Kindesunterhalt trotz Miniverdienst?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Er müsste jetzt nichts zahlen, das ist richtig. Weil er deutlich weniger als den Selbsterhalt verdient.

Und es ist auch richtig, dass dann das Jugendamt in Vorauszahlung gehen würde, er sich einen Job suchen müsste, in dem er mehr verdient, genug um sich selbst zu vesorgen und den Unterhalt zahlen zu können und dann alles, was vorausgezahlt wurde, an das Jugendamt zurück zahlen muss.

Langfristig macht das also keinen Unterschied. Kurzfristig würde es ihn finanziell entlasten.

Mit seinen Unterhaltszahlungen ist dann auch seine finanzielle Pflicht dem Kind gegenüber abgegolten. Alles andere was er zahlt für Hobbies, Schule usw. das kann er, wenn er will, das braucht er aber nicht. Dafür zahlt er ja den Unterhalt. Damit die Mutter diese Kosten nicht alleine tragen muss.

Meiner Meinung nach macht das Kind aber auch sehr viel und ist mit 6 durchaus schon in einem Alter in dem man ihr erklären kann (und sie es auch versteht), dass das alles viel Geld kostet und sie deswegen vorerst auf eines dieser Dinge verzichten muss. Schließlich verdienen die Eltern nicht viel oder gar nichts. Ich meine...wir haben mehr Geld, und könnten uns das alles nicht leisten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Er muss auf jeden Fall den normalen Unterhalt zahlen, der für ein 6-jähriges Kind bei monatlich 284,- Euro liegt. Es hilft ihm auch nichts, sich darauf zu berufen, dass er weniger als den Selbstbehalt (1.080,- Euro) verdient. Denn erstens kann man von ihm verlange, dass er noch mnndestens enen Nebenjob macht (bei 800,- Euro monatlich arbeitet er mit Sicherheit weniger als die rechtlich zulässigen 48 Stunden pro Woche). Zweitens ist sen Selbstbehalt zu kürzen, wenn er mit Dir zusammenwohnt. Anders ist es mit den weiteren Ausgaben für den Sonderbedarf des Kindes. An diesen Zusatzausgaben muss er sich wegen seines geringen Einkommens nicht beteiligen. Kindergartenbeiträge dürften eigentlich nicht anfallen, wenn beide Eltern kein ausreichendes Einkommen haben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dein Freund hat einen Freibetrag iHv 1080€, wenn er voll erwerbstätig ist. Ist er hingegen arbeitslos, läge der Freibetrag bei ca 800€. Wenn du (bei eigener Erwerbstätigkeit) mit deinem Freund zsm eine gemeinsame  Wohnung/ eine gemeinsame  Lebensführung habt,  kann der Freibetrag auch noch tiefer angesetzt werden ( mein Mann war arbeitslos und sein FB wurde von den knapp 800 auf 650€ herabgesetzt.) Wohnt  ihr darüber hinaus noch mietfrei bzw unentgeltlich bei den Eltern, würde auch noch das als Einkomnen gerechnet. (Bei meinem Mann wurde das mit 360€ angerechnet). 

Ich finde es gut,  dass dein Freund für  sein Kind zahlt, aber würde auch befürworten, dass er das beim Unterhalt belässt, vllt ein Hobby finanziert, aber dann lieber dem Kind was zukommen lässt, wenn es bei ihm ist, wie zB ein Besuch eines Freizeitparks. Davon hätte das Kind wahrscheinlich viel mehr. LG 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt einen Selbstbehalt. Für arbeitende Unterhaltszahler liegt der bei 1080 Euro. Wenn dein Freund nur 800 Euro verdient, braucht er nichts zu zahlen. Allerdings kann er auch einen freiwilligen Beitrag leisten.

Er sollte sich auf dem Jugendamt beraten lassen. Unterhaltsschulden laufen auf, wenn ein vollstreckbarer Unterhaltstitel besteht. Er kann aber auch abgeändert werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Idiealot
19.02.2016, 16:02

Die 1080,- Euro sind die untere Grenze des Einkommens. Stimmt soweit. Aber die Aussage des Vaters ist stimmig. Er zahlt im Wissen das er Unterhaltspflichtig ist. Grundsätzlich begrüße ich die übernommene Verantwortung trotz des geringen Einkommens. Er hat meinen Respekt.

1

Du solltest deinen Freund nicht davon abhalten, seinen unterhaltspflichten als vater verantwortungsbewusst nachzukommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von malour
19.02.2016, 15:58

Das ist nicht ganz richtig

0