Frage von DRiccardi92, 73

Kindesunterhalt, wieviel Netto?

Hey Leute, mal ne Frage. :D

Hatte zuvor schon ne andere Frage gestellt die vielleicht in die richtung dieser Frage geht, jedoch würde ich diese gerne trennen.

Ich bin jetzt zum 23. Juli vorraussichtlich fertig mit meiner Ausbildung und werde fest angestellt sein. Ich habe einen fast 2 jährigen Sohn..

Ich habe mal beim Unterhaltsrechner (http://www.unterhalt.net/unterhaltsrechner.html)

gesehen, dass wohl irgendwie ein Pauschalabzug vom Netto Einkommen gemacht wird, dass herangezogen werden kann..

Immer so zwischen 60-80 Euro, glaube so 4% vom Netto Einkommen.

Jetzt meine Frage, wieviel müsste man Netto eigentlich verdienen, um den Mindestunterhalt leisten zu können? 240€ wären das ja laut dem Rechner, wenn ich ca. 1500 Netto hätte.

Ist das richtig? Und sind diese Pauschalabzüge die Regel? Das sind dann wohl Berufliche Aufwendungen nehme ich mal an, oder ? Beim Rechner kämen dann ca, 1390 Euro Netto raus, wenn ich den Mindestunterhalt voll zahlen würde (240 Euro.) - 70€ Pauschal Abzug.

Wie ist das eigentlich, wenn man in einen Mangelfall kommen würde? Kann man dann freiwillig einfach mehr bezahlen um das auszugleichen? Habe eine sehr günstige Wohnung und könnte das demnach dann bewerkstelligen, machen die Ämter sowas? :)

Danke im Vorraus !

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Familienrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von rasperling1, 34

Die 240,- Euro sind der Mindestunterhalt, die musst Du auf jeden Fall zahlen. Egal, was Du vorher abgezogen hast. Deshalb ist die ganze Rechnerei überflüssig. Solltest Du die 240,- Euro von Deinem Gehalt nicht zahlen können, so musst Du Dir halt noch einen Nebenjob suchen.  

Mehr als 240,- Euro musst Du dann zahlen, wenn Du aufgrund Deines Einkommens in eine höhere Einkommensstufe kommst. Die nächst höhere Einkommensstufe beginnt bei 1.501,- Euro. Da man von Einkommen 5% berufsbedingte Aufwendungen abziehen kann, kämst Du also mit einem Nettoeinkommen von 1.580,- Euro in den die nächst höhere Stufe. 

Kommentar von DRiccardi92 ,

Hey, danke. :)

Zählen diese Berufsbedingte Aufwendungen auch wenn man knapp unter Mindestunterhalt kommen würde?

Und was wäre, wenn ich zB 1200 Netto hätte, aber trotzdem freiwillig die 240€ bezahlen wollen würde ? Könnte man mir daraus einen Strick drehen, so nach dem Motto, der braucht ja nicht soviel, dann ist sein Mindestbehalt ab jetzt eben 900 und nicht 1080 oder sowas in der Richtung? Oder ist das eher positiv? Könnte mir das aufgrund meines Lebensstils leisten, den Mindestbehalt zu senken .. 

Und was wäre, wenn ich jetzt zB statt den 240€ nur 220€ zahlen könnte? Würde man mich dann auch zu einem Nebenjob zwingen oder gibt es da einen Prozentsatz, der unterschritten werden muss? Zb 10% weniger als Mindestunterhalt -> Maßnahmen, oder schon ab 239€ ? 

Kommentar von rasperling1 ,

Der Mindestunterhalt von 240,- Euro darf nicht unterschritten werden, auch nicht um 10% oder was auch immer. Ob Du diesen Betrag "freiwillig" zahlst und dich selbst mit weniger als Deinem Selbstbehalt begnügst, oder ob Du einen Nebenjob machst, um die 240,- Euro bequem zahlen zu können, ist der Gegenseite egal. Wie gesagt, diese 240,- Euro musst Du zahlen, egal ob Du 1.450,- Euro verdienst, oder ob Du nur 1.200,- Euro verdienst. 

Kommentar von DRiccardi92 ,

Also ich würde dann lieber freiwillig meinen Selbstbehalt senken und den vollen Mindestunterhalt zahlen. Verstehe ich das richtig, dass das dann so in ordnung ist ? 

Kommentar von rasperling1 ,

Richtig. Wenn Du den Mindestunterhalt zahlst, kann es der Gegenseite völlig egal sein, wie Du das schaffst. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community