Frage von Kupferkopf90, 30

Kleine Lebenskrise: Studium oder Arbeiten?

Hallo liebe Community! :)

Seit längerem stöbere ich schon in diesem Forum und nun drängte es mich selbst einen Beitrag zu verfassen. Ich versuche mich dabei so verständlich wie möglich zu fassen.

Mein Problem ist folgendes: Ich bin 25 und litt als ich 18 war bereits ein einer Depression. Ganz weg war diese nie, jedoch lernte ich ganz gut damit zu Recht zu kommen. Mein Abi habe ich ganz gut hinbekommen und auch die anschließende Ausbildung, die ich, bevor ich studieren sollte, unbedingt machen wollte. Vor eineinhalb Jahren habe ich dann ein Studium, welches sich gut mit meinem gelernten Beruf verbinden lässt.

Doch seit Beginn des Studiums scheint meine Stimmung wieder schlechter zu werden. Trotz, dass mich die Themen inhaltlich interessieren bin ich unmotiviert, lustlos und ständig erschöpft. Ich kann mich einfach nicht aufraffen. Parallel zu meinem Studium arbeite ich noch eineinhalb Tage in meinem gelernten Beruf und ich muss sagen, dass ich dort weder lustlos noch unmotiviert bin, sondern mich immer sehr freue, wenn ich dort sein kann. Wenn hingegen an die Uni denke, wird mir immer sehr komisch und ich bekomme beklemmende Gefühle in der Brust.

Seit dem Beginn des Studiums nehme ich auch wieder Antidepressiva. Während meiner Ausbildung hätte ich nie gedacht, diese je wieder nehmen zu müssen, obwohl diese sehr anstrengend war und mich fast schon an meine Grenzen gebracht hat. Jetzt sitze ich hier und weiß nicht, was ich tun soll. Das Studium abbrechen und in meinem gelernten Beruf eine Stelle annehmen oder Zähne zusammenbeißen und weiter machen?

Ich habe einfach Angst eine Entscheidung zu treffen, die ich bereuen könnte. Gleichzeitig möchte ich aber auch nicht, dass es so weiter geht. Zudem habe ich Angst, dass meine Eltern ziemlich enttäuscht sind, wenn ich mich gegen das Studium entscheide. Sie wollen zwar, dass ich das mache was mich glücklich macht, doch etwas Angefangenes abzubrechen ist genauso wenig in ihrem Sinn.

Viele sagen auch, ich könnte mein Studium ja auch einfach unterbrechen und irgendwann weiter machen, aber ob das so einfach ist? Ich habe das Gefühl, ich möchte endlich irgendwo angekommen sein, auch beruflich. Was nicht heißt, dass ich nicht bereit bin mich weiterzuentwickeln. Doch aufgezwungenen Prüfungen, Klausuren, Noten etc. scheinen mich da eher zu hemmen. Anstatt so ein Druck mich, wie früher, anspornt und motiviert etwas Gutes zu leisten, resigniere ich total und rutsche wieder in vergangene depressive Verhaltensmuster, wie Tagelang nicht aus dem Bett kommen.

Hätte vielleicht irgendwer einen guten Rat für mich? Ich kann mir leider nichts selbst raten… ich weiß nur, dass es so nicht weitergehen kann :(

Lieben Gruß

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Kupferkopf90,

Schau mal bitte hier:
Beruf Studium

Antwort
von beangato, 29

ICH selbst würde das Studium abbrechen - und das hätte ich auch meinen Kindern geraten., wären sie in solch eine Situation gekommen.

Du hast einen Abschluss (das haben viele in Deinem Alter nicht) und kannst damit Geld verdienen. Darauf kannst Du solz sein.

Ich denke, wenn Du weiter studierst, machst Du Dich völlig kaputt.

Antwort
von TorDerSchatten, 30

Eine Entscheidung treffen, die für dich GUT ist, und was das ist, sagt dir dein Bauchgefühl.

Also geh arbeiten und hör auf zu studieren

Antwort
von tapri, 17

du gibst dir doch die Antwort schon selbst. Es scheint also ob du hier die Bestätigung dafür suchst und evtl. auch die Verantwortung für diese Entscheidung an die Menschen hier abgeben willst. Du sugestierst hier doch schon, dass das Studium nichts für dich ist. Also lass es. Such dir eine Arbeitsstelle, das wird dir gut tun und du bekommst wieder einen klaren Blick und verdiene Geld. Ein Studium könntest du immer wieder anfangen. Auch in 5 Jahren......vielleicht passt es dann ja besser.....alles Gute und viel Erfolg bei der Job Suche

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