gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ


Kirchensteuer - ohne Glauben?

gefragt von mcgegnermcgegner am 30.05.2008 um 14:53 Uhr

Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus. Ich bin nicht gläubig und habe auch mit dem Gedanken gespielt auszutreten. Andererseits befürchte ich das bei einem weiteren Anstieg katholische oder evangelische Altenheime oder Kindergärten schließen müssen. Jugendgruppen und Gesprächskreise für ältere Menschen wären evtl. auch gefährdet. Was ist/wäre für euch ein Pro oder Contra?


Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Kirche (1125)
Kirchensteuer (88)
christliche Einrichtungen (1)
ähnliche Fragen
Frage beantworten


Kairofan
beantwortet von Kairofan am 30. Mai 2008 14:58
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Meines Wissen finazieren sich die kirchlichen Altenheime, Kindergärten etc. nicht aus der Kirchensteuer - sondern aus Beiträgen derer die diese Einrichtungen in Anspruch nehmen und aus Zuschüssen der Städte, Länder etc. Zudem gefällt mir die Personalpolitik der Kirchen in diesen Einrichtungen nicht. Wer nicht gläubig ist sollte meiner Ansicht nach austreten.

Kommentar von D5e2b26c84d5b6e2ba03e80b0e6c8220smalllittletiger am 30. Mai 2008 15:04

Du sagst es.
"Die Kosten von kirchlichen Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen etc. werden fast ganz - zwischen 85 und 100 Prozent - aus öffentlichen Steuermitteln finanziert oder von Elternbeiträgen, Krankenkassen etc. gedeckt."
http://www.ibka.org/infos/ksteuer.html

Kommentar von 3ab9dfbb83105056ef401f64dc2362a7smallgoldannali am 30. Mai 2008 15:21

DH!


breitfuesse
beantwortet von breitfuesse am 30. Mai 2008 14:55
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Du kannst ja aus der Kirche austreten und die dadurch eingesparte Kirchensteuer den Trägern der von dir benannten Einrichtungen spenden.


wandpilz
beantwortet von wandpilz am 30. Mai 2008 14:56
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich glaube eine Glaubensrichtung, die auf gegenseitige Hilfe und Menschliebe aufbaut, verdient sich ihr Geld anderweitig als mit Steuern bzw. sollte es sich verdienen.

Daher bin ich für gemeinsames Austreten aus der Kirche.


RBMannheim
beantwortet von RBMannheim am 30. Mai 2008 14:57
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Pro ist für mich viel Geld zu sparen und dass ich den ganzen religiösen Quatsch eh nicht ab kann! Contra gibt es für mich praktisch keins, da ich sowieso immer auf weltliche Einrichtungen zurückgreife! Unsere Kinder waren z.B. auch alle im städtischen Kindergarten.


minister
beantwortet von minister am 30. Mai 2008 15:24
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Man sich aus der Solidargemeinschaft oder nicht.

Wenn sich viele entfernen, welche Gesellschaft entsteht dann?

Werden irgendwann viele dastehen und sagen: "Das habe ich nicht gewollt!"?


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 30. Mai 2008 15:10
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Es spricht eigentlich alles dafür, auszutreten.

Zum einen finanzieren sich konfessionelle Einrichtungen der angesprochenen Art nicht wesentlich aus Kirchensteuern und zum anderen halte ich weltliche Einrichtungen für besser. Die Gefahr der - zum Teil durchaus subtilen - Indoktrination durch Religion ist groß; ich würde meine Kinder dem nicht aussetzen wollen.


anonym
beantwortet von nachbrenner am 30. Mai 2008 15:36
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich bin auch nicht gottgläubig und zahle an die katholische Kirche. Das Christentum ist die Grundlge unserer Gesellschaft und die Kirchen pflegen diese Werte. Meine Kirchensteuer betrachte ich als Vergütung für diesen Service.


Felix820
beantwortet von Felix820 am 30. Mai 2008 14:59
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ob du jetzt austritts oder in China fällt ein Sack Reis um...

Dein Beitrag als Einzelner ist unwichtig

Kommentar von 9dbf42916d47d2018a2c65889aa9c54csmallmcgegner am 30. Mai 2008 15:08

Ich wollte auch nur mal ein paar Meinungen dazu hören. Das meine 2 Mark fünfzig kein Altenheim erhalten können, wußte ich auch. ;-)

Kommentar von E92a3f433138e79150c7f6e629b47520smallmia68 am 30. Mai 2008 15:10

...wir leben hier in eine Solidargemeinschaft; insofern ist IMMER jeder Beitrag eines Einzelnen wichtig! (und das gilt darüber hinaus -meiner Meinung nach- übrigens nicht nur aus politischer Sicht)

Kommentar von D5e2b26c84d5b6e2ba03e80b0e6c8220smalllittletiger am 30. Mai 2008 15:18

Meines Erachtens hat sich unsere Gesellschaft leider mehr in die Richtung solidarische Zweckgemeinschaft entwickelt. D.h. solange einer was vom anderen will/braucht ist er solidarisch bis sein Zweck erfüllt ist, aber Gegensleistung kriegt man dann nur mehr selten...

Kommentar von 3ab9dfbb83105056ef401f64dc2362a7smallgoldannali am 30. Mai 2008 15:22

DH! Die Stimme jedes einzelnen ist wichtig!

Kommentar von 3d86c15319329a563c2437ef84687002smallFelix820 am 23. April 2009 21:42

ja stimmt schon

aber wenn wirklich nur ein einziger nicht zahlt dann isses nicht so schlimm


anonym
beantwortet von Charlyweisswas am 3. November 2009 16:11
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Hier ein paar Fakten zur Verwendung der Kirchensteuer für soziale Einrichtungen:

Von allen Aufwendungen für Caritas und Diakonischem Werk (2005 rund 45 Mrd. Euro) werden nur rund 800 Mio. Euro von der Kirche beigesteuert, das sind exakt 1,8 Prozent der Kosten von Caritas und Diakonie, aus der Kirchensteuer davon die Hälfte, also WENIGER ALS EIN PROZENT.

Ähnlich sieht es mit den Verhältnissen bei Kindergärten oder Krankenhäusern aus: auch wenn da eine Konfession über der Tür steht, bezahlt die Kirche nur ein paar Cent dafür.

Ein Kirchenaustritt schadet also beileibe NICHT der Finanzierung irgendwelcher sozialer Dienste.


Frage beantworten

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Mehr verwandte Fragen

Verwandte Fragen
Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.