Ist das Mitführen eines Klappmessers erlaubt?

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13 Antworten

http://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__42a.html

Das Führen von Messern regelt § 42a WaffG
Kurzfassung: Verboten ist das Führen (unverschlossen dabeihaben) von Messern die als Waffe gelten (Dolch, Karambit, Springmesser ...)
Außerdem verboten ist das Führen von feststehenden Messern mit Klingen über 12cm Länge und von allen Messern die einhändig verriegeln (Einhandmesser)

Ein Messer ist zur Verteidigung völlig ungeeignet weil du die Wirkung nie sicher vorhersagen/kontrollieren kannst.
Schlecht getroffen und du ärgerst ihn so dass er dich richtig fertig macht oder ein paar Millimeter daneben
und du triffst statt Fleisch/Muskel ein Blutgefäß und der Angreifer verblutet.
Dann macht dich hinterher ein Richter fertig wenn du nicht mindestens 43 Zeugen hast die dir Notwehr bezeugen.

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Ein Messer mitzuführen erhöht die Sicherheit in so gut wie keinem Fall. Einfach mal vorstellen, wie das abläuft. Da du dich nur verteidigen willst, ist logischerweise der andere der Angreifer. Er hat also eine gewisse kriminelle Energie und unter Umständen auch Erfahrung im Nahkampf. Ausserdem ist meist das Überraschungsmoment auf seiner Seite.

Um sich gegen sojemanden mit einem Messer effektiv wehren zu können müsstest du entweder wirklich gut im Umgang mit dem Messer als Waffe sein (was viel Übung vorraussetzt) oder das Messer müsste so groß sein, dass der Angreifer alleine durch den Anblick zurückschreckt. Dazu müsstest du das Ding aber schon ziehen, bevor es zur eigentlichen Kampfhandlung kommt, wodurch im Zweifelsfall (wenns zur Anzeige kommt) du derjenige bist, der den ersten Schritt getan hat.

Im allerwahrscheinlichsten Falle wird es eher zu einer Entwaffnung durch den Angreifer kommen und dann sehen deine Chancen noch schlechter aus als wenn das Messer gar nicht im Spiel gewesen wäre.

Ich trage immer ein Schweizer Taschenmesser mit mir. Aber nicht als Waffe (obwohl man selbst damit jemanden sehr leicht verletzen und sogar töten kann) sondern weil man immer mal etwas durchneiden, eine Schraube festziehen oder sonstwas tun muss (passiert mir zumindest sehr oft).

Wenn du dich verteidigen willst besorg dir entweder ein Pfefferspray, belege einen Selbstverteidigungskurs oder beschäftige dich mit Gefahrenvermeidung (man übt dabei regelrecht wie man potentielle Gefahren frühzeitig erkennen kann. Im weitesten Sinn könnte man das als vorrausschauende Selbstverteidigung bezeichnen).

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Die Annahme, dass ein mitgeführtes Klappmesser Deine Sicherheit objektiv erhöhen würde ist grundlegend falsch.

Es ist sogar statistisch nachgewiesen, dass Konflikte eher eskalieren sobald Waffen ins Spiel kommen bzw. die mitgeführten Waffen dann häufig gegen den eigentlichen Nutzer eigesetzt werden.

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Wenn das Messer nur beidhändig zu öffnen ist und nicht als Hieb- oder Stoßwaffe gilt (hängt von Faktoren wie Klingenform, Beschichtung, Einsatzzweck ab), dann fällt es nicht unter das Führverbot des WaffG §42a.

Die Beschränkung der Klingenlänge auf 12 cm gilt nur für feststehende Messer, nicht für Klappmesser.

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Kommentar von ES1956
24.02.2016, 11:53

Ne, schon dieser Satz

Zitat:

Die profane Frage ist entscheidend, denn das Waffengesetz behandelt (natürlich) nur „Waffen“. Was schon keine Waffe ist, fällt auch nicht unter das Waffenrecht.

zeigt deutlich dass derjenige nicht ansatzweise verstanden hat worum es in §42a WaffG geht.

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Steck dir lieber ein Pfefferspray in die Tasche um dich "sicherer" zu fühlen. Ein Messer bringt dir da rein gar nichts! 

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Wenn du kein Training im Messerkampf hast gefärdet dich das ehr als das es hilft.
2 Handmesser ist eig auch Blödsinn, du kannst so zimlich jedes Messer das du nicht erst zsbauen oder auseinader schrauben musst mit 1 Hand öffnen, aber lassen wir den gesetzgebenden Deppen mal ihren Blödsinn denn was wären sie auch ohne den.^^

Aber solange du damit keinen Sch eiß anstellst, wieso sollte dir da jmd Ärger für geben, ist nicht so das auf der Straße Spontankontrollen nach Messern durchgeführt werden.
Stecks keinem in die Nase und keiner steckt die Nase in deine Tasche.

Aber zur Selbstverteidigung isses nicht geeignet, trotzdem praktisch eins mit zu haben, man kann immer mal was schneiden müssen.

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Kommentar von Tuehpi
24.02.2016, 11:48

Aber zur Selbstverteidigung isses nicht geeignet, trotzdem praktisch eins mit zu haben, man kann immer mal was schneiden müssen

Meine uneingeschränkte Zustimmung. 

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Erkundige Dich sonst lieber mal in einem Waffengeschäft danach, was erlaubt ist; damit Du keinen Ärger bekommst, falls Deine Größe strafbar ist. LG

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Kommentar von ES1956
24.02.2016, 11:55

In Waffengeschäften arbeiten Verkäufer, keine Rechtsberater.

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Das ist ein sehr kompliziertes Thema. Ob du ein Klappmesser mit dir führen darfst wird von drei Faktoren abhängig gemacht: die Klingenlänge (ich glaube das waren max. 12cm), ob man die Kinge einhändig oder zweihändig aufmachen kannst und ob das Messer eine Feststellmechanik besitzt. Allerdings achtet auf sowas doch eh niemand. Wie oft kommt es bitte vor, dass man von der Polizei einfach so durchsucht wird ob man nen Messer dabei hat, was man nicht mit sich führen darf.

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Kommentar von ES1956
24.02.2016, 16:39

Klingenlänge ist bei Klappmessern nicht relevant

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Kommentar von Shalidor
24.02.2016, 16:48

Nicht? Na dann hab ich mich da vertan. Ist ne Weile her seitdem ich das letzte Mal was darüber gelesen hatte.

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Solang das Messer nicht mit einer Hand zu öffnen ist sondern du beide Hände benötigst, ist es meine ich erlaubt.

Springmesser oder sowas z.B. nicht

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Ja, das darfst du. 

ein stückchen sicherheit neben mir zu haben. man weiss nie in der heutigen zeit.

Ein Messer ist ein sehr schlechtes Mittel zur Selbstverteidigung. 

Kauf dir lieber ein Pfefferspray wenn du dich unsicher fühlst. Wirklich. 

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Ein Messer bedeutet keine Sicherheit. Der Gebrauch von Waffen führt immer dazu, dass Situationen eskalieren. Die Gefahr wird also größer. Du könntest dich sogar ziemlich schnell einer Körperverletzung strafbar machen. Gewalt ist nie eine Lösung.

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