Frage von Spinnenschenkel, 66

Kinderwille, Umgang?

Wenn Eltern getrennt leben und gemeinsame Sorge tragen und ein Elternteil das Kind an einem abgesprochenem Tag haben möchte, dass Kind aber schwerkrank ist und nicht mitwill und weint, ist es dann einwandfrei rechtens, dass Kind mitzuzerren?

Kind sechs Jahre alt.

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Antwort
von maja11111, 22

es kommt darauf an was beim elternteil schwerkrank bedeutet. umgang wird auch bei krankheit nur dann abgesagt, wenn der arzt eine absolute transportunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt hat. die kann man dem anderen elternteil vorlegen und der nimmt das dann so hin. dann wird der umgang auf das nächste we verlegt und der elternteil hat das kind dann eben zwei we hintereinander.

auf das geweine muss man nichts geben. das kind weint dem betreuenden elternteil zuliebe. also findet umgang ganz normal statt. immerhin soll kind den alltag vom umgangselternteil leben und dazu gehört auch mal krankheit. wo ist nun das problem? nein ist nichts rechtens, dass umgang abgesagt wurde.

Antwort
von Dahika, 27

Was heißt schwerkrank?

Normalerweise heißt es nicht, dass das Kind entscheiden kann, ob es mit will oder nicht. Das würde das Kind auch überfordern. Wenn es sich gegen einen Elternteil entscheidet, bedeutet das oft genug große Schuldgefühle für das Kind. Und eine große Überforderung. Sehr oft!!! wird das Kind auch von einem Elternteil instrumentalisiert , dass es nicht zu wollen hat. Das läuft auf einer unbewussten Ebene ab, aber ist dennoch hochwirksam.
Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, hat auf das Kind einzuwirken, dass es mit dem anderen Elternteil willig mitgeht. Wenn der Elternteil, wo das Kind lebt, selbst interessiert ist, dass das Kind bei dem anderen Elternteil seine Zeit verbringt, gibt es da keine Probleme.

Aber wie gesagt, nicht selten werden Kinder instrumentalisiert und als Waffe benutzt. Unbewusst!

Der Einzige, der entscheiden kann, ob das Kind mitgeht oder nicht, ist der Familienrichter, der natürlich das Kind auch anhört.

Ich kenne leider viele Mütter, meist sind es leider die Mütter, die sich auf die Position zurückziehen: "Mein Kind will nicht, ich zwinge es nicht." (und sich dabei heimlich triumphierend die Hände reiben.)
Ich frage dann immer: "Und wenn Ihr Kind morgen sagt: "ich will nicht in die Schule", sagen Sie dann auch: ich werde es nicht zwingen.

"Das ist ja was ganz anderes" ist meist die entrüstete Antwort. Nein, ist es nicht.

Kommentar von Spinnenschenkel ,

Ich finde diesen Beitrag ganz entsetzlich.

Hier wird verallgemeinernd unterstellt, dass alle Mütter immer wenn ein Kind nicht mit dem Vater mitwill das Kind "instrumentallisiert" hat, immer, weil Mütter nicht anders können, weil sie es unbewusst machen! Das ist eine haarstreubende Dumme Unterstellung!

Als ich klein war, und wenn ich krank war, wollte ich auch bei meiner Mama sein, weil die sich immer um uns Kinder gekümmert hat, weil Papa arbeiten ging!

Außerdem geht es hier um ein Krankes Kind! Mit 40 Fieber, Durchfall Erbrechen und Schüttelfrost! Welches weinend aus dem Bett gezerrt wurde! Und die Mutter hat auf das Kind eingeredet, dass es mit geht!

Ich schicke meine Kinder auch nicht Krank in die Schule!

Und die zwischenmenschliche Bindung an die Eltern, die Elterliche Sorge, ist eben doch etwas anderes als eine Lehrer-Kind Beziehung. Und es ist einfach zu unterscheiden für einen Wachen Geist, ob ein Kind nur keinen Bock hat oder eine ernsthafte Ablehnung besteht. Vielleicht weil irgendein "treusorgender" Vater sein Kind nur vor die Glotze setzt und ignoriert, oder schlägt, oder misshandelt!

Ich mag ihren Beitrag gar nicht

Kommentar von maja11111 ,

natürlich findest du das schrecklich, es passt ja auch nicht in dein weltbild. es beschreibt aber sehr nüchtern und neutral, wie die welt funktioniert und wie es sein muss. wertung bringst du rein. auch wertung was dein kind zu denken hast, weil deine traumwelt früher durch mutti geprägt war, da sie sich immer gekümmert hat. sie war arbeitslos und papa war immer arbeiten. der hat sich also gekümmert, damit mutti zuhaus bleiben konnte. sie wollte es doch so.

die kinder zu vati zu schicken und in die schule, sind äpfel mit birnen vergleichen. genau das ist instrumentalisieren. mutti macht das kind fertig, packt die medikamente ein, fieberthermometer, krankenkarte und ab. das ist erwachsen handeln. dann kann papa das kind betreuen und mutti kann arbeiten gehen. spart krankentage für das kind.

weiterhin hast du nicht verstanden was eine elternebene ist und was ein kindisches verhalten ist. du selbst beschreibst dich als unglaublich kindisch. die allerwenigsten väter sind streitsüchtig, sind gewalttätig, oder parken ihre kinder.

bsp. ich gehe arbeiten, kv ist arbeitslos. kind hatte drei tage immer abends fieber. also ab zum kinderarzt und diagnose: fieber, infekt, asthmatische allergie im ausbrechen: kind hat heuhusten auf alles was blüht von jan.-november...therapie: vier verschiedene husten/nasen/allergie/ohrensäfte - fiebersaft, bettruhe, schulfrei. kv angerufen und der hat kind abgeholt noch am selben abend und dafür gesorgt das er vier tage im bettchen bleibt, wenn nötig mit playstation oder tablett und tv. kind ist 8 jahre alt. ich konnte arbeiten gehen.

Kommentar von Menuett ,

Ein hoch fieberndes kotzendes Kind aus dem Bett zu zerren um dann mit ihm "Umgang" zu haben, ist Kindesmißhandlung.

Antwort
von Menuett, 8

Hier hätte die Mutter sich weigern können und wenn der Vater das Kind aus dem Bett zerren will, dann hätte ich die Polizei gerufen.

Nein, so weit geht Umgang und gemeinsames Sorgerecht nicht, dass man ein Kind mißhandeln darf.

Wenn das Kind ne Erkältung hat, oder nicht so hoch Fieber - klar, kein Problem.

Aber 40 Grad und eine Magen-Darm-Grippe? Der Typ hat sich doch nicht mehr alle.

Das Kind war überhaupt nicht transportfähig.

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