Was passiert, wenn in unserer Verwaltung mehr als 50 % der Beschäftigten keine Zielvereinbarungen abschließen, sich also der LOB verweigern? Gilt die leistungsorientierte Bezahlung dann als gescheitert? Oder bekommen dann die vielleicht verbleibenden 10 Hansels den ganzen Topf? Wäre für sachkundige Antworten sehr dankbar.

Zielvereinbarungen sind eher theoretisch.
Einmal im Jahr wurde man aufgefordert, Kandidaten für die Leistungsprämie zu melden. Für meinen Bereich durfte ich einen melden; also habe ich meinen besten gemeldet - Zielvereinbarung hin oder her - und der bekam sie dann. (Allerdings etwas weniger, als ich vorgeschlagen hatte.)
Aktionen dieser Art scheitern systembedingt übrigens nie. Scheitern ist verboten.

Gibt es denn eine leistungsorientierte Bezahlung im öffentlichen Dienst. Das habe ich ja noch nie gehört.
Highlight am 12. Oktober 2007 17:19 Ja, die gibt es seit Neuestem...wobei die Städte und Gemeinden unterschiedlich damit umgehen.

Wie soll das denn funktionieren, wer am wenigsten Filtertüten im Mülleimer hat, bekommt mehr Geld??? Oder wie?
Highlight am 12. Oktober 2007 21:16 Leistungsorientiert ...nach achsowunderbaren Maßstäben ähnlich wie bei Zeugnisbeurteilungen. Bewertet werden tausen Dinge...von Wirtschaftlichkeit, Flexibilität, über Pünktlichkeit bis hin zum Engagement, Teamfähigkeit etc., etc.... . Zielvereinbarungen werden getroffen , ganz persönlich auf Dich zugeschneidert.... Mir steht das Gespräch noch bevor. Ich halte nichts von dem System, aber wen interessiert das schon. Die paar Kröten, die man zusätzlich bekommt oder nicht interessieren mich sowiso nicht.Ich mache meine Arbeit schon seit über 20 Jahren so gut wie ich kann, auch ohne die LoB.
Ich halte ebenfalls nichts davon. Aber da ich nunmal in der Betrieblichen Kommission zur Einführung, bla, bla, bin, muss ich mich mit diesem Thema befassen. Ich bin auch nicht scharf auf die paar Kröten, die das letztendlich ausmacht - aber was soll's.
Bei uns läuft es anders. ALLE Mitarbeiter werden demnächst ein LOB-Gespräch mit dem Chef haben und wir sollen u.a. unsere Ziele formulieren.Jeder kann etwas aus dem Topf bekommen , insofern alle ihre mind. 10 Punkte zusammen bekommen würden. Was übrig bleibt kommt in den "Topf" (und wird dann im nächsten Jahr verteilt, wenn ich es richtig verstanden habe).
Ja, so wäre es im günstigsten Fall, dass alle eine Zielvereinbarung abschließen. Da die Sache jedoch freiwillig ist, muss das nicht jeder tun - und wie es aussieht, wird es bei uns nur wenige geben. Daher meine Frage.