Frage von jackjack1995, 51

Klartraum - wie kann ich mir leichter vorstellen, dass ich gerade träumen könnte?

In diesem Video https://www.youtube.com/watch?v=5aROqGrbS04 wird ab 3:41 min folgender Satz eingeblendet: Man rechnet immer damit, dass man träumen könnte. Ich bin seit 3 Jahren Klarträumer und hatte auch schon viele Klarträume. Der längste ging gefühlte 30 min. Aber ich habe im Wachleben nie damit rechnen können, dass ich träumen könnte, weil ich keine gute Vorstellungskraft habe. Ich benutze die DILD-Technik. Die kritischen Fragen und die Handlungs-RCs und so was ist für mich ja überhaupt kein Problem. Mit dieser DILD-Technik hatte ich schließlich auch nach 4 Wochen meinen 1. Klartraum vor 3 Jahren. Aber ich wollte es auch mal mit der Vorstellungskraft damit zu rechnen, dass man träumen könnte versuchen. Nur habe ich leider keine gute Vorstellungskraft. Was kann ich tun, um meine Vorstellungskraft zu steigern, damit ich letztendlich auch im Wachleben mal damit rechnen kann, dass ich gerade träumen könnte? Ich kann mir das nämlich leider nicht gut vorstellen. Würde ich aber gerne können. Nur meine Vorstellungskraft ist nicht gerade groß. :-/

Danke schon mal im Voraus.

Antwort
von belem3, 27

Es geht darum sich anzutrainieren im Wachleben die gegebene Realität zu hinterfragen - Mit dem Ziel dies intuitiv im Traum auch zu tun, sodass die Wahrscheinlichkeit wächst Klarträume zu erleben.

Beispiel:
Du sitzt auf deinem Fahrrad und fährst in die Stadt. Jetzt hast du die Möglichkeit darüber nachzudenken wie du auf das Fahrrad gekommen bist, wo du davor warst... Du kannst dich dabei auf Details konzentrieren, die dir die Realtität bieten kann aber der Traum nicht.

Wenn du kein Fahrradmechaniker bist, dann schau dir z.B. die Schaltung deines Rades genau an. Da in deinem Hirn dafür keine Information hinterlegt ist, wirst du im Traum feststellen, daß es unmöglich ist diesen Teil wahrzunehmen. Dadurch weißt du, daß du träumst und kannst mit deinem Klartraum beginnen.

Selbstverständlich ist es dafür nötig, daß dein Bewustsein die Information für eine solche Prüfung korrekt verarbeitet. Schließlich kann es im Traum durchaus logisch erscheinen, wenn du plötzlich fliegen kannst. Und dafür muss man viel üben. Es dauert einfach Zeit, bis du ein Gefühl dafür entwickelt hast was tatsächlich "wahr" sein kann und was definitiv unmöglich und deswegen ein Traum ist.

Kommentar von jackjack1995 ,

Gutes Beispiel. Eine Frage hab ich doch noch. Wenn ich es richtig verstanden habe, heißt das also, wenn ich mir z.B. die Schaltung meines Rades genau anschaue, wobei ich jetzt wirklich kein Fahrradmechaniker bin, dass ich die Schaltung meines Rades im Traum also nicht wahrnehmen kann, weil ich nicht weiß, was es mit der Schaltung auf sich hat? Das heißt also die Vorstellung, damit zu rechnen, dass man gerade träumen könnte? Und wie ist das mit dem Fliegen? Um zu ändern, dass mir das nicht sinnvoll erscheint zu fliegen, muss ich mir im Wachleben dann einfach sagen: Realität: „Ich kann nicht fliegen." Traum: „Ich kann fliegen." Muss ich mir dann also praktisch im Wachleben einfach nur das Gegenteil denken, von dem was im Wachleben passiert, im Traum jedoch keinen Sinn ergibt und anders ist? Also z.B. schaue ich im Wachleben auf meine Uhr. Sie zeigt Zahlen an. Und wenn ich jetzt im Traum auf meine Uhr schaue, zeigt sie Buchstaben an. Das ist ja praktisch das Gegenteil, wenn die Uhr statt Zahlen, Buchstaben als Uhrzeit anzeigt. Dann steht da z.B. statt 12 der Buchstabe A und bei der 3 (15) z.B. ein C oder einfach irgendwelche anderen komischen Zeichen und Symbole. Würde dann z.B. heißen, wenn es im Wachleben 12:15 Uhr ist, ist es natürlich nicht sinnvoll, wenn es im Traum dann statt 12:15 Uhr, A:C Uhr ist oder einfach irgend was anderes drauf steht. Z.B. Z:% Uhr. Und somit würde ich dann also im Traum feststellen, dass ich träume? Muss ich dann also im Wachleben einfach sagen: „Macht das Sinn, dass es Z:% Uhr ist?" Antwort: „Nein." Da ich ja weiß, dass es diese Uhrzeit in Wirklichkeit nicht gibt. Und somit weiß ich, dass ich gerade träumen könnte? Das heißt also die Vorstellung, damit zu rechnen, dass man gerade träumen könnte?

Und Sorry, dass ich zu lang geschrieben habe. Aber gutes Beispiel. Danke.

Kommentar von jackjack1995 ,

PS: Oder könnte ich im Wachleben dann z.B. auch sagen: „Macht das Sinn, dass die Uhr Buchstaben oder Zeichen statt Zahlen anzeigt?" Und irgendwann werde ich im Traum auf meine Uhr schauen und Buchstaben oder Zeichen statt Zahlen sehen und mir die Frage stellen: „Macht das Sinn, dass die Uhr Buchstaben oder Zeichen statt Zahlen anzeigt?" Da ich ja weiß, dass es diese Uhrzeit in Wirklichkeit nicht gibt, weiß ich dann also, dass ich träumen könnte?

Kommentar von belem3 ,

So einfach ist das leider nicht.

Es  geht nicht darum auf die Uhr zu schauen und diese zu
beurteilen. Es geht auch nicht um das bloße Betrachten der Schaltung an besagtem Fahrrad.

Im Traum fällt der Teil, der für die rationale Beurteilung von Situationen zuständig ist quasi komplett weg. Die Uhrzeit A3:2r erscheint dir dann als völlig selbstverständlich und korrekt - Und dass anstelle einer Shimano XT - Schaltung an deinem Rad ein Tintenfisch oder ein singender Stuhl ist erscheint dir dann ebenfalls als logisch. Genau deswegen merken wir nicht, daß wir träumen... Wir akzeptieren die Realität des Traums als Wahrheit.


Genauso akzeptieren wir unsere Realität im Wachzustand als Wahrheit, dabei ist auch sie nur eine Illusion und Interpretation unseres Geistes - die unserer Vorstellung nach "Sinn" ergibt.

Es geht nun darum im wachen Zustand Skepsis an der Wahrnehmung und der gebotenen Realität zu üben. Damit machst du die Skepsis, den Zweifel zu deinem allgegenwertigen Begleiter - Du wirst zu einem achtsameren Menschen.

Die Theorie ist nun, daß einen diese Skepsis auch in den Traum begleitet, man also häufiger in die Situation kommt, den Traum zu hinterfragen und anzuzweifeln. Im Traum passiert das aber nicht durch das starren auf eine Uhr, denn wenn du das bereits entscheiden kannst, weißt du meist schon das du träumst.

Das Starren auf die Uhr im Wachzustand programmiert dein Unterbewustsein um - mehr nicht. Genauso kannst du aber auch den Geschmack eines Apfels hinterfragen, das Geräusch was eine Ubahn macht, das Gefühl des Windes im Gesicht. Das spielt alles keine Rolle, es dient immer nur dem Zweck, daß du AUFMERKSAMER wirst.

Langsam und allmählich schleicht sich diese aufmerksame Persönlichkeit auch in deine Träume, weswegen es dir dann möglich wird sie komplett zu formen und umzubauen, weil du erkannt hast, daß die Naturgesetze dort deinem Willen gehorchen.

Kommentar von jackjack1995 ,

Achso. Ok. Klingt nicht so leicht. Ich glaube, dann bleibe ich doch einfach nur bei der DILD-Technik mit den kritischen Fragen und den Handlungs-RCs. Eventuell benutze ich auch die Autosuggestion. Denn an den kritischen Fragen, den Handluns-RCs und der Autosuggestion hakt es ja nicht. Das ist für mich dann kein Problem. Mit der DILD-Technik bekomme ich ja schon manchmal einen Klartraum. Immerhin. Aber das mit der Vorstellung, damit zu rechnen, dass man träumen könnte ist mir doch noch ein bisschen zu schwierig. Aber trotzdem Danke für deine Antwort. Ohne klappt es ja auch. Zwar dauert es was länger, bis ich einen Klartraum kriege, aber es funktioniert.

LG

jackjack1995

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