Soll ich Kindheitserinnerungen (Basteleien, Zeichnungen) als eine Art "Pubertätsritual" wegwerfen oder nicht?

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13 Antworten

Ich bin kein Psychologe und kann meine Aussage definitiv nicht begründen. Aber mein Gefühl sagt mir, dass dir das Wegwerf-Ritual nicht helfen wird. Ich könnte mir eher vorstellen, dass du dann irgendwann in einem Anflug von Panik die Sachen wieder haben möchtest, aber dann ist es zu spät.

Verstaue sie doch lieber wieder in eine Kiste und räume sie tief in den Schuppen, so dass du nur dann hingehst, wenn du sie wirklich brauchst.

Außerdem erscheint es mir nicht schlüssig, dass dich die schönen Erinnerungen an deine Kindheit heute belasten sollten. Das, was dich heute vielleicht noch runterzieht sind die negativen Erinnerungen und die hast du sicher nicht in einer Kiste, sondern allein in deinem Kopf.

Es wäre eine Idee von mir, dass du dich stärker mit diesen Fragen auseinandersetzt:

  • Welche Elemente aus meinem Leben (/meiner Kindheit) haben noch heute eine negative Auswirkung auf mich?
  • Welche konkreten Situationen geistern mir heute noch oft durch den Kopf und haben (zumindest unterbewusst) noch immer einen großen Einfluss auf mich?
  • Mit meinem heutigen Wissen: wie hätte ich früher in diesen Situationen reagieren müssen?

Ein Trick ist zum Beispiel, dass du einen Brief an deine Eltern schreibst, in denen du ihnen ganz offen erklärst, was mitunter zwischen euch schief gelaufen ist. Du gestehst deine eigenen Fehler ein und bittest um Entschuldigung. Du schreibst über die Fehler, die deine Eltern gemacht haben und vergibst dafür auch ihnen. Diesen Brief kannst du verstecken und aufbewaren oder symbolisch in einen Fluss werfen, vergraben oder was auch immer dir zusagt (nur nicht abschicken).

Wichtig ist bei sowas nämlich meist, dass du dich selbst wieder als souveräne Person siehst. Egal was in deiner Kindheit war - heute ist heute und mit 40 Jahren bist du nicht länger ein Opfer von irgendwas, sondern ein eigenständiger Mann, der seinen eigenen Weg geht.

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Ich weiß nur, dass ich nach dem tod meiner Eltern sehr froh war, von denen ein paar aufgehobene Erinnerungen zu finden, die mich teilweise an meine eigene Kindheit zurück erinnert haben.

Wenn Du die Sachen schon wertvoll fandest, verstau sie wieder sicher und heb sie auf. Ich hab von mir und auch meinen Kindern einiges aufgehoben, vielleicht freuen die sich dran, wenn sie mal unser Haus leer räumen müssen....

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Du kannst doch einen Kompromiss schließen. Schau die Kisten durch und behalte nur ein paar besonders tolle Zeichnungen. Es hilft dir vielleicht auch alte Erinnerungen wieder hoch zu holen.Das kann auch bei der Verarbeitung helfen.

Schau dir die Sachen einfach mal an und guck was passiert. Ich halte nicht viel davon Dinge wegzuschmeißen, an denen dein Herz hängt. Das ist wenig hilfreich. Zumal du dann später deine Handlung bereust.

Wenn du emotional keine Bindung mehr zu der Sammlung hast, dann kannst du sie auch ohne schlechtes Gewissen weg tun. Wenn du der Meinung bist, dass die Enkel das gern mal sehen wollen, dann behalte 2,3 Zeichnungen. Ich denke jedoch nicht, dass deine Kinder und Enkelkinder sich großartig dafür interessieren werden. Für sie bist du die Person, die du jetzt bist. Von daher machen Dinge, die dir momentan am Herzen liegen mehr Sinn aufzuheben.

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Ich würde sie behalten, es doch schön wenn man was in der Hand haben kann von früher. Ich würde es auch nicht auf die Dinge schieben, dass ausgerechnet das dich belastet. U wenn man sich jung fühlt bzw wie ein Kind, dann kann man es zum Vorteil nutzen

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Aufheben. Denn sind sie weg dann bereust du das irgendwann. Du bist dir nicht sicher sonst würdest du nicht fragen. Irgendwann bist du dir sicher und entsorgst sie aber jetzt noch nicht.

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Nicht richtig erwachsen??? Sei froh.

Es gibt doch nichts Schlimmeres, als Menschen die so tun, als ob sie schon

mit grauen Haaren und 100 Kilo schwer als Dr. auf die Welt kamen.

An mir schätzen sehr Viele, dass ich mein "Kind sein" mit 50 noch leben kann wenn es passt.

Deine Enkel freuen sich irgendwann über jede kleine Erinnerung. Und du tust dir nicht weh damit, es zu behalten...

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Frag nicht, was du sollst, frag lieber, was du willst. 

Immerhin sind diese Sachen Teil deiner Biographie. Von daher würde ich sie nicht wegwerfen. Man wirft nicht einen Teil seiner selbst weg, auch dann nicht, wenn es keine guten Erinnerungen sind.

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Die Kisten haben bis jetzt nicht gestört im Schuppen, oder? Schlaf´mal nochmal d´rüber, denn weggeworfen ist´s schnell und zurückholen geht nicht mehr!

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Mit 40 ist nicht mehr deine Mutter das Problem, sondern deine Unfähigkeit, dich von ihr zu lösen!

Wenn das der Grund ist, aus dem du all die Erinnerungen bunkerst, wirf sie weg!

Eine wirklich glückliche Kindheit trägt man im Herzen, die materiellen Dinge sind nebensächlich. Bei dir habe ich das Gefühl, dass du die Dinge aufhebst, um dir zu beweisen, dass du irgendwann mal glücklich warst...

Tatsache ist, dass du es jetzt gerade nicht bist. Dagegen hilft aber keine "Zeitreise" zurück in die Kindheit und auch kein "Pubertätsritual". Du bist nicht mehr 15, und auch nicht 20, du steckst möglicherweise schon in der Midlife-Crisis!

Denk mal darüber nach, was dich daran hindert, glücklich zu sein. Und dann ändere es! Und verschwende nicht so viel Energie auf Nebensächlichkeiten - du wirst deine Mutter nicht mehr ändern - also ändere dein Verhältnis zu ihr! Und auch deine Kisten sind nur so wichtig, wie du sie machst!

Kümmere dich um dich selbst! Dein Selbstvertrauen, dein Selbstbild, deine Ängste, deine Unsicherheiten, die Gefühle, die du "runterschluckst", die Wünsche, die du dir nicht eingestehst...

DARAN musst du arbeiten.

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Wenn das Zeug nicht zu viel Platz wegnimmt, heb das für Deinen Sohn auf.

Der wird irgendwann auch mal 40 oder 50, während Du möglicherweise schon auf dem Friedhof liegst. 

Für erwachsene Kinder kann es rührend sein, die Gedanken und Wünsche der Eltern zu sehen, die diese als Kinder / Jugendliche hatten. Rückt die Eltern unter Umständen in ein ganz anderes Licht.

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Ich würde es nicht machen.

Es würde mich auch wundern, wenn sich durch so ein "Ritual" Deine Situation wesentlich bessern würde. Ich glaube, solche "Rituale" sind überschätzt.

Du würdest es wahrscheinlich irgendwann bereuen, die Sachen weggeworfen zu haben.

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Ich an deiner stelle würde mich in psychologische Therapie begeben und es dort zum Thema machen!

Es zeigt nicht Schwäche sondern Stärke, wenn man sich Hilfe holt!

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Ich habe die Erfahrung gemacht ..das man sich auch von alten Sachen trennen sollte . 

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