Frage von Carys1966, 45

Kindesunterhalt bei ALG 1 und weniger als 700 Euro ALG?

wir fragen uns aktuell ob mein Mann noch Unterhalt zahlen muss bzw. kann wenn er weniger als 700 Euro ALG 1 bekommt. Dazu noch 2 Erkrankungen hat die aber erst im Sommer nach Abschluss aller Untersuchungen zu einem Antrag auf Anerkennung der SBH-Eigenschaft führen werden. (Hat er aber beide schon seit Geburt). Es geht uns nicht darum uns vor dem Unterhalt zu drücken oder was rauszuschlagen, da aber die Mutter des Kindes vom Jugendamt betreut wird und auch nicht alle Ihre Kinder bei Ihr leben dürfen.. schaut das Amt da ganz genau hin. Pfändungsbeschluss gibt es schon lange und die Pfänden Ihn auch unter den Selbstbehalt, wo selbst eine Anwältin meinte das ist ok, dagegen kann man nichts machen. Nun hat er aber noch weniger als vorher schon.... wie sieht das jetzt aus? Ich meine er hat sich auch schon einen Nebenjob gesucht, aber er kann ja nicht 24/7 arbeiten nur um den Unterhalt zu finanzieren .Vorallem mit den Erkrankungen.

Antwort
von rasperling1, 16

Wenn es schon eine Pfändung gab, bedeutet dies, dass es einen Unterhaltstitel gibt. Also entweder eine Gerichtsentscheidung, oder eine Verpflichtungserklärung, die Dein Mann beim Jugendamt abgegeben hat. Dieser Titel gilt immer weiter, so lange er nicht abgeändert wird. wenn das Einkommen deines Mannes gesunken ist, kann zwar wahrscheinlich weniger (möglicherweise nichts mehr) gepfändet werden, aber die Rückstände laufen auf und müssen irgendwann nachgezahlt werden. Wenn Dein Mann nachweisen kann, dass es ihm aktuell unmöglich ist, den festgesetzten Unterhalt zu zahlen, so kann er beim Familiengericht einen Antrag auf Abänderung (Herabsetzung) des Titels stellen. Wird der Titel herabgesetzt oder gar aufgehoben, so muss er später auch keinen darüber hinausgehenden Betrag nachzahlen - denn er schuldet dann eben nur denjenigen Betrag, der im geänderten Titel steht.

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