Frage von Ligolodnaja, 145

KKindsvater verschwiegen?

Also noch mal. .. Wie ist es wenn man bei Jugendamt behauptet man weiß nicht wer der Vater ist. 8 Jahre bezieht man UVG und dann kommt raus man wusste wer der Vater ist und hat gelogen.

Antwort
von Menuett, 74

Man kann keine 8 Jahre UVG bekommen. Das ist auf 72 Monate begrenzt.

Das nennt man Sozialbetrug. Das kann mit Gefängnis bestraft werden.

Man wird versuchen das Geld vom Vater zu fordern, wenn da Unterhalt aber bereits verjährt ist, kann das Geld von der Mutter gefordert werden.

Kommentar von Ligolodnaja ,

Ich kenne mich da nicht so gut aus. Aber die ex von meinem Mann meint sie kriegt immer noch uvg und ihr Kind wird bald 9

Kommentar von petrapetra64 ,

kann sie ja auch bekommen, wenn das Kind erst 9 ist, er wird bis 12 Jahre gezahlt, aber eben höchstens 6 Jahre lang insgesamt.

Sie muss UV ja nicht seit Geburt bzw. die ganzen Jahre über erhalten haben.

Ich habe bei meinem ersten Kind von 4 - 10 Jahre UV bekommen und beim zweiten Kind von 8 Monate bis 6 Jahre und 8 Monate.

Antwort
von petrapetra64, 22

Unterhaltsvorschuss gibt es nur 6 Jahre lang, nicht 8 Jahre.

Wenn jemand nachweislich falsche Angaben gemacht hat, dann kann das Geld von der Person zurück verlangt werden und zusätzlich noch ein Strafverfahren wegen Sozialbetruges. Man muss ja jedes Jahr erneut Angaben machen und unterschreiben.

Allerdings ist so was definitiv nachzuweisen nicht so einfach,kann ja sein, man kannte den Aufenthaltsort des Vaters nicht und hat erst später Erkenntnis darüber erlangt. Und wenn sie nicht viel Geld hat, kann man es auch nicht einfach so zurück verlangen, höchstens in Raten, das Kind muss ja versorgt sein.

Ich selbst habe eine Bekannte, die 6 Jahre lang UV erhalten hat und die angegeben hat, dass der Vater in die Staaten zurück gegangen ist und sie nicht weiss, wo er jetzt lebt. Sie hat es aber gewusst und später auch noch mal persönlichen Kontakt. Trotzdem, das Kind ist heute 13, bekam sie deswegen nie Probleme.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht, 90

Wenn du falsche Angaben machst, ist das natürlich schlicht und einfach Betrug.

Dass du  (bzw. der Vater des Kindes das Geld dann zurück zahlen muss, ist noch das wenigste) Wenn du dann eine Geldstrafe nicht zahlen kannst, gehst du ins Gefängnis (auch mit Baby)

Kommentar von Ligolodnaja ,

Kann die Frau das alles irgendwie umgehen, immerhin wurde ihr gedroht und sie hatte einfach angst

Kommentar von DerHans ,

Sie gibt einfach den Namen des Vaters bekannt und sagt gleich dazu, dass dieser sie bedroht hat.

Dann wird man ihm schon beibringen, was Sache ist.

Kommentar von Menuett ,

Die Wahrheit sagen und das möglichst schnell. Und halt dazu sagen, dass man mit Angst in Schach gehalten wurde.

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Was zu beweisen wäre.

Kommentar von Ligolodnaja ,

Ach ja und der Vater ist drogenabhängig 

Kommentar von DerHans ,

Dann ist bei dem doch sowieso nichts zu holen. Wozu setzt sie sich dann der Gefahr der Strafverfolgung aus?

Kommentar von Menuett ,

Ja, und?

Kommentar von DerHans ,

Dann spricht doch nichts dagegen, seinen Namen zu nennen.

Kommentar von Ligolodnaja ,

Sie kriegt jetzt Nachrichten , dass jemand bei Jugendamt verraten will wer der Vater ist und sie hat einfach nur Angst 

Kommentar von Ligolodnaja ,

Man weiß ja nie wie der Junkie reagiert 

Kommentar von DerHans ,

Dafür muss man sich ja nicht bedrohen lassen. Dann sitzt der im Ruck Zuck im Knast und kann endlich einen Entzug machen.

Antwort
von TreudoofeTomate, 89

Dann hat man betrogen, bekommt eine Strafanzeige und muss außerdem die zu Unrecht erhaltenen Sozialleistungen zurückzahlen.

Antwort
von steinpilzchen, 87

Du wirst es wohl zurückzahlen müssen aber vielleicht wärest du mit einem juraforum besser beraten.

Kommentar von Ligolodnaja ,

Ich bin es nicht.  Das ist die ex von meinem Mann.  Aber es geht nicht um sein Kind sondern um das Kind was er miterzogen hat.

Antwort
von jimpo, 27

Ist doch klar, daß das Geld zurück gezahlt werden muß. Das ist ja noch das kleinste Übel. Da wird dann noch Einiges auf Dich zukommen und das wird noch teurer. Mach Dich auf Einiges Gefaßt.

Antwort
von KoyeDersim62, 76

Einfach angeben, wer der Vater ist ...und das alleinige Sorgerecht beantragen... Falls du es verschweigst... Und der Vater es herausbekommt... Dann hast du ein Problem

Kommentar von steinpilzchen ,

vielleicht will der vater es ja ebenfalls um den Unterhalt zu sparen

Kommentar von KoyeDersim62 ,

man muss es trotzdem angeben

Kommentar von steinpilzchen ,

ist mir schon klar ich wollte nur auf ein weiteres mögliches Motiv für duese Straftat aufmerksam machen

Antwort
von Roquetas, 62

Damit dürfte der Straftatbestand des Betruges gemäß § 263 BGB erfüllt sein. Ob das auch für den Vater gilt, lässt sich anhand des Sachverhalts abschließend nicht beurteilen. 

Aufgrund dieser Sachlage, bedeutet das, dass sich  die Mutter durch die Unterhaltsvorschusszahlungen ungerechtfertigt bereichert hat  mit der Folge, dass die zuständige Behörde Rückzahlung geleisteteter Unterhaltsbeträge gemäß §812 BGB verlangen kann. 

Kommentar von Maloiya ,

Die Frage ist nur von wem: ich vermute eher vom Kindsvater, als von der Mutter. Abgesehen davon kann man ohnehin max 6 Jahre UVG beziehen.

Kommentar von Roquetas ,

Daher mein Satz: 

Ob das auch für den Vater gilt, lässt sich anhand des Sachverhalts abschließend nicht beurteilen. 

Kommentar von Ligolodnaja ,

Auf einen Neuantrag bekommt man weiter UVG. 

Kommentar von Menuett ,

Nein, der ist auf 72 Monate begrenzt, den kann man nicht nochmal beantragen.

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Aber nur, wenn sie den zu Unrecht erhaltenen Unterhaltsvorschuss in voller Höhe zurückgezahlt hat.

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Von der Mutter, schließlich hat sie den Betrug begangen. Warum?

  • Weil es laut Ihrer Aussage bis dato gar keinen Vater gab und
  • weil der Vater überhaupt erst ab Inverzugsetzung zur Unterhaltszahlung verpflichtet ist.
Kommentar von Roquetas ,

Genau so ..D.H.

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