Frage von monchichi7,

Kindesunterhalt an Mutter, obwohl dieses bei der Oma lebt.

Mein Lebensgefährte zahlt den Unterhalt für seinen Sohn an das Jugendamt, dieses leitet den Unterhalt an die Kindesmutter weiter. Dies ist soweit ok, jedoch lebt das Kind seit Januar 2011 nicht mehr in ihrem Haushalt sondern bei der Oma. Die Mutter leitet weder den Unterhalt an die betreuuende Oma weiter noch setzt sie den gezahlten Unterhalt in irgendeinerweise für das Kind ein. Sie spart diesen auch nicht. Aus diesem Grund hat sich die Oma an uns gewendet, weil sie auf Dauer die Ausgaben nicht mehr stemmen kann. Aber es ist uns nicht gestattet den Unterhalt an die Oma zu zahlen, da die Mutter allein sorgeberechtigt ist und somit entscheiden kann was sie mit dem Unterhalt anstellt ! Und sollten wir dies dennoch tun würde der Unterhalt nicht anerkannt werden. So die Aussage des Jugendamtes! Es ist ein Irrsinn, das Unterhalt gezahlt wird obwohl die Mutter keinerlei Ausgaben für dieses Kind hat. Merkwürdigerweise zahlt aber die Familienkasse das Kindergeld an die betreuuende Oma. Dem Jugendamt ist dies egal, hauptsache es fließt regelmäßig Unterhalt an die Kindesmutter. Hat jemand sowas ähnliches schonmal erlebt oder einen Tip was wir tun können?

Hilfreichste Antwort von Egoline,

Ein unterhaltsverpflichteter Vater hat keinen Einfluss darauf, wie der Unterhalt für das Kind von der Kindsmutter eingesetzt wird. Es besteht seitens der Mutter auch keine Rechenschaftspflicht darüber.

Wenn die Großmutter das Kind betreut (in Absprache mit der Mutter), so hat sie den Unterhalt dafür von der Mutter des Kindes einzufordern, nicht vom Unterhaltspflichtigen selbst.

Die Großmutter sollte sich an das Jugendamt wenden oder an einen Anwalt.

Kommentar von monchichi7,

Tja. Das hat sie alles durch. Mutter erhält Hartz IV und sagt sie hat nix. Hat ihrer Mutter gegenüber auch verschwiegen das der Kindsvater Unterhalt zahlt... Aber danke für die Antwort.

Kommentar von Egoline,

Wenn die Kindsmutter ALGII bezieht, so würde der Kindesunterhalt als Einkommen der Bedarfsgemeinschaft angerechnet werden, die sie mit ihrem Kind bildet.

Bildet sie mit dem Kind aber tatsächlich KEINE Bedarfsgemeinschaft - wenn das Kind bei der Großmutter gemeldet wäre - so wäre das möglicherweise ein Leistungsbetrug seitens der Kindsmutter...

Reagiert das JA nicht auf die Hinweise der Oma - sollte diese sich vielleicht einmal an das Jobcenter wenden....

Kommentar von carsten1979,

Egoline, sehr gute Info.

Kommentar von monchichi7,

Durch das Jobcenter hat die Oma ja erst erfahren das der Kindsvater Unterhalt zahlt. Ich weiß allerdings nicht ob das Jobcenter über den geänderten ersten Wohnsitz des Kindes informiert ist bzw. ob es in dieser Sache tätig geworden ist. Aber danke für den Hinweis.

Antwort von carsten1979,

Dein Partner soll sich einen Anwalt nehmen. Das Geld ist für das Kind und nicht für die Mutter. Das muß geändert werden.

Antwort von Lissy832,

anwalt nehmen!!! diese dame vom allerfeinsten "nackig" machen und zeigen wer am längeren hebel sitzt! schei*** aufs JA, die waren (nach meiner ansicht) noch nie zu was gut wenns um väter geht! lasst euch das nicht gefallen... das reden könnt ihr euch sparen so wie es scheint! da kann man mal wieder sehen wozu das ganze rechtssystem gut ist! man merkt das in diesem theman (leider) irgendwelche frauen das sagen haben! auch wenn ich selbst eine bin, diese das oben bekommen nichts in die ketten bezüglich diesen themas! ich drücke euch die daumen! viel glück und starke nerven! LG

Antwort von kiniro,

Warum bekommt die Oma nicht den Mund und redet Klartext mit ihrer Tochter?

"Ich kümmere mich gerne um mein Enkelkind. Leider kann es nicht von Luft und Liebe alleine leben. Deshalb möchte ich ab sofort den Unterhalt auf meinem Konto sehen".

Hat die Mutter noch das Sorgerecht? Oder ist das an die Oma übertragen worden bzw. hat das Jugendamt die Vormundschaft übernommen?

Egal wie - die Oma soll sich einen Anwalt nehmen, damit sie das Geld für ihr Enkelkind bekommt. Denn diesem steht das Geld definitiv zu - egal, wo es lebt. Aber nicht der Mutter.

Kommentar von monchichi7,

Das hat sie wohl, aber die Tochter stellt sich stur. Die hat wortwörtlich zu mir gesagt das sie der Alten den Unterhalt nicht in den Rachen steckt, da er ihr zusteht.... Die Familienanwältin geht davon aus das sie ihr Kind lediglich als Einnahmequelle sieht. Die Oma u. der Sohn meines Lebensgefährten hat in Zusammenarbeit mit der Jugend-/Familienhilfe entschieden das ein Antrag beim Familiengericht auf Übertragung der elterlichen Sorge auf das hiesige Jugendamt gestellt wird. In dieser Woche wird hierüber durch das Familiengericht entschieden, da es in diesem Fall um noch viel mehr geht wie den Unterhalt. Wenn alles gut läuft klärt sich die Angelegenheit damit und es kehrt dann langsam endlich Ruhe für den Jungen ein.

Antwort von binima,

Dein Lebensgefährte sollte mal mit dem Jugendamt reden, ob er es nicht direkt zur Oma überweisen kann.

Kommentar von monchichi7,

Oh das hat er, die verstecken sich hinter Paragraphen und der Aussage das die Mutter das Sorgerecht hat. Das Jugendamt droht mit rechtlichen Konsequenzen wenn wir die Zahlungen an das Jugendamt/Kindesmutter einstellen und stattdessen an die nicht "berechtigte" Oma zahlen. Auch die Kindesmutter hat uns schon gedroht !Das Jugendamt berät unteranderem den Zahlungspflichtigen nicht, wir müssten uns einen Anwalt nehmen.

Antwort von micky2009,

Das ist nicht deine Angelegenheit, sondern die der Oma

Kommentar von monchichi7,

Stimmt, aber die kommt leider auch nicht weiter. Deswegen hat sie uns ja gebeten den Unterhalt direkt an sie zu überweisen. Hat uns sogar die polizeiliche Meldebestätigung etc. vorgelegt. Hier ist auch die Jugenhilfe wegen "Kindeswohlgefährdung" eingeschaltet, es hat ja einen Grund weshalb er bei der Oma wohnt. Aber selbst die lassen uns im Regen stehen, was den Unterhalt betrifft. Der Junge braucht neue Winterkleidung und wir können dies leider auch nicht zusätzlich zum Regelunterhalt leisten.

Kommentar von Lissy832,

@micky... sicherlich geht es diese frau etwas an! auch ihr geld fließt in diese "mutter"... also ball flach!

Kommentar von monchichi7,

Hey Lissy832 vielen Dank fürs verteidigen! Ich glaube das micky2009 mit ihrer Aussage lediglich sagen wollte, das ich mir darum keine Gedanken machen sollte, weil es mich nicht direkt betrifft. Hat sie auch eigentlich Recht, aber wenn man um Hilfe gefragt wird, kann man nicht einfach die Hände in den Schoß legen. Obwohl wir schon mal soweit waren zu sagen: "Hey was solls, hauptsache der Unterhalt ist überwiesen und wenn es das Jugendamt nicht interessiert, dann Pech für die Oma und das Kind, müssen die mit der Kindsmutter ausmachen! Aber leider können wir bzw. ich es nicht.

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