Kindheit von Josef (Bibel) gesucht!?

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2 Antworten

Hallo Veronika33,

das  findest Du in Deiner Bibel in 1Mose, Kapitel 37. Hier hab´ ich ´s kopiertt aus der Übersetzung Schlachter 2000.

Tut mir leid, dass ich ´s nicht früher gesehen hab´.

1.Mose 37 (Schlachter 2000) Joseph, der Bevorzugte unter seinen Brüdern

1 Jakob aber wohnte in dem Land, in dem sein Vater ein Fremdling war, im Land Kanaan. 2 Dies ist die Geschichte Jakobs: Joseph war 17 Jahre alt, als er mit seinen Brüdern das Vieh hütete, und er war als Knabe bei den Söhnen Bilhas und Silpas, den Frauen seines Vaters; und Joseph brachte vor ihren Vater, was man ihnen Schlimmes nachsagte. 3 Israel aber hatte Joseph lieber als alle seine Söhne, weil er ihn in seinem Alter bekommen hatte; und er hatte ihm einen bunten Leibrock machen lassen. 4 Als nun seine Brüder sahen, daß ihr Vater ihn lieber hatte als alle seine Brüder, haßten sie ihn und wollten ihn nicht mehr mit dem Friedensgruß grüßen.1

5 Joseph aber hatte einen Traum und verkündete ihn seinen Brüdern; da haßten sie ihn noch mehr. 6 Er sprach nämlich zu ihnen: Hört doch, was für einen Traum ich gehabt habe: 7 Siehe, wir banden Garben auf dem Feld, und siehe, da richtete sich meine Garbe auf und blieb stehen; und siehe, eure Garben stellten sich ringsumher und warfen sich vor meiner Garbe nieder! 8 Da sprachen seine Brüder zu ihm: Willst du etwa unser König werden? Willst du über uns herrschen? Darum haßten sie ihn noch mehr, wegen seiner Träume und wegen seiner Reden. 9 Er hatte aber noch einen anderen Traum, den erzählte er seinen Brüdern auch und sprach: Seht, ich habe wieder geträumt, und siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne beugten sich vor mir nieder! 10 Als er aber das seinem Vater und seinen Brüdern erzählte, tadelte ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das für ein Traum, den du geträumt hast? Sollen etwa ich und deine Mutter und deine Brüder kommen und uns vor dir bis zur Erde niederbeugen? 11 Und seine Brüder waren eifersüchtig auf ihn; sein Vater aber bewahrte das Wort [im Gedächtnis].

12 Als aber seine Brüder nach Sichem gegangen waren, um die Schafe ihres Vaters zu weiden, 13 da sprach Israel zu Joseph: Weiden nicht deine Brüder [die Herde] in Sichem? Komm, ich will dich zu cjsenden! Er aber sprach: Hier bin ich! 14 Da sprach er zu ihm: Geh doch und sieh, ob es gut steht2 um deine Brüder und ob es gut steht um die Herde, und bring mir Bescheid! So sandte er ihn aus dem Tal Hebron, und er wanderte nach Sichem. 15 Da traf ihn ein Mann, als er umherirrte auf dem Feld; der fragte ihn und sprach: Was suchst du? 16 Er antwortete: Ich suche meine Brüder; sage mir doch, wo sie weiden! 17 Der Mann antwortete: Sie sind von hier fortgezogen; denn ich hörte sie sagen: Laßt uns nach Dotan ziehen! Da ging Joseph seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan.

18 Als sie ihn nun von ferne sahen, ehe er in ihre Nähe kam, beschlossen sie, ihn heimlich umzubringen. 19 Und sie sprachen zueinander: Seht, da kommt der Träumer daher! 20 Und nun kommt und laßt uns ihn töten und in eine Zisterne werfen und sagen, ein böses Tier habe ihn gefressen; dann wollen wir sehen, was aus seinen Träumen wird! 21 Als Ruben dies hörte, rettete er ihn aus ihren Händen, indem er sprach: Wir wollen ihn nicht ums Leben bringen! 22 Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergießt kein Blut! Werft ihn in die Zisterne dort in der Wüste, aber legt nicht Hand an ihn! Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten und ihn wieder zu seinem Vater bringen.

23 Und es geschah, als Joseph zu seinen Brüdern kam, da zogen sie ihm das Gewand aus, den bunten Leibrock, den er trug; 24 und sie ergriffen ihn und warfen ihn in die Zisterne; die Zisterne aber war leer, und es war kein Wasser darin. 25 Darauf setzten sie sich nieder, um zu essen. Als sie aber ihre Augen hoben und sich umsahen, siehe, da kam eine Karawane von Ismaelitern von Gilead daher, deren Kamele trugen Tragakanth, Balsam und Ladanum,3 und sie zogen hinab, um es nach Ägypten zu bringen. 26 Da sprach Juda zu seinen Brüdern: Was gewinnen wir damit, daß wir unseren Bruder töten und sein Blut verbergen? 27 Kommt, wir wollen ihn den Ismaelitern verkaufen und nicht selbst Hand an ihn legen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch! Und seine Brüder stimmten zu. 28 Als nun die midianitischen Kaufleute vorbeikamen, zogen sie Joseph aus der Zisterne herauf und verkauften ihn den Ismaelitern für 20 Silberlinge; und diese brachten Joseph nach Ägypten.

29 Als nun Ruben zur Zisterne zurückkam, siehe, da war Joseph nicht mehr in der Zisterne! Da zerriß er sein Gewand, 30 kehrte zu seinen Brüdern zurück und sprach: Der Knabe ist verschwunden! Und ich, wo soll ich hin? 31 Sie aber nahmen Josephs Leibrock und schlachteten einen Ziegenbock, tauchten den Leibrock in das Blut; 32 und sie schickten den bunten Leibrock ihrem Vater und ließen ihm sagen: Das haben wir gefunden; sieh doch, ob es der Leibrock deines Sohnes ist oder nicht!

33 Und er erkannte ihn und sprach: Es ist der Leibrock meines Sohnes! Ein wildes Tier hat ihn gefressen! Joseph ist gewiß zerrissen worden! 34 Und Jakob zerriß seine Kleider und legte Sacktuch um seine Lenden4 und trug lange Zeit Leid um seinen Sohn. 35 Da machten sich alle seine Söhne und Töchter auf, um ihn zu trösten; er aber wollte sich nicht trösten lassen, sondern sprach: Ich höre nicht auf zu trauern, bis ich zu meinem Sohn hinabfahre ins Totenreich! So beweinte ihn sein Vater.

36 Aber die Midianiter verkauften ihn nach Ägypten, an Potiphar, einen Kämmerer5 des Pharao, den Obersten der Leibwache.

Und nun aus der Ich-Sicht :

Bereits als ich ein Bursche von 17 war, hatte mein Vater großes Vertrauen in mich. Er beauftragte mich sogar aufzupassen, ob meine älteren Halbbrüder Dan, Naphtali , Gad und Ascher, die unsere Viehherden in der Umgebung hüteten, dabei keinen Unsinn verzapften. Wenn ich dann etwas Schlimmes bemerkte, meldete ich das an Vater.

Meine Brüder hassten mich, auch weil Vater mir schönere Kleidung gab als ihnen. Sie grüßten nicht einmal mal mehr. Und als ich ihnen von meinen Träumen erzählte, meinten sie, ich wolle über sie herrschen. Da ging der Hass erst richtig los.

Wieder schickte Vater mich, um nach meinen Brüdern und den Schafen und Ziegen zu schauen. Als ich sie gefunden hatte, ging ich, schon von Weitem winkend, auf sie zu. Viel später erst erfuhr ich, dass sie, während sie zurückwinkten sich beratschlagten, wie sie mich loswerden könnten.

Schnell kamen sie überein, mich zu töten und meinen Leichnam gut zu verstecken. Mein ältester Bruder Ruben ließ das aber nicht zu. Er schlug vor, mich in eine tiefe Zisterne - eine Wasserstelle - zu werfen. Ruben hatte sich gedacht, er könne mich später befreien. So landete ich am Boden der Zisterne, die allerdings kein Wasser hatte. Als Ruben mal kurz weg musste, zog eine Karawane an der Stelle vorbei. Juda kam auf die Idee, dass man mich an diese Händler verkaufen sollte und so übergaben sie mich als Sklaven für 20 Silberstücke.

Was konnte ich machen? Gegen 9 oder 10 kräftige Männer kämpfen? Dann wäre ich erschlagen worden. Sollte ich meine Brüder um Gnade anflehen? Keine Chance! - Da war Beten viel wirksamer, vor allem, wenn ich auch an meine Erlebnisse denke, die noch folgen sollten.

Grüße, kdd

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