Frage von Em911, 59

Klage gegen das Prüfungsamt einreichen. Kommt man damit durch?

Servus Freunde,

ich wurde heute aus dem Studium entlassen. Grund dafür war, dass ich nach einer geschriebenen Wiederholerklausur den Dozenten per Mail angeschrieben habe, da ich in der Klausur einen BlackOut erlitt. Ich wollte dies Ihm mitteilen, da dieser Dozent "eigentlich" eine Vertrauensperson ist. Dieser meldete dies allerdings dem Prüfungsamt bzw. der FH. Die FH beschloss daraufhin mich zu entlassen, da ich angeblich versucht hätte, den Dozenten mit meinem Schreiben zu beeinflussen um eine milde Bewertung zu bekommen. Meine Klausur wurde dennoch von einem anderen Prüfer, den ich nicht kenne, der mich auch nicht kennt, bewertet. Nach seinem Beschluss hätte ich die Prüfung auch bestanden. Das Prüfungsamt bewertete allerdings meine bestandene Klausur mit "nicht ausreichend", da ich gegen die Studienordnung verstoßen habe, in dem ich meine Anonymität aufhob.

Jetzt ist die Frage; wie hoch sind die Chancen gerichtlich vorzugehen und ein erfolgreiches Ergebnis zu erhalten?!?! Denn ein anderer Studierender hat sein Namen auf den Prüfungsbogen der Klausur seinen Namen drauf geschrieben und hob ebenfalls seine Anonymität auf, wurde allerdings nur ermahnt, während ich direkt eine Entlassung bekam.

Haben wir unter uns welche, die sich Verwaltungsrechtlich auskennen oder welche, die Erfahrung mit solch ähnlichen Themen hatten/haben....?

Bedanke mich vielmals im voraus.

Antwort
von DerHans, 39

Du hast versucht, den Dozenten zu manipulieren. So wurde dir diese Intervention jedenfalls ausgelegt.

Dumm gelaufen

Kommentar von Em911 ,

Ja, leider ist es so geschehen. Aber was ich nicht verstehe ist, dass ein anderer ebenfalls seine Anonymität aufhebt und trotzdem durchkommt, während meine Klausur doch von einem anderen geprüft wurde. Man hätte mir doch zuerst die Ohren lang ziehen können...

Kommentar von Eismensch ,

Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Dein Kommilitone hat lediglich seinen Namen auf sein Blatt geschrieben. Wird zwar nicht gern gesehen und ist an sich nicht erlaubt, aber daraus entsteht in der Regel kein Problem.

Du hast versucht den Professor zu beeinflussen. Das ist ein ganz anderes Problem(ich mach dir da kein Vorwurf, hätte ich an deiner Stelle vielleicht auch probiert... ;) )

Hinzu kommt noch eine lahme Ausrede wie "Ich hatte einen Blackout"...Damit kommst du an der Uni nicht durch. Du hast zu Beginn der Klausur bestätigt, dass du gesundheitlich in der Lage bist die Klausur zu schreiben. Ein "Blackout" lässt sich auch nicht wirklich nachweisen, womit man davon ausgehen muss, dass du versuchst durch Manipulation von der "potentiell nicht Bestandenen" Klausur herauszuschummeln. Daraus resultieren diese Folgen. 

Eine Klage kannst du versuchen, aber erwarte an dieser Stelle nicht zu viel. Ich habe während meiner Zeit im FSR viele Beschwerden gegen Prüfungsergebnisse und Regularien erlebt, jedoch hatte keine einzige dieser Beschwerden(und auch Klagen) je erfolg.

Du musst die Sache mal aus Sicht der Hochschule sehen. Student schreibt Prüfung, denkt er hats vergeigt, wendet sich an Professor mit fragwürdiger Begründung. 

Die Fakten stehen leider gegen dich, egal wie du es gemeint hast.


Aber lass dich davon nicht unterkriegen. Je nachdem wie du von der Hochschule "entlassen" wurdest, kannst du deine Studium sicherlich wo anders fertigstellen. Prüfungsleistungen kann man sehr oft anrechnen(muss man VORHER klären!!!!!).

Antwort
von Rabenfederchen, 32

Versuch es einfach! Egal, wie hoch die Chance steht! Mehr als ein nein kann es nicht werden, aber kämpfe für die Wahrheit!

Wer nicht kämpft; hat bereits verloren.

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