Kindes Unterhalt einklagen?

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3 Antworten

Um den Unterhalt für die Vergangenheit jetzt noch einfordern zu können, müsstet ihr nachweisen, dass ihr versucht habt, den Wohnsitz des Vaters ausfindig zu machen.

Habt ihr keine entsprechenden Belege (z.B. zur Auskunft aus dem Melderegister u.ä...), könntest du den Unterhalt jetzt nicht mehr nachträglich fordern.

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Als Schülerin (und ggf. auch während deiner ersten Ausbildung bzw. Studium) hast du noch einen Unterhaltsanspruch an deine Eltern - an beide.

  • Deine Mutter war dir bis zu deinem 18. Geburtstag zum "Naturalunterhalt" verpflichtet (Betreuung, Kochen, Wäschewaschen usw..), da ja noch eine "Sorgeverpflichtung" für dich bestand.
  • Da diese mit der Volljährigkeit entfällt, ist nun auch die Mutter barunterhaltspflichtig.
  • Jeder Elternteil muss dir von deinem "Gesamtanspruch" einen Anteil zahlen, je nach Höhe seines Einkommes...
  • Zwar kann die dir Mutter ihren errechneten Anteil in Form von Verpflegung und Unterkunft statt als Bargeld gewähren, aber dazu muss ja erst einmal dein "Gesamtanspruch" und die sich daraus ergebenden Anteile der Eltern ermittelt werden.

Du musst nun also

  • deinem Vater  deinen Anspruch nachweisen (Schulbescheinigung...) 
  • und ihn auffordern, seine Einkommensnachweise zur Verfügung zu stellen
  • und dann anhand dieser und denen der Mutter deinen Anspruch berechnen.

Dann musst du deinen Vater zur Zahlung seines berechneten Anteils auffordern (und ihm die Kontonummer mitteilen, auf das die Zahlung erfolgen soll...).

  • Er hat dann Anspruch darauf, die Berechnung nachvollziehen zu können, ggf. also auch die Einkommensnachweis der Mutter einzusehen.
  • Evt. musst du seinen Anteil noch "titulieren" lassen, denn nur mit einem Titel müsste er tatsächlich Unterhalt zahlen, wäre dieser ggf. pfändbar o.ä.

Zahlen muss er ab dem Tag, an dem du ihm deinen Anspruch übermittelt und zum Unterhalt aufgefordert hast, für Zeiten davor nicht mehr...

Du selbst musst deine Forderungen stellen, die Mutter ist dazu nicht mehr berechtigt. Du könntest du dich noch beim Jugendamt beraten lassen, es darf aber selbst auch nichts mehr für dich tun. Ggf. müsstest du einen Anwalt beauftragen....

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Selbstverständlich hast du das Recht auf den Unterhalt, sowohl auf den aus der Vergangenheit wie auch auf zukünftigen

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