Kindsunterhalt abändern?

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4 Antworten

Die Steuerklasse kann der Mann "frei wählen", er muss sich nicht "zwangsweise" die IV eintragen lassen.

  • Die Wahl der Steuerklasse spielt eigentlich ohnehin keine Rolle, denn sein "unterhaltsrelevantes Einkommen" wird so "hochgerechnet", als wenn er die Stkl. IV hätte....

Er hat natürlich das Recht, eine Abänderung des Titels zu beantragen, wenn er einem weitern Kind unterhaltspflichtig wird. Ob dieser Abänderung tatsächlich auch stattgegeben wird, entscheidet dann das Gericht....

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Kommt er bei Gericht damit durch?

Ein Urteil kann man natürlich nicht genau vorhersehen und es empfielt sich in den Verfahren einen Anwalt einzuschalten. Dazu kann das Kind Prozesskostenhilfe beantragen.

Ein weiteres Kind führt aber nicht dazu, das der Unterhalt entfällt, denn alle minderjährigen Kinder sind gleichrangig. Das kann dazu führen, das sich der Unterhalt reduziert, weil auf mehr Kinder verteilt wird.

Tendentiell wäre so zu rechen, als würde er vollzeit arbeiten und allen Kindern barunterhalt geleistet würde. Insbesondere kann er sich nicht auf Teilzeit wegen der Kinderbetreuung berufen, das würde das betreute Kind nämlich bevorzugen.

Die Frau im Mutterschutz ist nachrangig, und spielt nur bei der Frage der Haushaltsersparnis eine Rolle.

Dazu kommt das er sich die Lohnklasse 5 geben ließ. Danke

Das spielt für die Unterhaltsbrechnung keine Rolle. Es ist von Klasse 4 bzw. wenn er durch die Ehe Steuern spart/sparen könnte von der geringeren Steuer auszugehen.

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Das bleibt abzuwarten. Er wird eh auf Steuerklasse 4 hochgerechnet, dass er die 5 hat, spielt keine Rolle. 

Klar ist, der Haushalt hat jetzt weniger Einnahmen und der Unterhalt verteilt sich jetzt auf ein Kind mehr, da es eine Mangelberechnung ist. 

Klar muss er alles tun, um Unterhalt zahlen zu können, wenn er aber angibt, er kriegt nicht mehr oder kann nicht mehr arbeiten. Dann kommt es auf die richterliche Beurteilung an und die kann recht unterschiedlich ausfallen je nach Richter. 

Kann dir daher keiner sagen, was dabei heraus kommt, aber du solltet dich auf weniger Geld einrichten. Und du kannst froh sein, dass es so lange überhaupt Geld gab. Ich bekam bei meinem ersten Kind ab und zu mal 60 - 100 Euro ab und zu und bei meinem Kleinen 15 Jahre lang keinen Cent. Jetzt ist er verstorben und es gibt wenigstens 100 Euro Rente immerhin. 

Ich drück dir die Daumen. 

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Nein, damit kommt er nicjt durch. Erstens zahlt er ohnehn schon zu wenig und müsste sich um enen Vollzeitjob bemühen, auf jeden fall aber mehr als 618,- Euro. zweitens darf er in der neuen Ehe nicht einfach die Rolle des "Hausmanns" übernehmen. Er muss zumindest darauf hinwirken, dass er und seine neue Frau sich die Kinderbetreuung und Berufstätigkeit 50:50 teilen. Drittens: Er darf auch nicht die Steuerklasse V nehmen, sndern muss Steuerklasse IV wählen. Das kann er auch gegenüber seiner Frau durchsetzen. Viertens: Wenn er schon den "Hausmann" macht und auf Steuerklasse 5 geht, dann steht im wenigstens keinerlei Selbstbehalt mehr zu, d.h. er muss die gesamten 618,- Euro für Kindesunterhalt ausgeben.

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