Frage von Laura161999, 46

Kitten erziehen?

Hallo ich habe ein 12 Wochen altes kitten (katerchen). Am Anfang war er natürlich ganz zurückhaltend und schüchtern er war ja in einer fremden Umgebung es ist jetzt 2 Wochen her und wärend dessen haben wir ihn immer mit unseren Händen spielen lassen seid dem wirft er sich immer auf den Rücken und will spielen so das man ihn kaum anfassen kann Jetzt haben wir gemerkt das wir einen Fehler gemacht haben und wollen wissen wir wir ihn das abgewöhnen (nein und weg bringen hilft nicht da man ihn dann kaum anfassen kann weil er sich an die Hand krallt und verdreht

Expertenantwort
von NaniW, Community-Experte für Katze & Katzen, 13

Hallo Laura161999,

der Kater ist erst 12 Wochen alt. Das der noch rüpelhaft spielt, also auch mal kratzt und beißt, ist normal. Was hier gaaanz dringend fehlt, ist ein Altersgleichen Artgenosse !! Katzen gehören in Gesellschaft und nicht in Einzelhaft ! Und erziehen kann man Katzen auch nicht, dann hättest du besser einen Hund anschaffen sollen !!

Du bekommst jetzt von mir Info zu Erziehung und Einzelhaltung.

Allgemeininfo zumn Thema Erziehung:

Katzen lassen sich nur in einem gewissen Maß erziehen, sagen wir lieber Trainieren. Und es gibt einfach Dinge, die sie nie lernen kann, weil sie gegen ihre Natur sind. Dann hättest du dir vielleicht besser einen Hund anschaffen sollen. Katzen werden Verbote immer übertreten und Reviergrenzen, z.B. wie der verbotene Sessel, überschreiten.

Du kannst es mit dem Kommando "NEIN!" versuchen. Immer dann, wenn du die Katze bei einer Tat erwischst, in einem strengen, möglichst immer gleichen Tonfall "Nein" sagen. Manche Katzen reagieren besser auf "Lass das!" Hierbei sollte die Betonung auf dem "S" liegen, da es für die Katze wie ein fauchen eines Artgenossen klingt.

Bitte niemals eine Katze für ihr Fehlverhalten bestrafen. Denn Katzen sind einfach nicht in der Lage, eine Bestrafung mit der vermeintlichen Tat zu verknüpfen.

Mittelalterliche Methoden wie Wasserspritze oder Zitrusdüfte, Pfeffer, Zwiebeln, Chinaöl ect. sind unbedingt zu vermeiden. Dies kann das Vertrauen zwischen Mensch und Katze derart schaden, das die ganze Situation nur schlimmer und am Ende, möglicherweise, die Katze Unsauber wird.

Die Katzenverhaltensberaterin Christine Hauschild hat diese
"Therapiemaßnahme" mit dem Wasserspritzen z.B. mal unter die Lupe
genommen.
http://www.snautz.de/magazin/katzenerziehung-ohne-spruehflasche.html

Du kannst einer Katze aber mit dem Clickertraining einiges bei bringen. Denn auch Katzen wollen gefordert und gefördert werden.
Hier mal eine tolle Seite, die das Ausführlich erklärt:
https://katzentraining.wordpress.com/2011/08/20/schritt-1/
Und natürlich kann ich dir noch das Buch von Birga Dexel Empfehlen

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Allgemeininfo zum Thema Einzelhaltung:

Das Katzen Einzelgänger sind, ist leider noch immer ein weit verbreiteter Irrglaube. Studien belegen, das Katzen die Gesellschaft von Artgenossen brauchen. Einzig auf der Jagd, sind sie wirklich lieber alleine. Freilebenden Katzen bilden sogar, freiwillig, große Kolonien in denen sie zusammen leben. Auch Hauskatzen pflegen draußen soziale Kontakte.

Natürlich gibt es vermeintliche Einzelgänger, denen Artgenossen nicht all zu viel bedeuten oder die in einer Gruppe einfach nicht Fuß fassen können. Doch diese haben, meist schon in der Prägezeit, eine sehr tiefe und enge Bindung zu Menschen aufgebaut, oder ein Traumatisches Erlebnis im zusammen leben mit Artgenossen erlitten und sind absolute Ausnahmen. Und selbst diese „Einzelgänger“ pflegen, auf ihre Art und Weise, draußen soziale Kontakte.

Eine Katze in Einzelhaft, vor allem noch schlimmer wenn es eine reine Wohnungskatze ist, wird mit großer Sicherheit auf kurz oder lang, Verhaltensauffällig.
Auch die Meinung, Katzen kann man lange alleine lassen, ist seit Jahrzehnten veraltet. Katzen stumpfen mit der Zeit ab und vegetieren eher vor sich hin, wenn sie zu viel alleine gelassen werden. Selbst wenn der Besitzer viel zu Hause ist, ist es kein Vergleich zu einem Spielgefährten mit dem man raufen, toben und spielen oder auch mal Kräftemessen kann. Das was Katzen untereinander teilen, können wir Menschen ihnen niemals geben.
Bitte ermögliche deiner Katze Gesellschaft durch einen Artgenossen !

Alles Gute

LG

Expertenantwort
von maxi6, Community-Experte für Katze & Katzen, 7

Wenn Du mit Deinem Katerchen spielst, solltest Du jetzt langsam ein Spielzeug benützen, so nen Katzenangel oder auch ne einfache, etwas dickere Schnur mit ein paar Knoten drin.

Sollte Dein Katerchen auf Deine Hände gehen, nimm die Hände weg und gib ein energisches Nein von Dir. Wenn das nichts nützt, geh selber ausser Reichweite des Katers. Das solltest Du jedes Mal so machen, wenn das Kerlchen wieder an die Hände will. Katzen lernen durch Wiederholung.

Dann solltest Du Dir mal Gedanken machen, ob Du Deinem Kater nicht nen Kumpel besorgen willst, der ähnlich im Charakter und Alter sein sollte.

Katzen sind keine Einzelgänger, sondern soziale Tiere, die gerne einen Artgenossen um sich haben und den auch brauchen, vor allem zum Spielen, Kuscheln und Raufen. Gerade so kleine Katzen sollten nicht alleine aufwachsen müssen.

Auch wenn Du täglich stundenlang mit ihm spielst, ein Mensch ist niemals ein vollwertiger Ersatz für einen kätzischen Kumpel. Dein Kater würde dann natürlich mit dem Kumpel spielen und raufen und würde Dich verschonen.

2 Katzen machen auch nicht mehr Arbeit als eine, bringen aber doppelte Freude.

Antwort
von Achim19651, 9

Moin,

der sieht Deine Hand als Beute und will mit ihr spielen. Jede Bewegung ist interessant.

Versuche dich mal zu überwinden und die Hand plötzlich ganz still zu halten, wenn er sich danach dreht. Mag zwar anfangs mal wehtun, aber die Hand wird als Spielzeug dann schnell uninteressant. Bewegt sich ja nichts.

Antwort
von kaesdreher, 7

Ihr habt aber schon gemerkt, dass es sich hier um einen Kater handelt und NICHT um einen Hund? Ein Kater hört nicht auf "nein" und "weg". Und wenn ihr eure Hände als Spielzeug benutzt, müsst ihr euch nicht beschweren, wenn der Kater sie zerkratzt. Das hättet ihr euch mal besser vorher überlegen sollen. 

An einem Kater kann man nicht besonders viel erziehen. der ist jetzt in seiner Sturm- und Drangphase und tobt sich aus. Mit Anfassen ist jetzt erst mal Essig. Ihr könnt euch bemühen, ihn nur noch mit Spielzeug an der Angel zu bespaßen. Vielleicht legt es sich in einigen Wochen dann wieder und er lässt sich vielleicht wieder anfassen. Aber dazu braucht ihr sehr viel Geduld.

Kommentar von Laura161999 ,

Man kann einen Kater erziehen das hat nichts mit einem Hund zu tun ein Tier lernt sowas und ich beschwere nicht nicht wegen den paar Kratzern es geht mir ums allgemeine das es nicht gut ist jeder macht mal Fehler da muss man nicht direkt Partie werden. Und alles super ausm Kontext gerissen 👍

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