Frage von majaemma, 60

Kinderzuschlag und Hilfe?

Hallo zusammen, habe mal eine Frage. Mein Freund kommt momentan mit einem Nettogehalt von 1700€ nach Hause, ich bewege mich im 500€ Bereich. Von seinem Lohn bleibt eigentlich auch nichts übrig, Versicherungen, Miete, Kredit, etc. Bin jetzt seit einem Monat auf Teilzeit angemeldet und bin schwanger ( gestern rausgekommen):-). Könnt ihr mir sagen wie das mit Mutterschaftsgeld, Elternzeit, Kindergeld also jegliche Gelder was in dieser Zeit zusammenkommt, auf sich hat? Ich hab da nämlich so viel verschiedenes gehört und denke doch ihr werdet mir aufjedenfall weiterhelfen können. Ich bedanke mich schon mal im voraus für alle ernstgemeinte auf das Thema bezogene Antworten. Liebe grüsse

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Kindergeld, 18

Siehe zunächst die Antwort von @ MaraMiez !

Ihr könnt euch dann im Internet noch mal einen kostenlosen Rechner für Wohngeld und Kinderzuschlag suchen,ggf.habt ihr da noch einen Anspruch.

Sollte da keiner mehr bestehen,dann könnt ihr nur versuchen beim Jobcenter ALG - 2 zu bekommen,da musst du dem Arbeitsmarkt bis zum 3 Lebensjahr des Kindes auch nicht zur Verfügung stehen,anders als beim ALG - 1.

Aber die Schulden die dein Freund hat bzw.die Raten die er zahlen muss interessiert das Jobcenter nicht,die werden also bei der Berechnung eures Bedarfes nach dem SGB - ll nicht berücksichtigt.

Euch würden derzeit folgende Beträge zustehen,würde das Kind schon geboren sein.

2 x 364 € Regelsatz für den Lebensunterhalt für euch beide + 237 € Regelsatz für das Kind = 965 € für die Regelsätze und dazu käme dann vorerst die tatsächlich zu zahlende KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),dass dann zumindest für 6 Monate Übergangszeit,sollte die KDU - nach dem SGB - ll dann für 3 Personen nicht angemessen sein.

Wenn dein Freund 1700 € Netto hat,dann kann er derzeit max. 330 € Freibetrag von seinem Nettoeinkommen abziehen und hätte dann noch ca. 1370 € anrechenbares Einkommen.

Zu diesen ca. 1370 € käme dann derzeit min. 190 € Kindergeld,dann wären wir bei ca. 1560 € pro Monat.

Dann käme es darauf an ob dein Elterngeld aus deinem Einkommen berechnet wird oder ob du nur das staatliche Elterngeld von 300 € pro Monat bekommen würdest,dass stünde dir auf jeden Fall zu.

Angenommen du würdest es aus einer Beschäftigung bekommen und da 400 € bekommen,dass dann auf 1 Jahr,dann würden dir pro Monat vom Jobcenter max. 300 € Freibetrag ( theoretisch ) abgezogen,dein anrechenbares Elterngeld würde also auf 100 € sinken.

Würdest du dein Elterngeld auf angenommen 2 Jahre verteilen,dann halbiert sich auch der Freibetrag auf 150 €,dann würdest du 200 € Elterngeld bekommen und es würden dir 150 € als Freibetrag abgezogen,dann blieben nur 50 € anrechenbares Einkommen.

Dieses würde dann zu den ca. 1560 € dazu kommen und auf euren Bedarf angerechnet.

Bei dem staatlichen Elterngeld von 300 € kannst du nur max. 30 € Versicherungspauschale geltend machen,teilen kannst du auch dieses,dann würdest du nur 150 € pro Monat über 2 Jahre bekommen,es würden dann also nur 120 € und nicht 270 € vom Elterngeld angerechnet.

Antwort
von MaraMiez, 35

Mutterschaftsgeld gibt es in der Zeit der Mutterschaftsurlaubs. Also 6 Wochen vor dem errechneterm Termin bis 8 Wochen nach der Entbindung (bei Mehrlingsgeburten länger). Die Höhe berechnet sich aus dem Nettolohn der letzten 3 Monate bzw. 13 Wochen vor Beginn der Mutterschutzfrist. Die Krankenkasse zahlt davon 13€/Tag, die Differenz zahlt dann der Arbeitsgeber. Das gilt nur, wenn man in dieser Zeit auch versicherungspflichtig beschäftigt war.

Elternzeit: Man hat Anspruch auf bis zu 3 Jahre, in denen man daheim bleiben darf und nicht kündbar ist. Die zeiz is ausweitbar, falls das Kind z.B. besonderer Pflege bedarf oder man nachweisbar trotz Bemühungen keine Betreuungsplatz bekommen kann.

Mit der Elternzeit geht oft einer das Elterngelt: Gibt es für 12 Monate. Es gibt 67% des durchschnittlichen Nettolohnes der letzten 12 Monate vor Entbindung, mindestens aber 300€. Möglich sind auch 14 Monate, wenn der Partner mindestens 2 Monate davon übernimmt. Außerdem kann man die Bezugszeit verdoppeln (also 24, bzw 28 Monate), wobei man dann monatlich nur die Hälfte des errechneten betrags ausbezahlt bekommt. Macht man die Elternzeit länger als das, gibt es dafür keine finanzielle Unterstützung.

Kindergeld: steht dem Elternteil zu, bei dem das Kind die meißte Zeit wohnt. Derzeit sind das 190€ fürs erste Kind.

Und das wars. Wenn der Arbeitsvertrag in der Zeit der Schwangerschaft oder Elternzeit ausläuft, meldet man sich arbeitssuchend. Es steht einem ALG1 oder gegebenenfalls Hartz4 zu. Wärend der Elternzeit hat man keinen Anspruch auf ALG1, da man nicht vermittelbar ist. Elterngeld und Kindergeld wird zu 100% an den Hartz4-Anspruch angerechnet.


Ich sehe jedoch nicht, wieso das Geld, das ihr dann haben werdet, nicht reichen sollte, da es vermutlich sogar etwas mehr ist, als ihr derzeit Netto habt. Wir hatten kurzzeitig zu 4 1700€ Netto. Und wir sind weder verhungert noch haben wir uns verschulden müssen.

Kommentar von isomatte ,

Das Elterngeld wird beim ALG - 2 nicht zu 100 % angerechnet !

Entweder hat man auf das staatliche Mindestelterngeld die 30 € Versicherungspauschale pro Monat oder wenn das Elterngeld aus einer vorherigen Beschäftigung berechnet wurde,dann sind es max. 300 € Freibetrag pro Monat,wird es geteilt,dann halbiert sich auch der Freibetrag auf 150 € pro Monat.

Antwort
von biggie55, 30

Sorry,aber wenn ihr mit 2 Personen nicht mit 2200€ im Monat auskommt,sehe ich schwarz für die Zukunft...

Die Höhe des Mutterschaftsgeldes orientiert sich an deinem Verdienst...

Kindergeld 190€ pro Monat

Elterngeld 67% deines Lohns.

Kommentar von Reanne ,

und das alles erst nach der Geurt des Kindes.

Kommentar von biggie55 ,

stimmt... ;-)

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