Frage von Kleinedickefrau,

Kindesunterhalt rückwirkend einfordern?

Fakten: -Ex-Mann und ich geschieden seit 11/2009 gemeinsamer Sohn geb. 06/1999 -ich neu verheiratet seit 12/2009, keine gemeinsamen Kinder -Kindsvater zahlt 245 Euro/ Monat, Einkommen ca. bis 1400 €/ Monat Frage: Ist es richtig, dass mir lt. Düsseldorfer Tabelle statt 245 €, 364 € zustehen und ab 12 Geburtstag des Kindes also 06/2011 426 €? Kann man rückwirkend zu wenig gezahlten Unterhalt einfordern und wie bekomme ich den erhöhten Unterhalt? Vielen Dank und herzliche Grüße Annette Sebelink

Hilfreichste Antwort von colt1212,

fakt ist, das du von dem unterhalt, der in der tabelle steht, das kindergeld, was BEIDEN elternteile theoretisch zusteht, abzuiehen musst, zumindest seinen teil. also von gerade 364€ - die hälfte des kindergeldes = den unterhalt, den der kindsvater zahlen muss. wenn dann immer noch fehlt, muss der kindsvater des austehende zahlen, solange es nicht so ist, das seine eigenbedarfsgrenze unterschritten wird. den erhöhten unterhalt muss er eigentlich automatisch zaheln, notfalls soll dir dein anwalt ihn dazu schrfitlich auffordern..

Kommentar von katrinchen1971,

Jugendamt macht das kostenlos !!!!

Kommentar von colt1212,

sogar noch besser dann....

Antwort von lilli2007,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Warum müssen Mütter immer mehr Geld fordern, ich weiß es ist für euer Kind. Trotzdem sollte man nicht lebn u leben lassen wie katrinchen1971 schon sagte. Du bekommst 245 Euro plus 184 Euro Kindergeld das sind 429 Euro reicht das nicht für ein fast 12 jähriges Kind. Warum bekommen die Mütter den Hals nicht voll? muss man dem Kindesvater ständig mehr Geld aus der Tasche ziehen- Es wundert mich nicht, das immer mehr Männer sich aus der Verantwortung ziehen

Kommentar von Eifelmensch,

Die Mutter bekommt doch nur das hälftige Kindergeld. Die andere Hälfte steht dem Vater zu.

Der Mindestkindesunterhalt für ein 11-jähriges Kind beträgt 272,-€. (Zahlbetrag)

Diesen zu erhalten ist ein Recht des Kindes und nicht der Kindesmutter!

Es ist sogar die Pflicht des betreuenden Elternteils, die Ansprüche des Kindes geltend zu machen. Das Kind selbst hat ja keine Möglichkeit dazu.

Antwort von katrinchen1971,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Werte der Düsseldorfer Tabelle sind Richtwerte und es wird immer die Hälfte des Kindergeldes, derzeitig 184/2 = 92, d.h. in der Stufe ab 12 sind es dann 334,00 bei 100% Regelsatz. Dies gilt bis zu einem Einkommen von 0-1500,00 € netto. Die Frage mit der Rückforderung ist wackelig, ich würde zum Jugendamt gehen, den Unterhalt überprüfen lassen. Die können dann auch sagen, ob die rückwirkende Rückforderung möglich ist. Eigentlich wie überall in Deutschland geht das aus meiner Sicht ab Antragstellung der Neuberechnung. Viel Erfolg und nicht nur das Geld, auch das Kind dabei sehen, leben und leben lassen !!

Antwort von Kleinedickefrau,

Das solche Diskussion aufkommt war zu erwarten, schade. Es geht nicht darum, dem Kindsvater immer mehr zu nehmen (auf jeden Fall nicht in meinem Fall). Wir verstehen uns gut und das soll auch so bleiben. Da aber die Kosten für Klassenfahrten etc. auch steigen, wollte ich wissen, was dort machbar ist, ohne Stress zu machen. Ich will für das Kind nicht mehr als ihm zusteht, zumnal ich ja auch voll berufstätig bin. Sein Einkommen ist so wie meines auch ca 1400 Euro netto. Das Jugendamt wollte ich nicht einschalten, die sehen immer gleich die Chance gekommen, sich einzumischen und das ist meist nicht unbedingt positiv zumal wir ein gutes Verhältnis haben- und das soll auch so bleiben.

Antwort von Shany,

ICH habe ZB seit meine Kleine da ist also schon 14J kein Unterhalt da der Erzeuger angeblich immer As ist usw;-P Bringe sie selber sehr gut über die Runden !!!SELBST ist die Frau!!!!

Antwort von jockl,

Ich finde die ganze Herumeierei in solchem Zusammenhang lustig. Denn, sowohl Jugendämter als auch REA´s können im besten Fall nur Empfehlungen abgeben bzw. angstmachende Briefe schreiben.

Die letzte Entscheidung hat, sofern keine einvernehmliche Vereinbarung zustande kommt, ein Richter.

Aber, so wie hier in Diskussion steht, 429€ für ein 12-jähriges Kind, so dieses doch keine Miete zahlt, das sieht so aus als dass hier ein nachträglicher Rosenkrieg stattfindet.

Zudem ist nicht zu erkennen, 1400€ brutto/netto ??

Antwort von Eifelmensch,

Das kommt auf den Titel an.

Ist er dynamisch, muss der Verpflichtete selbständig die Zahlbeträge anpassen.

Ist er statisch, so wird ein höherer Unterhalt erst ab der Inverzugsetzung (Zeitpunkt der Forderung) fällig.

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Von den Tabellenwerten in der Düsseldorfer Tabelle ist das hälftige Kindergeld abzuziehen.

Die Zahlbeträge stehen ganz unten in der Tabelle.

Kommentar von katrinchen1971,

Es scheint hier noch keinen Titel zu geben, sonst stellt sich die Frage mit der Rückforderung nicht...

Kommentar von Eifelmensch,

Warum.

In einem Scheidungsurteil/-vergleich wird doch grundsätzlich auch der Kindesunterhalt festgelegt.

Das wäre dann ein Titel.

Es kommt halt darauf an, was in dem Titel steht.

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Mir wurde z.Bsp. 1996 ein Titel auferlegt, dieser ist immer noch gültig. Da er jedoch statisch ist, entspricht der titulierte Betrag natürlich nicht den heutigen Werten.

Jedoch solange ich ihn bediene, es ist es nicht möglich zusätzliche Forderungen zu stellen. Dazu müsste der Titel dann erst einmal abgeändert werden.

Kommentar von truxumuxi,

Eifelmensch, es ist so , dass bei Scheidung und Kindern nicht automatisch bei der Scheidung ein Titel für den Unterhalt erwirkt wird. Diesen muss man extra machen und notariell beglaubigen lassen. Der Anwalt wird einen darauf hinweisen, dass man das machen sollte, um auf der sicheren Seite zu sein. Viele lassen das aber erst mal, weil das ja zusätzliche Kosten verursacht. Um meistens zahlen die Väter ja noch am Anfang. Das interessiert das Gericht nicht, das macht ein Notariat. Wer geschieden ist und keine notariell beglaubigten Titel hat, der kann keine Unterhaltszahlung rückwirkend einfordern, erst ab dem Moment wo er beim Jugendamt einen solchen erstellen lässt. Ausserdem können solche Titel auch abgeändert werden oder für nichtig erklärt werden, wenn der VErpflichtete verschuldet ist oder abzusehen ist, dass nichts zu holen ist. Der Verpflichtet kann dann auf Abänderung klagen.

Kommentar von Eifelmensch,

Wer geschieden ist und keine notariell beglaubigten Titel hat, der kann keine Unterhaltszahlung rückwirkend einfordern

Das ist ja klar!

Wenn kein Titel existiert beginnt die Unterhaltspflicht immer erst ab dem Monat der Inverzugsetzung.

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erst ab dem Moment wo er beim Jugendamt einen solchen erstellen lässt.

Das kann der Verpflichtete auch beim Notar machen!

Der erstellt wenigstens einen Titel so, wie es der Verpflichtete haben will.

Kostet übrigens nicht mal was.

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