Frage von eckhardt1007, 84

Klage vor dem Arbeitsgericht, lohnt es sich, Erfolgsaussichten?

Ich war 5 Jahre lang Leiharbeiter bei einem Weltkonzern. Dabei musste ich desöfteren über 10h arbeiten, teilweise auch Sonntage , die ich auf meinen Stundenzetteln nicht erfassen durfte. Stattdessen musste ich diese Stunden auf Wochentage verteilen, damit der Chef die Zuschläge sowohl nicht an die Leihfirma als auch an mich nicht zahlen musste.

Ich habe dem Chef mal ganz ruhig und sachlich meine Meinung dazu gesagt. Umgehend wurde ich aufgefordert mich schriftlich zu entschuldigen, ansonsten würde er mich sofort abbestellen, und meiner Leihfirma sagen was ich für " Einer" wäre......Nach langer Überlegung tat ich dies, da die Bezahlung und Arbeit als solches recht gut waren......

5 Monate später stand die Versetzung des Chefs an, er genehmigte mir noch den beantragten Urlaub, und man verabschiedete sich.......In meinem Urlaub bestellte er mich dann als letzte Handlung ab....

Alle Gespräche mit dem Nachfolger und der HR des Unternehmens verleifen im Sande....

Mir geht es nicht um finanzielle Entschädigung, sondern mehr darum, dass ich es unfassbar finde wie ein Tier behandelt worden zu sein, und Verursacher ungeschoren bleibt.

Nun spart euch die Texte wieso hast Du der Leihfirma nichts gesagt.....hätte ich es sofort gemacht: Wäre ich noch schneller weggewesen.......ich habe es hinterher gemacht, da sagte man mir: Unfassbar warum haben sie es nicht gleich gesagt.........Na ich sage es Ihnen doch jetzt, können ja gemeinsam klagen, schliesslich wurden Sie ja auch betrogen........" Denken Sie bitte daran: Sie würden nie mehr in diesem Unternehmen Fuss fassen können, und wir verdienen sehr viel Geld mit diesem Kunden, so dass wir dem nicht ans Bein pissen wollen"

Antwort
von alarm67, 44

Den Auftraggeber kannst Du gar nicht verklagen! Der war NICHT Dein Chef, dort warst Du nie angestellt!

Die Leiharbeitsfirma ist Dein Arbeitgeber! Die haben NICHTS, zumindest schreibst Du nichts davon, verkehrt gemacht! Ganz im Gegenteil, die konnten sich ja für Dich nicht einsetzen, weil Du deinen Arbeitgeber, nämlich die Leiharbeitsfirma, nicht informiert hast! Das wäre Deine Pflicht gewesen. Im Grunde genommen hast Du zusammen mit dem Auftraggeber Deinen Arbeitgeber BESCHIS.SEN!

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wen Du nun verklagen möchtest und auf was!?!?

Kommentar von eckhardt1007 ,

OK danke.....nun ich habe gelesen dass jeder Arbeitgeber verpflichtet ist Stempelkarten ( elektr. Zeiterfassung ) 10 Jahre aufzubewahren.......auf den Stempelkarten sind meine tatsächlich geleisteten Stunden verzeichnet ( auch Sonntage ). Auf den Stundenzetteln die ich meinem Arbeitgeber zukommen lies                ( unterzeichnet vom besagten Chef ), sind keine Sonntage!

Ich bin nun der Schuldige dies nicht gemeldet zu haben? Hätte ich dies getan, wäre ich am nächsten Tag abbestellt worden.....

Kommentar von alarm67 ,

Ja, Du warst in der Pflicht, das Deinen Arbeitgeber (Leiharbeitsfirma) SOFORT zu melden! Egal ob Du dann abbestellt worden wärst! Da die Leiharbeitsfirma Dein Arbeitgeber ist, hätte Dir das auch egal sein können. Die haben einen Vertrag mit Dir, der besagt, dass sie Dir Arbeit geben. Können die das nicht, ist das deren Problem und die müssen Dich trotzdem weiter bezahlen.

Wenn Du jetzt weiter Alarm machst, geht das noch schlechter für Dich aus! Deine Leiharbeitsfirma könnte Dich mindestens für DEIN Fehlverhalten abmahnen, vielleicht auch fristlos, eher aber ordentlich kündigen! Also schalte mal einen Gang zurück!!

Kommentar von eckhardt1007 ,

Danke, habe die leihfirma schon längst gewechselt, deshalb kann ich nen Gang raufschalten

Antwort
von eckhardt1007, 19

habe das Gefühl das nur Arbeitgeber von leiharbeitnehmer hier antworten ;-) ok schließt das Ganze!

Antwort
von Allexandra0809, 48

Du hast doch das ganze mitgemacht. Hättest Dich ja gleich zu Anfang wehren können.

Außerdem, gegen wen willst Du denn beim Gericht klagen? Die Firma, wo Du gearbeitet hast, war nicht Dein Arbeitgeber und diese wird es kaum kümmern, wenn Du sie verklagen willst.

Kommentar von eckhardt1007 ,

Nur weil die Firma wo ich eingesetzt wurde nicht mein Arbeitgeber war, muss der sich nicht an Gesetze halten?

Hätte ich mich umgehend beschwert, wäre ich nicht 5 Jahre , sondern 5 Tage dortgewesen

Kommentar von alarm67 ,

1. Du hast wohl jahrelang mitgespielt! Bist jetzt wie so ein kleines Kind gekränkt!

2. Natürlich muss der sich an Gesetze halten. Da DU aber deinen Arbeitgeber (Leiharbeitsfirma) nicht informiert hast, konnte die ja nicht einschreiten! Die hätte dann schon für Recht und Ordnung gesorgt! Aber das hast DU ja erfolgreich verhindert!

3. wenn ich die Leiharbeitsfirma wäre, würde ich Dich mangels Vertrauen rausschmeißen. Also bleibe jetzt mal lieber ruhig!

Kommentar von Allexandra0809 ,

Sehe ich auch so. Die Firma kann sich nicht über das Gesetz hinwegsetzen. Da Du dies aber der Leihfirma nicht mitgeteilt hast, konnte keiner was dagegen unternehmen.

Antwort
von webya, 23

sorry, du hast das spiel mitgemacht. jetzt ist es ja auch nicht mehr nachweisbar, dass gegen ein gesetz verstoßen wurde.

Kommentar von eckhardt1007 ,

Ich schreibe doch: die müssen die Stempelkarten 10 Jahre aufbewahren, da sind Sonntage gestempelt oder 14h Arbeitszeit welches auf meinen Abrechnungen oder stundenzetteln die ich habe nicht auftaucht......was willste mehr an Beweis?

Kommentar von webya ,

Das mit den Stempelkarten habe ich in deiner Frage nicht gesehen.

Du bist aber für den "Betrug" auf deinem Stundenzettel verantwortlich. Dieses "Spiel" hast du mitgemacht. 

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