Frage von MrsWonderLandy, 287

Kleiderkreisel- Drohung mit Anwalt?

Hay,
Also ich habe vor ca. 2 Wochen bei Kleiderkreisel Adidas Superstars verkauft für 75€ inkl Versand.

Nach Eingang des Gelds habe ich die Schuhe dann als Päckchen bei DHL losgeschickt.

Jetzt behauptet die Kreiselerin aber, dass sie keine Ware erhalten habe.

Ich habe dann auch einen Nachvorschungsantrag gestellt...
Aber sie wollte, dass die Schuhe noch diese Woche ankommen, was natürlich nicht möglich ist... ( Bei mir wurde ein Päckchen verloren und nie wieder aufgefunden)

Ich habe gesagt, dass das vielleicht verloren gegangen ist und sie meint nur sie will jetzt ihr Geld zurück sonst schaltet sie am Montag einen Anwalt ein.....

Was soll ich jetzt machen? Ich sehe es nicht ein das Geld zurück zu geben, weil ich ja alles verschickt habe und der Wert war auch nicht gering...:(

Bitte helft mir!

Antwort
von Interesierter, 83

Du bist gut beraten, das Geld zu erstatten, denn wenn der Käufer Ernst macht, gehst du Baden.

Um aus der Sache herauszukommen, müsstest du die Übergabe der Sendung an die Post beweisen, was du wohl nicht kannst, da du keinen Einlieferungsbeleg hast.

Damit wirst du im Streitfall immer unterliegen und zusätzlich zur Rückerstattung noch Gerichts- und Anwaltskosten zu tragen hast.

Ware im Wert von 75€ verschickt man nicht unversichert. 

Antwort
von oelbart, 129

Habt Ihr irgendetwas ausgemacht, wie das ganze verschickt werden soll? Wenn ich mich recht erinnere, trägt der Käufer das Risiko für den Transport, auch, wenn das Päckchen versendet wird.

Bin mir da aber nicht sicher.

Kommentar von MrsWonderLandy ,

Ne aber in meinem Profil steht, dass ich immer unversichert verschicke wegen dem Preis und wenn jemand versichert wünscht, muss er das mitteilen...

Kommentar von oelbart ,

Hier mal das, was Ebay dazu sagt:
http://pages.ebay.de/rechtsportal/private_vk_5.html

 

Nach der allgemeinen Regelung des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB)
trägt grundsätzlich der Käufer das Risiko des Verlusts und der
Beschädigung der Ware auf dem Transportweg (§ 447 Abs.1 BGB). Der
Versand der Ware geschieht also auf Risiko des Käufers. Geht der
Artikel verloren oder wird dieser beschädigt, kann der Käufer den
Kaufpreis nicht ganz oder teilweise zurückverlangen und Sie müssen auch
nicht erneut liefern.


Als Verkäufer haben Sie jedoch die vertragliche Nebenpflicht,
den Artikel ordnungsgemäß und sicher zu verpacken. Wird der Artikel
aufgrund einer unsachgemäßen Verpackung beschädigt, stehen dem Käufer
unter Umständen Schadensersatzansprüche gegen Sie zu. Dies gilt auch,
wenn Sie sich mit dem Käufer auf eine bestimmte Versandart (z.B.
versicherter Versand) geeinigt haben und Sie von dieser Vereinbarung
abweichen.

Antwort
von medmonk, 103

Pakete die im Inland oder in das EU-Ausland verschickt werden, sind gegen Verlust oder Beschädigung automatisch bis 500,-€ Haftungshöchstgrenze versichert. Bei Päckchen (bis zu 2kg) es wieder anders ausschaut. Dort fallen dann zusätzliche Gebühren (circa 2 bis 3,-€) an. Du hast von der Post eine Quittung bekommen, dass das Paket dort aufgegeben wurde. Mit selbiger kannst du online eigentlich dessen aktuellen Standort über die Paketrückverfolgung ermitteln. Zumindest die einzelnen Stationen sehen. 

Was jetzt die Käuferin angeht. Du hast den Nachweis dass das Paket abgeschickt wurde. Wenn die Post (aus welchen Gründen auch immer) das Paket oder Päckchen verschlampt, du nicht für den Schaden aufkommen musst. Wenn du Händler wärst, es wieder etwas anderes wäre. Wobei ein solcher für derartige Fälle aus gutem Grund versichert ist. 

Naja, wie dem auch sei. Sie kann ruhig mit Anwalt drohen. Nützen wird es ihr trotzdem nichts. Und sollte sie dir deshalb eine negative Bewertung geben (was sicher verständlich wäre), sie gut auf ihre Wortwahl achten sollte. Denn im Fall des Falles sonst weit aus mehr Ärger an der Backe hat. Da wären die 75,-€ die derzeit im Raum stehen eher Peanuts. 

Kommentar von Interesierter ,

Bei einem Päckchen gibt es keine Sendungsverfolgung. Damit erübrigt sich deine Argumentation, da der Verkäufer die korrekte Übergabe nicht beweisen kann.

Kommentar von medmonk ,

Bei einem Päckchen gibt es keine Sendungsverfolgung.

Mein Fehler, nicht daran gedacht das die Sendungsverfolgung nur für Pakete angeboten wird. Trotzdem muss der Fragesteller nicht für den Schaden aufkommen. 

Kommentar von Interesierter ,

Im Streitfall muss jede Seite die Erfüllung ihrer Verpflichtung aus dem gegenseitigen Schuldverhältnis beweisen. Die Zahlung dürfte einfach zu beweisen sein. Die Fragestellerin müsste nun die korrekt adressierte und ausreichend frankierte Übergabe an die Post beweisen. Das kann sie nicht und wird daher in einem Rechtsstreit immer unterliegen.

Dein Rat ist sehr gefährlich, da er die Fragestellerin sehr viel Geld kosten kann. 

Ich habe selbst schon so einen Prozess geführt und der Verkäufer ist gnadenlos untergegangen. Der Spaß hat ihn mehr als 300€ gekostet.

Antwort
von valvaris, 68

also prinzipiell hast du
a) nichts falsch gemacht, da nicht vereinbart war, dass du versichert schickst und
b) direkt mit Anwalt zu drohen und dann auch noch "Nächste Woche is das da oder es gibt ne Anzeige" klingt für mich eher danach, dass sie die Schuhe erhalten und zusätzlich das Geld auch gern zurück möchte, damit die Schuhe kostenlos sind.

Käufer trägt Versandrisiko, sofern nichts anderes vereinbart war, auch wenn es sicher klüger ist, solche Werte zu versichern.
Immerhin hast du nen Nachverfolgungsantrag gestellt und kannst ihr das Ergebnis vorlegen.

Zwar bieten manche Versandhändler einen Ersatz aus Kulanz an, aber die können den Verlust abschreiben und es tut ihnen nix.

Ich würde ku

Kommentar von Interesierter ,

Die Verkäuferin muss im Streitfall selbst den Nachweis der korrekten Übergabe an den Transporteur führen. Ohne Einlieferungsbeleg wird sie das nicht können.

Kommentar von KaterKarlo2016 ,

In Betracht kommt auch die Abgabe einer Eidesstaatlichen Versicherung, die in solchen Dingen nicht unüblich ist.

Kommentar von Interesierter ,

Davon würde ich hier dringend abraten.

Käme das Päckchen auf irgend einem Weg doch wieder zum Vorschein un es stellt sich heraus, dass es aufgrund eines Fehlers in der Adresse nicht zugestellt wurde, steht eine Anklage wegen Meines im Raum.

Die Sache ist doch die, daß die Verkäuferin einen Fehler in der Adresse nicht zu 100% ausschließen kann. Damit wird auch die eidesstattliche Versicherung nichts bringen.

Kommentar von valvaris ,

Immer mit der Ruhe von wegen Erklärung von Eidesstatt. Sie schreibt, sie hat nen Nachforschungsantrag gestellt. Hat sie ne Falsche Adresse angegeben, wird das damit aufgeklärt. Auf jeden Fall kriegt sie die Bestätigung der Übergabe an DHL in die Hand.

Kommentar von Interesierter ,

Inwieweit ein Nachforschungsauftrag, der zu keinem Ergebnis führt, für die Verkäuferin einen Einlieferungsbeleg darstellen sollte, erschließt sich mir nicht.

Das solltest du erklären.

Antwort
von KaterKarlo2016, 55

Guten Morgen,



Es trägt das Verlustrisiko nach der ordnungsgemäßen Aufgabe des Pakets allein der Käufer. Vorausgesetzt, beim Käufer handelt es sich um eine Privatperson. Sie sollten jedoch beweisen können(u.a. Zeugen), dass das Paket tatsächlich versendet wurde. Damit sind sie nicht haftbar zu machen. 

Ausnahme: Der Käufer hat auf einen versicherten Versand bestanden und auch bezahlt, dann können Sie schadenspflichtig ihm gegenüber sein.

Denn nach aktueller Gesetzeslage endet die Haftung eines Privatverkäufers mit dem Einwurf der Sendung in den Briefkasten und mit dem Päckchen bei der Post bei einem unversicherten Versand wenn die so ausgemacht war.

Ich hoffe ich konnte ihnen helfen.

KaterKarlo2016


Kommentar von Interesierter ,

Und wie will die Verkäuferin die korrekte Übergabe einschließlich korrekter Adresse beweisen? 

Kommentar von KaterKarlo2016 ,

Das sollten Sie die VK fragen, nicht mich. Die Frage an mich ist falsch gestellt. Wie Sie jedoch oben sehen steht Zeugen dort. In Betracht kommt auch die Abgabe einer Eidesstaatlichen Versicherung, die in solchen Dingen nicht unüblich ist.

Kommentar von Interesierter ,

Durchaus nicht unüblich aber in diesem Fall nicht wirklich zielführend.

Expertenantwort
von uni1234, Community-Experte für Recht, 99

Vereinfach gesprochen: es war vereinbart, dass du die Schuhe versendest. Das hast du nachweislich gemacht. Damit hast du alles gemacht was erforderlich ist. Du bist nämlich nicht verpflichtet dafür zu sorgen, dass das Paket auch ankommt.

Die Drohung mit dem Anwalt würde ich an deiner Stelle ignorieren. Versuch es mit einem Nachforschungsauftrag nochmal und warte auf das Ergebnis von der Post.

Kommentar von MrsWonderLandy ,

Okay aber sie meint ich müsste die Kosten für den Anwalt bezahlen oder irgendwas... Stimmt das? Ich habe keine Ahnung von sowas

Kommentar von Sahaki ,

Sie hat scheinbar "unversichert" per Päckchen verschickt - dementsprechend auch keinen Beleg erhalten, das sie abgeschickt hat

Kommentar von uni1234 ,

Kosten für den Anwalt musst du nur bezahlen wenn du auch das Geld für die Schuhe zurück zahlen musst. Das musst du wie gesagt nicht.

Kommentar von user8787 ,

Ich glaube so einfach ist das nicht....ich würde hier auch unsere Rechtsschutz aktivieren. 

Kommentar von Interesierter ,

Wie kommst du auf das schmale Brett, der Versand sei hier nachgewiesen?

Es gibt keinen Einlieferungsbeleg und damit auch keinen Nachweis.

Kommentar von uni1234 ,

Der Fragesteller hat keinen Einlieferungsbeleg, das stimmt. Allerdings wurde ein Nachforschungsauftrag gestellt. Das ist immerhin schon einmal ein Indiz dafür, dass das Päckchen auch abgeschickt wurde. Daneben sind weitere Beweiserhebungen möglich. Nichtsdestotrotz muss ich Dir dahingehend Recht geben, dass "nachweislich" zumindest eine missverständliche Wortwahl war.

Kommentar von Interesierter ,

Vielleicht wurde ja tatsächlich ein Päckchen verschickt.

Was, wenn der Verkäuferin bei der Adresse ein Fehler unterlaufen ist? Es gibt hier einige Möglichkeiten, die der Fragestellerin allesamt auf die Füße Fällen können.

Das Problem der Verkäuferin ist die Beweislast, aus der sie so einfach nicht herauskommen wird.

Antwort
von holgerholger, 46

Bei einem Päckchen kannst Du keinen NAchforschungsauftrag stellen. Und den Nachweis, ordnungsgemäss versendet zu haben, kannst Du auch nicht führen. Also solltest Du das gEld zurückzahlen und für das nächste Mal daraus lernen.

Kommentar von MrsWonderLandy ,

Ne ganz bestimmt nicht, ich habe auch keinen Nachweis, dass sie es nicht erhalten hat... Es gibt auch keinen richtigen Nachweis ?! Ich habe nur den Beleg von der Post und ich denke das genügt

Kommentar von holgerholger ,

Wie soll man beweisen, etwas nicht erhalten zu haben.Das kann man nicht. Was genau steht denn auf deinem Beleg der Post? Wohl nur die Summe und das DAtum, aber nicht die Adresse. Du hast also am fraglichen Datum irgendein Päckchen an irgendeinen Empfänger abgeschickt. DAs beweist nichts.

Kommentar von Interesierter ,

Eben! Wir haben hier ein klassisches Beweisproblem auf Seiten der Verkäuferin.

Antwort
von Nele2o17, 101

Hallo,

Ware für 75 Euro unversichert zu schicken ist für mich nicht nachvollziehbar.

Kommentar von MrsWonderLandy ,

Ja sie wollte ja nicht versichert bezahlen und das passiert eigentlich auch nicht oft, dass was verloren geht

Kommentar von Sahaki ,

Dann hätte ich NICHT verschickt

Kommentar von Kasumix ,

Eben... Und gerade solche Portale, da weiss man nie...

Antwort
von user8787, 109

Hast du die Ware nicht versichert, ab einem bestimmten Warenwert mach das durchaus Sinn. 

Kann die Kundin beweisen das sie die Ware nicht erhalten hat, ist eine Rückerstattung des Geldes in meinen Augen rechtens. 

Sie hat gezahlt und somit ihren Teil des Vertrages erfüllt....

Kommentar von MrsWonderLandy ,

Ja und ich habe verschickt und somit auch meinen Teil erfüllt, ich kann es im Gegensatz zu ihr auch beweisen...

Kommentar von Sahaki ,

und WIE kannst du es beweisen?

Kommentar von uni1234 ,

Die Fragestellerin hat das Päckchen aber auch zur Post gebracht und damit ihren Teil des Vertrages erfüllt.

Kommentar von user8787 ,

Bei dem Warenwert halte ich eine Versicherung für wichtig. 

Wir reden hier nicht von 10 Euro. 

Kommentar von Sahaki ,

Das sie es zur Post gebracht hat....WIE will sie es beweisen

Kommentar von MrsWonderLandy ,

Mit dem Beleg von der Post und einer Zeugin?

Kommentar von Interesierter ,

Du hast einen Beleg über den Kauf von Postwertzeichen. Dieser sagt zur tatsächlichen Übergabe aber nichts aus.

Was genau kann die Zeugin denn bezeugen? Kann sie die korrekte Adresse bezeugen? Wohl kaum. Das ist alles Andere als glaubhaft.

Kommentar von MrsWonderLandy ,

Ja das mag alles sein, aber sie hat auch keine Beweise, die Ware nicht erhalten zu haben und deshalb ist eine Rückerstattung in meinen Augen nicht fair.

Kommentar von Interesierter ,

Sie muss auch nichts beweisen. Die Beweislast für den korrekten Versand liegt einzig und allein bei dir.

Kommentar von MrsWonderLandy ,

In deiner Antwort schreibst du "sie muss beweisen, dass sie das nicht erhalten hat" xD

Kommentar von Interesierter ,

Diese Aussage wurde von Muecke72 getätigt und sie ist falsch. Die Beweislast liegt einzig und allein bei dir.

Kommentar von user8787 ,

Würde mir vorgeworfen werden ich hätte vor Ware UND Geld zu wollen .....ich würde versuchen zu beweisen das ich die Ware NICHT erhalten habe.

Der Kundin ohne Beweise sowas zu unterstellen ist schon...dreist. ^^

Antwort
von Sahaki, 80

Bei solchen Beträgen in Zukunft NUR versicherten Versand wählen - jetzt kannst Du nichts mehr ändern. Du könntest ihr den Kaufpreis zurückerstatten. Stell dir vor DU wärst an ihrer Stelle - dann wärst du auch sauer

Kommentar von MrsWonderLandy ,

Ja aber was muss ich machen?

Kommentar von uni1234 ,

Nein muss sie natürlich nicht!

Kommentar von Sahaki ,

Ich habe nicht von "muss" gesprochen

Kommentar von user8787 ,

Hierfür gäbe es von mit eine entsprechende Bewertung auf dem Portal. 

Ich würde das Geld erstatten.....weil ich hätte versichern können.


Kommentar von uni1234 ,

Aber ihr nahegelegt das zu tun. Wirtschaftlich betrachtet kommt das aufs gleiche raus. Ob die Fragestellerin das Geld los ist weil sie es zurück überweisen musste oder wollte ist völlig egal.

Kommentar von MrsWonderLandy ,

Aber ich sehe das garnicht ein, immerhin kann es sein, dass sie die Schuhe erhalten hat und somit BEIDES haben will also Geld + Schuhe...

Kommentar von user8787 ,

Das kann man prüfen lassen, sie muss den Empfang unterschreiben. 

Kommentar von Sahaki ,

..beim Päckchen nicht

Kommentar von Interesierter ,

Im Streitfall müsstest du dich mit genau dem gleichen Vorwurf der Gegenseite auseinandersetzen.

Wer sagt denn, dass du überhaupt etwas verschickt hast und hier einfach nur das Geld abgreifen willst.

Gerade um solche Streitigkeiten zu klären, gibt es die Beweislast, welche in diesem Fall bei dir liegt.

Kommentar von valvaris ,

Sauer kann sie sein, dann aber bitte auf den Transporteur und nicht den, der seine Aufgabe erfüllt hat.

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