Frage von hallohallojahr, 84

Kinderheim: Altersdifferenz zu Pädagogen/Erziehern nur zwei Jahre?

Hallo, Ich bin 16 Jahr alt und lebe schon seit gut 10 Jahren in einem Kinderheim auf einer Wohngruppe. Dort komme ich auch gut zurecht. Die Erzieher sind unterschiedlich alt von ~25 aufwärts ungefähr. Ab un zu kommt es aber vor, dass 18-jährige Praktikanten, die ich aus der Schule sogar manchmal vom sehen kenne, im der Wohngruppe für einen zb. Monat "arbeiten" (Praktikum machen). Das heißt also, dass diese erst zwei älteren Menschen sich mit meinem Privatleben auseinandersetzen und aufpassen, dass ich die Regeln und Strukturen (die es eben bei uns gibt) einhalte. Ehrlich gesagt finde ich das total unmöglich. Die Leute , die hier hinkommen, sind oft nicht viel weiter als ich und haben sicherlich viele eigene Baustellen, so wie ich. Da ist ja nur ein Altersunterschied von 2 Jahren, und nur zum Vergleich, auf meiner Wohngruppe gibt es auch Kindern, die 14,13....8 Jahre alt sind. Ich wollte nur mal wissen, was ihr davon haltet und was Eure Meinung dazu ist. Schon mal danke im Voraus!

Antwort
von NicoleU, 37

Ich kann dich verstehen. Wären jetzt alle so alt wie du würde ich sofort sagen dass das nicht in Ordnung ist. Für die 14 und jüngeren ist das ja schon in Ordnung. Allerdings finde ich es auch nicht so gut wenn die Praktikanten von eurer Schule kommen.

Sprich mit deinen Erziehern darüber. Auf jeden Fall sollte es so geregelt werden, dass du etwas rausgehalten wirst in ihrem Praktikum. Da lässt sich sicher etwas regeln. Vor allem auch wenn ihr auf eine Schule geht. Sag Ihnen dass du befürchtest dass sie erlebtes ihren Freunden oder Lehrern erzählen.

Einen 18jährigen Praktikanten in der Ausbildung zum Erzieher solltest du akzeptieren. Die sollten professionell damit umgehen können. Das würde ich leider einem Schüler einer Allgemeinbildenden Schule nicht zuschreiben.

Nenn den Erziehern deine Befürchtungen und erzähl ihnen von deinen Gefühlen während so eines Praktikums. Da werden sie sich etwas überlegen.

Antwort
von Goodnight, 23

Praktikanten die dich privat kennen haben in deiner Wohngruppe gar nichts zu suchen. Oder gehören zu deinen Themen ausgeschlossen.

Antwort
von CassandraVT, 43

Theoretisch stellt das kein Problem dar, aber natürlich ist es schwerer so jemanden als Autorität warzunehmen, zumal ein Pädagoge ja auch irgendwie in einem Leben rumpfuscht. Aber ich schätze mal das der/die Praktikant/in sich nicht minder unwohl fühlt. Damit muss man eben klarkommen und meistens findet sich nach einer Zeit eine automatische Verhaltensweise. Wenn es garnicht geht und der Praktikant sich alles erlaubt was du nicht nachvollziehen kannst dann sollte aber etwas unternommen werde.

Kommentar von hallohallojahr ,

Autorität ist natürlich von meiner Seite aus immer schwer entgegen zubringen. Zumal diese Praktikanten ja nur zwei Jahre älter sind als ich und ich den unter 14 Jährigen natürlich nicht in ihr Probleme schaue und mich um deren Termine und Regeln kümmere (-n darf)

Antwort
von Luuke777, 41

Ein Praktikant in dem Alter sollte eher versuchen wie ein Kumpel sich zu verhalten und nicht versuchen einen Pädagogen zu imitieren. Das geht immer schief (wirkt einfach in der Rollenverteilung dann komisch), aber die Kumpelrolle funktioniert eigentlich immer gut. Du kannst ihnen das ja mal raten. Ist für alle besser ;-)

Antwort
von Chrimileda, 16

Wenn ein Praktikant bei Euch ist, den Du kennst aus Schule z.B. , finde ich es sehr wichtig, dass Du geschützt wirst. Praktikanten sollten so oder so nicht in sämtliche Biografien Einblick bekommen, bzw. sollten wenigstens die Jugendlichen mitentscheiden, ob sie damit einverstanden sind. Im Zeitalter der Participation, die auch in der Ausbildung zum Pädagogen eine sehr große Rolle spielt, sollte den Betreuern das bewußt sein. Ich würde auf jeden Fall bei Euren Betreuern genau die gleiche Frage stellen, wie hier im Forum, unbedingt....alles gute für Dich! LG

Antwort
von hallohallojahr, 18

Ja stimmt, ich gehe zwar mit Freunden auf ein Gymnasium, aber schon manchmal wennn die zB. irgendwie erzählen, dass sie dieses Wochenende sturmfrei haben, weil ihre Eltern nicht da sind, ist das schon manchmal nicht schön.

Kommentar von hallohallojahr ,

""""sollte eigentlich ein Kommentar werden

Antwort
von Morpheus94, 25

Hmm ja das fände ich auch doof. Ist schlecht für das Selbstwertgefühl. Sowieso in einen Heim zu wohnen ist schlecht für das Selbstbewusstsein. Das mein ich nicht böse, ist ja nichts schlimmes dabei im Heim zu wohnen, aber ich hab auch mal 2 Jahre in einem Wohnheim gewohnt und mich hat das voll runter gezogen, da ich mich immer mit Freunden verglichen hab, die Karriere machten usw, während ich in einem Heim rum gammel. Deswegen schlecht fürs Selbstwertgefühl. Also, sobald du alt genug und bereit dafür bist, raus aus dem Heim und in eine eigene Wohnung oder Wg mit Freunden. Fühlt sich einfach viel besser an unabhängig und selbstständig zu lebe. Und dann kann man auch stolz auf sich sein. Alles gute dir und pass auf dich auf :)

Antwort
von diroda, 5

Ich habe mehrere Jahre ehrenamtlich in einem Kinderheim bzw. Wohngruppen gearbeitet. Da hatten die (meist jungen unerfahrenen) Praktikanten nur eine sehr eingeschränkte/geringe Erziehungskompetenz. Arbeiteten nur zusammen mit erfahrenen Erziehern, schauten ihnen so zu sagen über die Schulter. Unterstützten die Erzieher und die Kinder/Jugendlichen z.B. bei Hausaufgaben. Sie sollen durch ihr Praktikum ja einen Einblick in den Beruf bekommen. Nicht als billige Arbeitskräfte erfahrene Erzieher ersetzen. Dann ist der Zweck verfehlt und ihr Einsatz könnte eher schaden als nutzen.

Antwort
von diroda, 9

Grundsätzlich ist es eine gute Sache wenn junge Menschen durch ein Praktikum, möglicht schon vor der Ausbildung, einen guten umfangreichen Einblick in den Beruf bekommen. Sie frühzeitig wissen was auf sie zu kommt und ob sie persönlich für den Beruf geeignet sind. Nicht nach Jahren die Ausbildung abbrechen. Keine Lust auf den Beruf haben. Ihn deshalb schlecht machen.

In dem besonders sensiblelen/verantwortungsvollem Beruf des Erziehers muß gewährleistet sein das unerfahrene Praktikanten nur unterstützend zu erfahrenen Erziehern tätig sind. Sie nicht, als billige Arbeitskräfte, ersetzen sollen.

Natürlich müssen die Praktikanten die Persönlichkeitsrechte der Kinder/Jugendlichen achten und deren Datenschutz gewährleisten. Sie können ja noch keine berufliche persönliche Kompetenz eines Erziehers haben.

Gibt es damit Probleme solltet ihr euch an die erfahrenen Erzieher oder an die Heimleitung wenden. Einfache Sprüche wie "du hast mir ja überhaupt nichts zu sagen" bringen niemanden weiter.

Antwort
von Pseudodemenzler, 33

Mach dich ran....

Ne, diese Menschen haben natürlich selbst noch "Flausen im Kopf", allerdings ist es ja erst einmal nur ein Pratikum, Außerdem können die sich vielleicht noch besser einfühlen, da sie näher am Generationsgeschehen stehen.

Kommentar von hallohallojahr ,

Also da mit dem Einfühlen sehe ich nicht als so wichtigen Punkt an, da man sich ja nicht einer fremden Person, die man evtl. sogar aus der Schule her kennt, an. Da kommt man sich doch schon ein bisschen wie das kleine, arme hilfslose Kinderheimkind vor, wenn sich plötzlich eine 2 Jahre älter immer noch fast Jugendliche um die eigenen Termine kümmert .

Kommentar von Pseudodemenzler ,

Doch die Grenzen können verschwinden, da dann ein kollegiales Verhältnis entstehen kann, so wie Bruder und Schwester oder Freund und Freundin mit einem Partner, der/die die Hosen trägt.

Zwar kann der Respekt auch leicht abhanden kommen, doch für schlimm vorbelastete Heimkinder wirkt ein 1 to 1 heilsamer als ein strikt geordnetes Regime.

Kommentar von hallohallojahr ,

ja, kenn manche brauchen schon ein 1 zu 1, aber eine Art Hierarchie bleibt es trotzdem, denn wenn es beispielsweise eine Übergabe der Situationen, die am Tag gelaufen sind , gibt, dann wird die Tür des Büros geschlossen: Praktikant sitzt drinnen, hört sogar Themen, die ich nicht wissen soll und ich stehe draußen, und darf nichts hören. Ist zwar klar, dass mich das alles nichts angeht, aber die Praktikanten doch eigentlich auch nicht, weil es schon sehr private Themen gibt, die besprochen werden, die einen auch nahe gehen und auch unangenehm sind. schönen Abend

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