinen Waffenschein beantragen willst... Wie gesagt, Feuerwerk damit zu verschießen, ist echt peinlich. Das ist so grottig schlecht. Auf eigenem Grund brauchst du dafür auch keinen kleinen Waffenschein. Draußen auf der Straße wäre das auch ein Risiko.

Antwort
von joheipo, 50

Mit Flecken auf der Weste kannst Du Dir das abschminken.

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