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Kirchensteuer - Warum ist der Staat Handlanger der Kirchen?

gefragt von peter1010 am 08.12.2008 um 20:01 Uhr

Warum ist der Staat Handlanger der evangelischen und katholischen Kirche? Der Staat zieht treuhänderisch je nach Konfessionszugehörigkeit Monat für Monat für die Kirche die Kirchensteuer ein. Eigentlich ist diese Art sehr primitiv. Warum muss in Deutschland, Österreich und einigen anderen Ländern für den Glauben bzw. Zugehörigkeit zu einer Kirche "gezahlt" werden. Viele Länder Leben ohne eine Kirchensteuer. Es ist doch alleine Sache der Kirchen, zu ihrem Geld zu kommen, oder? Das würde ja bedeuten, wenn ich aus steuerlichen Gründen aus der Institution Kirche austrete, bin ich nicht mehr gläubig!!!!!!!!!!!!!!!

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Kirche x 1.210 Inkasso x 274 Kirchensteuer x 89 staatliches x 2 Kirchensteuereinzug x 1

DerAufbereiter
beantwortet von DerAufbereiter am 8. Dezember 2008 20:13
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War es nicht damals der a d o l f ,der den Deal mit der Kirche gemacht hat ? Glaube schon. Dafür haben die dann zu ihm gehalten.

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 8. Dezember 2008 20:16

Ja, das wird leider zu oft vergessen!

Kommentar von 0248c2611010ee400273b82a82f8095esmallmorus am 9. Dezember 2008 22:38

FALSCH, die Gründe dafür sind älter.


gerwitt
beantwortet von gerwitt am 9. Dezember 2008 09:09
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Der Staat ist in diesem Fall nicht Handlanger sondern Nutznießer der Kirchen. Da der Staat die Einkommensteuer einzieht, hat er sich gegenüber den Kirchen auch angeboten, mit der Einkommensteuer die Kirchensteuer - die eine reine Abgabe der Kirchen ist und keine staatliche Steuer - einzuziehen.

Das lässt der Staat sich richtig gut von den Kirchen bezahlen. Der Staat tritt bei der Kirchensteuer also gleichsam als Inkassostelle für die Kirchen auf.

Somit verdient der Staat als noch am Einzug der Kirchensteuer.

Ergo: Es sind die Christen in unserem Land, die mit ihrer Kirchensteuer auch zugleich einen extra finanziellen Beitrag für den Staat und das Gemeinwesen leisten.

Es sollten sich also all jene zurück halten, die meinen, der Staat würde hier was für die Kirchen tun. Genau das Gegenteil ist nämlich in Wahrheit der Fall!!

Jene, die als Nichtchristen oder als ausgetretene Christen dieses System kritisieren oder sogar verurteilen, sollten also mal ganz schön stille sein. Denn sie müssen eigentlich den Christen dankbar sein, dass sie durch dein Einzug der Kirchensteuer durch den Staat noch einen zusätzlichen Beitrag zur Staatsfinanzierung leisten.

Das ist auch der Grund, warum keine Partei in Deutschland dieses Prinzip aufgeben will, weil sie sich damit einen Geldhahn selber abdrehen würden.

Kommentar von 324277694cbbb21d163ffa1ec7171dafsmallKalleZabel am 28. April 2009 08:27

Wieso, um alles in der Welt, soll ich dafür "dankbar" sein?? Dafür, dass diese Finanzen dann in Übersee - Abenteuer der Bundeswehr verpulvert werden? Dafür, dass einzelne Wirtschsftzweige (z. B. derzeitig die Autoindustrie!) durch schwachsinnige Subventionen gestützt werden? Dafür, dass Penner und Drückeberger mit zweifelhaften sozialen Stützen bedacht werden?? Überlege erst, bevor Du dumnmes Zeug schreibst!!

Kommentar von 69d22410151448bb4977155a740ea7a9smallgerwitt am 28. April 2009 08:37

Das kannst du dann doch nicht den Kirchen vorwerfen, wenn der Staat das von ihm eingezogene Geld es für Zwecke ausgibst, die du nicht gutierst. Dann musst du dagegen halt mit deinem Stimmzettel am Wahltag abstimmen, aber den Kirchen nicht diese Vorgehensweise vorwerfen. Im Übrigen verwahre ich mich gegen diese Distanzlosigkeit und Frechheit, mir zu unterstellen, ich würde nicht vorher überlegen, bevor ich hier was schreibe. Es wäre schön, wenn du noch etwas Sinn für Stil und Anstand hättest!


strick4a
beantwortet von strick4a am 8. Dezember 2008 20:05
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Ich habe seit Ewigkeiten keine K-S mehr bezahlt, aber wenn ich mich recht entsinne, ist die Höhe der Beiträge abhängig vom jeweiligen Einkommen, also macht das schon Sinn...

und von irgendwas müssen die Pfarrers und Pastors ja auch leben....:-)

Kommentar von peter1010 am 8. Dezember 2008 20:06

das ist richtig, nur sollte dann die Kirche die Steuern selbst einziehen!

Kommentar von Simple_avatar5smallMismid am 8. Dezember 2008 20:08

das verstößt doch gegen den Datenschutz! Würdest du deinem Pfarrer sagen wieviel du verdienst?

Kommentar von peter1010 am 8. Dezember 2008 20:11

das gleiche Prozedere ist doch auch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Datenschutz heißt doch nichts anderes als die Verpflichtung zu wahren, Daten nur intern zu verwenden.

Kommentar von Fc0d271649906bf68421ef985f83eb53smallstrick4a am 8. Dezember 2008 20:08

..ein seperates Kirchenfinanzamt...??

das wärs....lach

Kommentar von F76b930239b9abf238bd403d2bc4d03dsmallGuppy194 am 8. Dezember 2008 20:14

das gibts; jedes Bistum in Deutschland hat ein eingenes Kirchensteuer(finanz)amt; wenn man seinen Einkommensteuerjahresausgleich macht bekommt man vom Kirchensteueramt eine gesonderte Berechnung über die entsprechend zu zahlende bzw. zu erstattende Kirchensteuer; das "normale" Finanzamt hat damit nichts zu tun; aus Gründen der Praktikabilität zieht das Finanzamt zusammen mit der Lohnsteuer auch die Kirchensteuer ein und führt sie ab; eine Erstattung oder eine Nachforderung erfolgt jedoch durch das Kirchensteueramt.

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 8. Dezember 2008 20:07

Ahja, und wovon leben die Rabbiner? Es geht doch hier nur um die Ungerechtigkeit, dass der Staat die Arbeit übernimmt. Es geht nicht um die Berechtigung, eine Vereinsgebühr zu nehmen!

Kommentar von 255a61dca803698aa671477dcda916f9smalljobo22 am 8. Dezember 2008 20:15

Es ist doch einfach und fair, denn... ...die Bemessungsgrundlage für diese Steuer sind die Einkommenssteuer bzw. die Lohnsteuer. Kein anderer hat diese Angaben...

Kommentar von F76b930239b9abf238bd403d2bc4d03dsmallGuppy194 am 8. Dezember 2008 20:16

@ strick4a und @ mismid: was Du meinst, ist das Kirchgeld, das in den Pfarreien von jedem Mitglied bezahlt werden sollte; rechtlich gesehen könnte es sogar eingezogen werden; darauf wird aber verzichtet; die Höhe des Kirchgeldes wird durch Selbsteinschätzung bestimmt; das ganze hat aber nichts mit der Kirchensteuer zu tun; das Kirchgeld verbleibt bei Deiner Heimatpfarrei.


jobo22
beantwortet von jobo22 am 8. Dezember 2008 20:04
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Glaube und Kirche sind eh 2 paar Stiefel. Und wer das nun abkasiert ist doch egal...

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 8. Dezember 2008 20:06

Egal ist 88. Schließlich können die anderen Religionen nicht darauf vertrauen, dass der Staat ihnen die Arbeit abnimmt.

Kommentar von 255a61dca803698aa671477dcda916f9smalljobo22 am 8. Dezember 2008 20:09

HH Was meinst du? Schließlich können die anderen Religionen nicht darauf vertrauen, dass der Staat ihnen die Arbeit abnimmt Aber in Deutschland - wo ist aber das Problem? Schliesslich werden mit dem Geld auch Hilfsprojekte unterstützt...

Kommentar von 255a61dca803698aa671477dcda916f9smalljobo22 am 8. Dezember 2008 20:13
Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 8. Dezember 2008 20:15

Egal ist 88 heißt, es ist egal (=gleich) wie herum man die Zahl liest, sie bleibt immer gleich. Was hat das mit dem Hamburger Kennzeichen zu tun? wunder

Ich finde es halt ungerecht, dass die christlichen Religionen bevorzugt werden. Und davon ja auch nur zwei Richtungen.

Kommentar von 255a61dca803698aa671477dcda916f9smalljobo22 am 8. Dezember 2008 20:18

Also ich kenn 88 nur als Code aus rechten Kreisen(8. Stelle Alphabet h - HeilH....). Deswegen war ich jetzt etwas verwundert ;-)) ... Ich finds wiederum gut, dass die Steuer sich nach dem Einkommen richtet - ist fair... ...die Bemessungsgrundlage für diese Steuer sind die Einkommenssteuer bzw. die Lohnsteuer. Kein anderer hat diese Angaben...

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 9. Dezember 2008 18:00

Das mit dem Code von rechts ist mir neu. Der Spruch mit "egal ist achtundachtzig" stammt noch von meiner Großmutter, die den rechten Kreisen so fern wie möglich stand...


CrazyDaisy
beantwortet von CrazyDaisy am 8. Dezember 2008 20:02
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Es gibt in Deutschland keine echte Trennung zwischen Staat und Kirche. Es gibt ja häufig immer noch christlichen Religionsunterricht in den Schulen. Auch das ist eine Ungerechtigkeit.

Kommentar von F76b930239b9abf238bd403d2bc4d03dsmallGuppy194 am 8. Dezember 2008 20:18

niemand ist verpfichtet daran teilzunehmen; es kann stattdessen das Fach "Ethik" gewählt werden; wenn "Ethik" nicht angeboten werden kann, dann ist eben für die betroffenen Schüler frei.

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 9. Dezember 2008 17:57

Erstens stimmt das so nicht immer. Ich musste damals, um mein Abitur machen zu können, Religion belegen, da keine Ethik angeboten wurde. Ich wurde nicht vom Unterricht freigestellt. Außerdem konnte ich nur zwischen evangelisch und katholisch wählen. Jüdische Religion wurde nicht angeboten.


svanny
beantwortet von svanny am 8. Dezember 2008 20:02
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Früher waren Staat und Kirche eben nicht strikt voneinander getrennt. Noch nicht mal heute vollkommen. Wenn das nicht auf diese Weise gemacht werden würde, hätte die Kirche kein Geld mehr.

Entweder du glaubst das Zeug und unterstützt deine Kirche oder du trittst eben aus.


gerwitt
beantwortet von gerwitt am 28. April 2009 08:34
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Menno, der Staat ist nicht Handlanger, sondern Dienstleister und kassierte dafür Jahr für Jahr Millionen von den Kirchen für den Einzug der Kirchensteuer. Da der Einzug der Kirchensteuer automatisch mit dem Einzug der Einkommensteuer erfolgt, bedeutet dieses für den Staat kaum finanzielle Mehraufwendungen, so dass durch diese Dienstleistung der Staat ordentlich sein Staats-Säckel auffüllen kann. Die Kritiker einer solchen Praxis sollten für diese Praxis eher dankbar sein, weil sie der Allgemeinheit (finanziell) zu Gute kommt!


KalleZabel
beantwortet von KalleZabel am 28. April 2009 08:22
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Lieber peter1010! Deine Frage beweist die weit verbreitete Unklarheit in diesem Land: Glaube und Mitgliedschaft in der Kirche sind spätestens seit Paulus etwas völlig verschiedenes!! Aber das lass Dir von Leuten erklären, die darin Übung haben!


morus
beantwortet von morus am 9. Dezember 2008 22:45
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Die Kirche besaß früher etliche eigene Ländereien, über die sie sich finanzierte.Mit dem Reichsdeputationshauptschluss (1802) wurde die Kirche enteignet. Der Staat erhielt die Ländereien. Er bezahlte aber nicht an die Kirche, sondern ließ die Kirchenangehörigen selber zahlen. So wurde die Kirchensteuer eingeführt. Mehr dazu bei: http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsdeputationshauptschluss


pepe33
beantwortet von pepe33 am 9. Dezember 2008 07:21
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Hallo peter1010, in den Steuergesetzen steht es geschrieben, aber nicht in der Bibel. Denn in der Bibel heißt es: Einjeder gibt von Herzen seinen Teil, den er mit Freude geben soll. Im alten Testament ist noch die Rede vom 10.Teil seines Einkommens, dieses wird im neuen Testament durch den oberen Passus "Gebe von Herzen" ersetzt.

Im deutschen Steuergesetzt ist, soweit ich weiß, vorgeschrieben (oder wird die Möglichkeit gegeben), dass eine vom deutschen Staate anerkannte Religionsgemeinschaft (Körperschaft des öffentlichen Rechts mit mind. 2 Millionen Mitgliedern) die "Spenden" vom Staate per Steuer im Voraus kassieren kann oder muss.

Die meisten Weltkirchen aber finanzieren sich aus mehr oder weniger freiwilligen Spenden.

Wenn Du aus der Kirche (ev. oder kath.) austrittst, dann heißt das nicht automatisch, Du bist unchristlich. Dafür gibt es freie evangelische Gemeinden, z.B. die Kirche Christi, auch Iglesi ni Cristo genannt oder Church of Christ. Dieses ist eine weltweite Gemeinde, die sich ausschließlich aus "wirklich freiwilligen" Spenden der Mitglieder finanziert. Und diese Kirche ist recht wohlhabend, denn fast alle, die in dieser Gemeinde sind, geben sehr gern von Herzen. Und hier sind die Spenden zwar wichtig für die Existenz, doch an erster Stelle kommt Gott (Gottesdienste und Gebete) und in erster Linie stehen all' die Brüder und Schwestern und unsere Gemeinschaft mit Herzlichkeit und Liebe!

Das Wichtigste für Dich ist doch, dass Du Deinen Glauben hast und die Gebote Gottes achtest, hilfsbereit bist und die Menschen liebst, wie Dich selbst.

Wenn sich nur alle Menschen dieser Welt annähernd so selbst lieben würden, dann gäbe es überall nur Frieden auf der Welt!

Alles Gute und Gottes Segen wünsche ich Dir!


Guppy194
beantwortet von Guppy194 am 8. Dezember 2008 20:14
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Mismid
beantwortet von Mismid am 8. Dezember 2008 20:07
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egal welcher Religion du angehörst, du mußt immer zahlen....

Kommentar von 355f8640c1989803387073366fe48b6dsmallsvanny am 8. Dezember 2008 20:13

Atheisten an die Macht :)


mandylane
beantwortet von mandylane am 8. Dezember 2008 20:06
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musste Bissmark fragen ...

Kommentar von 69d22410151448bb4977155a740ea7a9smallgerwitt am 9. Dezember 2008 09:11

Wen?

Armes Deutschland, wenn man seinen Namen noch nicht mal mehr richtig schreiben kann!


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