Kann mir mal jemand Unterschiede zwischen evangelischen und katholischen nennen?

... komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Hallo, DerJunge528,

zwischen denen ist überhaupt kein Unterschied. Das sind Menschen wie alle anderen auch.

Einen Unterschied gibt es allerdings in der Theologie der beiden Konfessionen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wichtige Unterschiede: 1. Die katholische Kirche: sie hat ein Oberhaupt, den Papst; außerdem besteht sie aus einer Hierarchie von Kirchenführern, den Kurienkardinälen, Kardinälen, Erzbischöfen, Bischöfen und Priestern; sie hat viele streng gottesfürchtig lebende Menschen zu Heiligen erhoben, die man als Mittler zu Gott anrufen kann; sie hat die Gottesmutter Maria in einen besonderen Heiligenstand erhoben, die man ebenfalls um Fürbitte anrufen kann; sie hat ein anderes Priesterverständnis als die evangelische Kirche: der Priester allein kann, kraft der ihm vom Papst übertragenen Binde- und Lösegewalt, den Gläubigen von der Sünde lossprechen und ihn damit vor Gott „rechtfertigen“. Der Mensch ist nicht so tief in die Sünde verstrickt, dass er sich nicht durch gute Werke und mit Hilfe des Priesters von der Sünde befreien könnte. 2. Die evangelisch-lutherische bzw. reformierte Kirche: Sie hat kein dem Papst ähnliches Oberhaupt; auch eine Hierarchie wie in der katholischen Kirche fehlt. Die einzelnen Landeskirchen haben allerdings Regionalbischöfe oder Kirchenpräsidenten, außerdem Landessuperindenten, ein Bischof repräsentiert die Gesamtkirche; Heilige, die man anrufen könnte, gibt es in der evangelischen Kirche nicht ; der Pfarrer ist lediglich Erklärer des Wortes Gottes, er hat keine Binde- und Lösegewalt; die Rechtfertigung der Gläubigen vor Gott geschieht allein durch den Glauben an die Gnade Gottes; gute Werke allein können den Menschen von der Sünde nicht befreien, weil der Mensch zu tief in die Sünde verstrickt ist. Hier hilft nur die Gnade Gottes, an die man fest glauben muss (nach Calvin zeigt sich die Gnade Gottes bereits durch Erfolg im Leben)

"Glaube" i. S. der „Rechtfertigung allein aus dem Glauben“  ist nicht allein ein Willensakt, sondern bedeutet gleichzeitig auch praktisches Tun. Andernfalls wäre ja der Satz Jesu im Matthäusevangelium Kap. 7, 21 hinfällig: „Nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr werden in das Himmelreich kommen, sondern die tun den Willen meines Vaters im Himmel.“ Oder die ganze Bergpredigt wäre nichts als leeres Gerede. M.a.W: aus dem Glauben muss gutes Handeln erwachsen. Wer weiter sich der Sünde ergibt, hat nicht angefangen, echt zu glauben. Reue, gute Werke und gute Taten sind notwendige Begleiterscheinungen des Glaubens oder, anders ausgedrückt: der Glaube an Gottes Gnade darf nicht nur gedacht, er muss auch gelebt werden. Luther hatte sich mit seiner Glaubens- und Rechtfertigungslehre gegen die formalistisch aufgefasste augustinische Rechtfertigung durch gute Werke gewandt. Wer den Ablass zahlte, war vor Gott gerechtfertigt, ganz egal, ob er seinen Christenglauben „echt“ lebte oder nur nach außen hin bekundete. .


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo!

Wie scrutinize schon richtig sagte: "Die Unterschiede könnten ein ganzes Buch füllen."

Deshalb kann dir hier keiner deine Frage ausführlich beantworten.
Katholiken und Evangelische (Ich selber gehe übrigens in eine Freikirche) unterscheiden sich aber besonders in diesen Punkten:

*Abendmahl
*Glaube an den Papst
*Maria
*Heiligenverehrung

Abendmahl:

Evangelisch:
Jesus selbst setzte das Abendmahl ein, damit wir uns an seinen Tod am Kreuz erinnern. Es ist ein Gedächnismahl und soll in Ehrerbietung und reinen Herzens geschehen.

Katholisch:
Beim Abendmahl verwandelt sich das Brot und der Wein auf wundersame Weise in den echten Körper/Blut von Jesus.

Glaube an den Papst:

evangelisch:
Der Papst hat keine Bedeutung. Jesus ist das Haupt der Gemeinde.

Katholisch:
Der Papst lässt sich "heiliger Vater nennen" ist "Gottes Fürsprecher auf Erden" und angeblich ein direkter Nachfahre des Apostels Petrus.

Maria:
Evangelisch:
Eine demütige Frau, die Jesus gebar. Sie wird nicht verehrt, angebetet und ist nicht die Fürsprecherin oder "Himmelskönigin".

Katholisch:
Katholiken beten zu Maria, verehren sie, feiern ihre angebliche Himmelfahrt und sehen sie als diejenige, zu der sie beten dürfen, damit sie es vor Jesus bringt und der es zu Gott.

Heiligenverehrung:
Evangelisch: Die Heiligen sind die Gemeinde Gottes.

Katholisch: Menschen mit einem besonders christlichem Lebenswandel werden vom Papst heilig gesprochen und verehrt.

****************************************

Ich hoffe diese kleine, nicht ausführliche Gegenüberstellung wird dir ein wenig weiterhelfen.

Doch jetzt wollen wir einmal gemeinsam schauen, was DIE BIBEL dazu sagt und nicht eine Konfession.

Da GuteFrage nur einen Link pro Antwort erlaubt, werde ich dir zu jedem Thema noch einen Link in die Kommentare schreiben.
Ich hoffe das wird dir helfen, Wahrheit zu finden, denn Menschen können irren. Die Internetseiten bieten eine biblische Sicht auf die Themen.
Bitte ließ sie dir in Ruhe durch!

Mit lieben Grüßen und Gottes Segen,
Cassie

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die beiden Glaubensrichtungen betonen in letzter Zeit eher die Gemeinsamkeiten. Die Ökumene steht im Vordergrund. Da ist die Frage nach dem Trennenden eher kontraproduktiv, also vernachlässigbar. Warum fragst du? Willst du provozieren?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von naaman
28.06.2016, 08:26

Die Ökumene dient nur dazu, die breite Masse zu beruhigen. Tatsächlich findet die Ökumene nur auf der untersten Ebene statt. In Kleinigkeiten, die hochgepuscht werden.

In der Regel bleiben sich die Kirchen ihren Traditionen treu, da ist nix mit Ökumene. Besonders bei den Katholen :)

Ich hätte schon längst erwartet, das gegen Kindesmissbrauch und Grössenwahen (van Elst) etwas getan wird, aber mit nichten. Soviel zum Thema Menschlichkeit.

0

Evangelen ist ein Schimpfwort für evangelische Christen, und Katholen ein Schimpfwort für Katholiken.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wir haben die letzten 500 Jahre uns anders entwickelt, kommen aber immer mehr darauf, dass die Gemeinsamkeiten wesentlich größer sind als das Trennde. Für konkrete Punkte schau einmal hier: http://www.lehrerweb.at/materials/gs/religion/print/weltrel/kath_ev.pdf

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die abschätzige Art der Fragestellung ("evangelen - katholen") hindert mcih daran, auf diese Frage einzugehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von earnest
11.11.2015, 07:39

-upps: mich

0

Bei den "Evangelen" dürfen die Pfarrer heiraten. Bei den Katholen nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Eselspur
10.11.2015, 22:37

das ist der unwichtigste Unterschied!

1

Ja, zum Beispiel Wikipedia!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von earnest
11.11.2015, 06:32

Glücklicherweise ist bei Wikipedia von Protestanten und Katholiken die Rede.

2

Das Abendmahl wird anders gefeiert. Deswegen dürfen nur Katholen an einem katholischen Abendmahl teilnehmen. Bei den Evangelen ist das anders.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von helmutwk
11.11.2015, 12:23

Das ist weniger die Art der Feier, als das Verständnis von dem, was da abläuft. Evangelische Christen halten sich an die Worte Jesu "Das ist mein Leib / Das ist mein Blut", während Katholiken meinen, dass Brot und Wein nicht Leib und Blut Christi sind, sondern erst dazu gewandelt werden müssen.

Über die Frage, was denn das Wort "ist" in den beiden Sätzen Jesu bedeutet, gibt es bei evangelischen Christen unterschiedliche Ansichten, die i.d.R. nicht kompatibel zu dem sind, was die rkk über "gewandeltes" Brot und Wein lehren. Und da Menschen, die diese Lehre nicht glauben, nicht am Herrenmahl (ev.: Abendmahl, kath.: Eucharistie) der rkk teilnehmen dürfen, bleiben so die Katholiken unter sich (außer jemand schleicht sich ein und/oder der Priester drückt ein Auge zu).

0

Die Katholiken glauben an den Papst und das Geld, die Evangelischen an die Bibel und das Geld.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von helmutwk
11.11.2015, 12:25

Dann ist der Papst also nicht katholisch, denn Franz glaubt weder an den Papst noch an das Geld ;)

Es gibt (viel zu viele) Katholiken und evangelische Christen, die an das Geld glauben, aber zum Glück sind es nicht alle.

0