Frage von Peat0104,

Kindesunterhalt und Steuerklasse

Ich bin zum zweiten Mal verheiratet. Frau ist selbständig (in D) und ich angestellt in der Schweiz. Somit sind wir quasi "getrennt veranlagt". Mein Kindesunterhalt an die Exfrau ist - na ja, ok, wat mut dat mut. Nun werde ich wohl eine (schlechter bezahlte) Arbeit in D aufnehmen (und die viel höhere deutsche Steuer schlucken müssen). Jetzt stellen sich Fragen - je mehr man rumklickt, desto mehr. 1. Es wird ein deutlich verringertes Netto rauskommen. Dies ist Grundlage für eine Neuberechnung des KU. 2. Würde ich StKl IV wählen, wären die Abzüge höher und der Unterhalt niedriger (ich weiss, die am Ende geschuldete Steuer hat mit der Klasse nichts zu tun - letztendlich) 3. Da neue Frau SELBSTÄNDIG ist, muss ich wohl oder übel (angestellt) III wählen. Dann habe ich weniger (Vor)Abzüge und der Unterhalt steigt 4. Neue Frau als Selbständige leistet Vorauszahlungen - heute ("quasi in IV") ca 500 € p.a. (Laden läuft so am Minimum) 5. Wenn ich dann also in III muss, müsste sie Vorauszahlungen gemäss V leisten - das ruiniert sie! 6. Wenn ich ihr das ersetze, wäre das ähnlich wie als wenn ich gleich IV wählte - geht aber wohl nicht, siehe oben. Sehe ich das richtig, dass es keine Möglichkeit gibt, die von mir verursachte "höhere Steuer" berücksichtigen zu lassen? Evtl. nur Getrenntveranlagung... aber ob das besser ist?

Antwort von Wolfi0410,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Du hast da einen Denkfehler!
Die Vorauszahlungen Deiner Frau haben mit Deiner Steuerklassenwahl überhaupt nichts zu tun. Die werden vom FA nach dem erklärten Gewinn des Vorjahres festgesetzt und auch nicht geändert wenn du jetzt mit einen Steuerklassenänderung Deiner LSt.-Karte ankommst und auch nicht im nächsten Jahr nach Eurem Gesamtverdienst. Das hat miteinander überhaupt nichts zu tun.
Du bist verheiratet, also hast Du die Wahl der Steuerklassen. Bei der Eintragung ist lediglich die Steuerkarte des/der Ehepartners/in mit vorzulegen damit gleich lautend IV/IV oder III/V eingetragen wird. Das macht übrigens die Wohnortgemeinde und nicht das FA. Da Deine Frau keinen AG hat werden ihr auch keine Lohnsteuern als (Steuer)Vorauszahlung abgezogen. Sie legt ihr Karte zu den Akten und gut ist. Die letztendliche Steuerermittlung kennst Du selbst. Also such Dir die Steuerklassen aus, die für Dich am günstigsten sind.
Meine persönliche Meinung ist allerdings, dass Dein Kind geldmässig darunter **nicht ** ungünstiger dastehen sollte.

Kommentar von jotde01,

jupp, so isses richtig...DH

Antwort von jotde01,

das siehst du richtig, dass es eigentlich keinen Ausweg durch Steuer"manipulation" gibt. Ist die Frage, auf welcher Basi dein KU gerechnet wurde. Um die Werte der Düsseldorfer Tabelle kommst du als Minimum nicht herum, es sei den, dass du gar kein Einkommen hast oder du unter dem Selbstbehalt landest.

Kommentar von Peat0104,

jotde01,ich will gar nichts manipulieren und die Kids sollen bekommen was ihnen zusteht! Jedoch muss ich die fette Nachzahlung (weil erst mal durch III schöngefärbt) tragen und die Frage ist, wie das anerkannt zu bekommen! Warum soll neue Frau (sie war qusi in IV und "muss" jetzt in V) diesen Brocken tragen??

Kommentar von jotde01,

lieber Peat0104, ich hatte das Wort manipulieren in Anführungszeichen gesetzt um zu zeigen, dass ich es nicht so eng meine. Es geht doch darum, die günstigste Steuerklasse zu finden, oder? Und nach deiner Geschichte sehe ich keine Möglichkeit, mit den Steuerklassen zu jonglieren (wenn dir dieses Wort lieber ist....)

Antwort von Tollhaus1,

OH je da sieht man ja garnicht durch,hole Dir einen Vom Finanzamt oder Steuerberater.!Viel glück!

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