Frage von miss1708, 53

Kita eingewöhnung sehr schwierig?

Hey Liebe Mütter

Ich fange im Januar wieder an zu arbeiten und habe jetzt mein kleinen 20 monaten alten Jungen in die Kita gebracht und mir viel Zeit genommen um ihn einzugewöhnen. Das fing so gut an, die erste woche war zu schön um wahr zu sein. Das meinten auch die erzieher. Er war begeistert und spielte und kam gut in die gruppe rein. Erst ging ich 5 min dann eine std und mittlerweile bleibt er von 10-12 , isst mittag mit alles toll. Bis heute. Wir sind in der vierten woche und plötzlich ist er nur am weinen. Er lässt sich nicht trösten und schreit nach mir. Ich soll jetzt in der teeküche sitzen und abwarten, weil wir ja auch die eingewöhnung nicht verhauen sollen, soll ich nicht rein. Halbe stunde soll ich warten und ihn abholen. Ich höre ihn weinen und nach mir schreien und das macht mich echt fertig. Habt ihr erfahrung mit solchen momenten und wie es weiter geht? Meint ihr das kriegt sich wieder? Ich bin echt verzweifelt ob ich ihn je eingewöhnen kann :(

Antwort
von Nordseefan, 36

Das kann mehrer Gründe haben. Das neuen, interssante ist nun verpufft es ist Alltag geworden. Mama ist halt doch besser. Das kommt auch bei ältern Kindern immer mal vor.

Kann auch sein, das er eine Krankheit ausbrütet. Oft sind Kinder schon davor sehr quengeling.

Ich finde es aber nicht gut, so wie das forgeführt wird. Um die eigentlich gute Eingewöhnung nicht zu nichte zu machen sollst du ihn nun brüllend eine halbe Stunde dalassen?

Was lernt er daraus? Ich brülle und bin traurig und will zu Mama. Bis die aber kommt muss ich in dem doofen Laden hier erst mal ganz lange brüllen.

Besser wäre es noch mal von vorne zu beginnen. Oder du bleibst ein paar Tage die ganze Zeit da, widmest dich aber auch anderen Kindern. Das kann manchmal funktionieren muss aber nicht, es kommt immer aufs Kind, auf die Erzieher an.

Kommentar von miss1708 ,

Ja ich habe denen auch angeboten, dass ich wieder mitreinkomme, aber sie meinte halt dass wir die eingewöhnung versauen. Wir haben die üblichen 2-3 std jetzt schon auf halbe std zurück gesetzt. Aber die üblichen 2-4 stunden hat er natürlich nicht geweint. Erst seit gestern. Kann auch am wochenende liegen hat sie gesagt.

Kommentar von Nordseefan ,

Ja kann, glaube ich aber nicht, es war ja nicht das erste Wochenende. Viele Kinder weinen am Anfang kurz wenn Mama weg geht, auch ältere noch. IN der Regel lassen sie ich aber schnell ( 5 Minuten) beruhigen und ablenken. Dauert es länger sollte man nach der Ursache forschen.

Jeder hat da sicherlich seine eigene Meinung. Ich bin selber im KIndergarten tätig und halt der Meinung das man die Eingewöhnung NICHT versaut wenn am noch mal bei 0 startet. Denn eine halbe Stunde dauerweinen ist zum einen deinem Kind nicht zuzumuten, aber auch für die anderen ist das nicht so toll.

Kommentar von miss1708 ,

Hey, danke für deine antwort. Hast du vollkommen recht habe jetzt auch von 0 angefangen. Auf meinen wunsch. Das sind die jetzt auch drauf eingegangen. Dazu kommt dass seine erzieherin jetzt im urlaub ist und das ist ja nochmal eine extra belastung. Ich geh jetzt jeden tag eine stunde mit bis sie wieder da ist. Die vertreung ist leider nicht so motiviert 😑

Antwort
von Allyluna, 25

Hallo miss1708,

ich kenne das von meinen Kids - allerdings in stark abgeschwächter Form - und von anderen aus der Nachbarschaft und dem Freundeskreis in ähnlichem Ausmaß, wie bei Dir.

Es ist "normal" und wird sich wieder einpendeln! Meist begreifen die Kleinen nach einer gewissen Zeit, dass sie aus der Geschichte - also der Kita - nicht mehr rauskommen, dass "DAS" jetzt ihr tägliches Geschäft ist. Manche registrieren das so nebenbei und machen dann weiter wie bisher, andere verunsichert diese Erkenntnis stark - so wie es bei Deinem Kind jetzt zu sein scheint. Oder hast Du den Eindruck, etwas Grundsätzliches hat sich z.B. in der Kita geändert? Hat der Bezugserzieher gewechselt oder drückt der Schuh woanders? Dann kann das natürlich auch ein Grund sein.

Ansonsten: Vertraue den Erziehern. Es ist schwer, sein Kind weinen zu hören und nicht hingehen zu können. Aber es ist ja nicht allein. Er wird getröstet, umsorgt und hat im Grunde ja alles, was er braucht. Jetzt muss er lernen, mit der Erkenntnis umzugehen, dass Du a) weg bist, für ihn nicht jederzeit greifbar und das jetzt "immer" - aber auch, dass Du b) ebenfalls immer wiederkommst.

Ich weiß nicht, wie es bei Euch in der Kita gehandhabt wird (und es hängt auch immer vom Kind ab) - bei uns gibt es ein Fotobuch, dass die Eltern den Kindern mitgeben. Darin sind Bilder der Familie, der Haustiere, Omas und Opas, der besten Freunde, etc... manchen Kindern hilft das, sich die Bilder anzuschauen und sie beruhigen sich schnell. Oder auch das altbekannte Trost-Kuscheltier - hat er sowas? Letzteres war (und ist) immer der Retter in der Not bei meinen Kindern.

Alles Gute!

Antwort
von Prettylilthing, 8

Habt ihr denn eine Art Ritual beim Abgeben? Eigentlich wäre es jetzt an der Person die die Eingewöhnung mit euch durchgeführt hat das Problem zu lösen.

Wie geht es denn dir im Allgemeinen? Gab es zu Hause irgendwelche Probleme (mit Partner etc.?) im Beruf? Fühlst du dich wohl in deiner Haut? Das kann alles eine Rolle spielen. Manchmal glaubt man gar nicht wie sehr das Wohlbefinden des Kindes durch das eigene beeinflusst wird.

Kommentar von miss1708 ,

Hey, danke für deine antwort. Mittlerweile ist er sehr sehr anhänglich, im übrigen ist er etwas angeschlagen schläft unruhhig und hat ein wenig fieber nachts. Also denke mal der brütet auch was aus. Dazu ist sein daddy seit wochen im ausland wegen eines jobs. Das spielt vielleicht auch eine rolle. Und wenn das alles nicht reicht hat seine erzieherin jetzt urlaub und die vertretung ist nicht gerade motiviert. Ich bringe ihn jetzt imme eine std am tag und bleibe mit ihm. Haben jetzt die eingewöhnung davor versaut aber ich seh gerade keine andere lösung bis seine erzieherin wieder kommt...

Kommentar von Prettylilthing ,

Das ist natürlich blöd. Ich habe selbst schon Eingewöhnungen durchgeführt deshalb all die Fragen. Dass der Papa nicht da ist spielt bestimmt eine Rolle. Kinder sind da empfindlicher als man denkt :) dann hoffe ich das es danach besser wird und die Erzieherin bald wieder da ist :)

Antwort
von BarbaraAndree, 23

Als ich wieder arbeiten musste, war unser Sohn 15 Monate alt und ich habe ihn auch begleitet, aber nicht so lange wie du, sondern nur eine Woche, weil alles gut lief und er sich schon mit einigen Kindern angefreundet hatte. Aber dann fing er auch an zu weinen und wollte nicht dorthin, sondern zu Hause bleiben. Ich habe dann unterwegs erzählt, dass die anderen Kinder schon auf ihn warten und mit ihm spielen möchten. Das hat ihn dann beruhigt und so langsam hat es geklappt, aber es gab zwischendurch immer wieder Rückschläge. Als er drei Jahre alt wurde, hat er sich strikt geweigert, er wollte nicht mehr in die Kita! Mein Mann und ich mussten abwechselnd Urlaub nehmen, um eine neue Betreuung zu finden. Ich hatte das große Glück, in unmittelbarer Nachbarschaft im Kindergarten einen Platz zu bekommen und dieser Wechsel hat prima geklappt. Als ich am ersten Tag bei ihm blieb, sagte er mir, ich könne ruhig gehen, es würde ihm gefallen. Ich kann gar nicht beschreiben, wie gut mir das getan hat. Unser Sohn blieb bis zur Einschulung dort und hat sich rundherm wohl gefühlt.

Kommentar von miss1708 ,

Das hört sich ja beruhigend an. Aber dein kind is ja eine ganze weile trotzdem dahin gegangen? Ich schau mir das mal noch ein wenig an und wenns nichts wird werd ich auch mal mich nach anderen kitas umschauen. Danke dir

Kommentar von BarbaraAndree ,

Wenn ich ihn morgens brachte, warteten schon die anderen Kinder, deswegen war er auch abgelenkt. Aber mir sagte einmal eine andere Mutter, dass mein Sohn sehr oft geweint und nach mir gerufen hätte. Das hat mir sehr weh getan. Wenn er mich oder meinen Mann nachmittags sah, war die Freude natürlich groß und er erzählte dann alles, was er erlebt hatte. Dass er in der ganzen Zeit immer wieder  Phasen hatte, wo er weinte, haben wir erst später erfahren. Das belastet natürlich. Im Kindergarten war das völlig anders, die Einrichtung war fast nebenan und er konnte ab einem bestimmten Alter sogar alleine nach Hause gehen.

Antwort
von Veruschka61, 26

Ich bin sehr erstaunt. Ich kenne das nur anders herum, dass meine Kinder  in den ersten Tagen oder in den ersten Minuten beim Abschied traurig waren, aber danach war alles okay. Kann es sein, dass dort etwas Grundsätzliches nicht in Ordnung ist? Nicht alle Erzieher behandeln die Kinder gut. Normalerweise hätte es sich bisher eingewöhnt. Das ist aber nur ein Gedanke, der mir kommt. Vielleicht wäre er in einer anderen Kita glücklicher.

Allerdings gibt es Kinder, die generell sehr sensibel sind und sehr viel weinen.

Kommentar von miss1708 ,

Ja genau, dachte auch erstmal, dass es am anfang schwer und danach einfacher ist. Am anfang meinte die erzieherin noch, dass es später noch kommen kann mit dem weinen als es am anfang noch gut ging. Naja mal gucken was die tage noch bringen :(

Antwort
von PoisonArrow, 19

Ja, das kann "die Hölle" sein.

Manchmal von Anfang an, oder auch - wie bei Dir - erst nach einer gewissen Zeit.

Dass jetzt schon 3 Wochen hinter Euch liegen, ist ein Vorteil. Es ist nicht alles neu und fremd, man fängt nicht von Null an.

Die Erzieherin ist in dieser Situation gefragt und gefordert.

Zusammen mit Deinem Sohn gehst Du in die Spielecke oder schnappst Dir ein schönes Buch. Während Du eigentlich mehr den passiven Part übernimmst - aber DA bist - spielt die Erzieherin mit dem Sohn oder schaut das Buch an.

Gewöhnlich dauert es nicht lange und andere Kinder schließen sich der Aktion an. Meist sitzt man schon nach kurzer Zeit in einem Pulk aus Kindern.

Dann ist Junior komplett abgelenkt und Du kannst Dich zurückziehen.

So hat es zumindest in meinem Fall funktioniert.

Es gab Tage, da hat NICHTS geholfen und es kostete Zeit und Nerven, dem Kind zu bedeuten "Du bleibst jetzt hier, und ich gehe weg".

Letztendlich muss das Kind lernen:
Hier passiert mir nichts Schlimmes, ich habe hier Spaß.
Mama sagt, sie kommt wieder - und das tut sie auch!
Und mit das Wichtigste:
Die Konsequenz. Mama sagt sie muss jetzt los, und sie geht auch.

Irgendwie müsst Ihr da durch. Am besten ist aus meiner Sicht immernoch die sanfte aber bestimmte Art. Ruhig aber definiert, Lieb + freundlich und doch hast DU das letzte Wort.

Alles Gute + Toi Toi Toi

Grüße, ------>

Kommentar von miss1708 ,

🙏 ich danke dir

Antwort
von kidsmom, 24

Ich finde die Meinung u.a. von Nordseefan gut;
Den auch ich kenne es, sowie bei Veruschka61 nur umgekehrt.

Wenn diese Kita es schon ermöglicht, dass du vor Ort bleiben kannst, dann nimm ihn für diesmal mit.

Wenn er "normal" weinen würde, weil er dich nun doch vermisst, aber lt. deinen Angaben brüllen...da ist die Sachlage "schärfer".

Stürme aber nicht auf ihn zu, sondern ev. kann eine Lösung gemeinsam mit der Erzieherin gefunden werden.

Vll. gleich während der Kleine dabei ist. Sodass er dich jetzt mal hat - sozusagen, beruhigt ist, möglicherweise geht er während des Gespräches wieder spielen.

Auch ich tippe darauf, dass er etwas "ausbrütet". Das sind so typische Anzeichen dafür.

Vor allem, da es bislang so klaglos geklappt hat.

Eine Kita, Schule usw. ist eine Brutstätte an Bazillen, kaum steckt man nur die kleine Zehe hinein, schwupp , der Infekt überfällt einem schon;)

Wenn dem so ist, das wird sich ja herausstellen, dann wird das möglicherweise  öfters vorkommen.

Kommentar von miss1708 ,

Ja da hast du recht mit den bazillen😷 vielleicht liegt es wirklich daran. Na mal gucken was die nächsten tage bringen was wir für eine lösung finden können. Ich danke dir ganz herzlich 🙏

Kommentar von kidsmom ,

gerne, ist eine schwierige Phase!

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