Wir haben einen riesigen Kirschbaum im Garten. Die Kirschen schmecken aber eher bitter und sind kleiner. Sind das Wildkirschen oder woran kann das liegen? Ich erwarte keine Ferndiagnose, aber vielleicht hat ja jemand eine Idee.
Ich rate dir die Kerne zu Wärmekissen zu verarbeiten, dann hast du wenigsten was von deinem Baum! Oder versuch dich an einem Kirschwein, sonst fällt mir auch nichts ein.

Das kann gut sein. Die riesige Krone ist ein Hinweis dafür. Wildkirschen werden wesentlich größer als Sauerkirschen. Allerdings werden Wildkirschen auch Süßkirschen genannt. Keine Ahnung ob die normalerweise bitter schmecken. http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BC%C3%9Fkirsche
Die Bezeichnung "Süßkirsche" für "Wildkirsche" ist mir noch nie untergekommen - was man hier so alles lernt!
Haben die Zweige hier und da Dornen (ähnlich wie die von Stachelbeeren, ggf. etwas länger, aber nicht so dicht)? Dann sind das auf jeden Fall Wildtriebe (Kirschen, Äpfel, Pflaumen etc. gehören zu den so genannten Rosengewächsen, und wenn die auswildern, schlägt das durch).
Hast du's mal mit Gelee oder Marmelade versucht? Wir hatten früher eine wilde Pflaume, das Pflaumenmus von diesen Früchten war viiiiel leckerer als das von normalen.

Für mich klingt das nach wilden oder wieder verwilderten Kirschen.
Dagegen gibt es aber ein ganz brauchbares Mittel: das Aufpfropfen von Zweigen "guter" Kirschen. Damit werden diese Zweige dann vom vorhandenen Baum versorgt und können sofort Früchte tragen, die auch schmecken. Mein Opa hat das mit unseren Kirschbäumen gemacht und es gab sogar mehrere verschiedene Kirschen (süß, sauer, rot und gelb) auf einem Baum!
Zum Pfropfen auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Aufpfropfen
Auch ein Kirschbaum gehört regelmässig geschnitten, dann werden die Kirschen zumindest auch wieder grösser. Aufpfropfen, stimmt, ist auch eine gute Idee, da kann man gleich noch verschiedene Sorten anbringen, aber dazu gehört der Baum erst einmal radikal zurückgeschnitten.