Frage von Bartholomeo12, 56

Kindergeldnachzahlung - wie vorgehen?

HI,

seit August wohne ich nun bei meiner Mutter, doch das KiGe ist seit heute nicht bei ihr angekommen. Sie erwartet eine Rückzahlung, jedoch bleibt ihr diese bis dato verwährt. Da ich, als ihr Kind, kindergeldberechtigt bin (unter 25 und erwerbstätig) frage ich nun, wie man am besten agieren kann, um an das Geld zu kommen. In dem letzten Schreiben, den sie vom Amt bekam wurde ihr gesagt, dass das KiGe mit meinem damaligen ALG I verrechnet worde, was vollkommener Blödsinn ist, da ich ja nicht der "Kindergeldberechtigte" bin. Da wir genug Beweise haben, um alles nachzuweisen, wies ich meine Mutter drauf hin mit dem Anwalt zu drohnen, sie schreckt aber davor zurück und möchte am liebsten gar nicht um das KiGe kämpfen. Eure Gedanken/Tipps/Meinungen?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von isomatte, Community-Experte für Geld & Kindergeld, 26

Wenn ihr etwas zu erwarten habt handelt es sich um eine Nachzahlung,hat man etwas bekommen was einem nicht zustand,dann ist es Rückzahlung von zu unrecht bezogenen Leistungen !

Eine Kindergeldpflicht gibt es nicht,wenn dann ist man berechtigt,hat also die Voraussetzungen erfüllt für den Bezug von Kindergeld.

Was hast du denn für Leistungen bekommen,bevor du wieder zu deiner Mutter gezogen bist ?

Wenn du nur ALG - 1 bekommst hast wird mit dem Kindergeld nichts verrechnet,nur wenn das zu gering war und du zusätzlich noch ALG - 2 vom Jobcenter bekommen hast wird eine vorrangige Leistung wie das Kindergeld verrechnet.

Hast du also dann zusätzlich zu deinen ALG - 1 noch ALG - 2 bekommen und das Jobcenter hat deinen Bedarf voll aufgestockt weil du das Kindergeld noch nicht bekommen hattest,dann ist die Verrechnung korrekt,dann wird das Jobcenter bei der Familienkasse einen Antrag auf Erstattung gestellt haben und sie haben das untereinander verrechnet.

Mit einer Drohung kommt ihr da sicher nicht weiter,wenn dann muss man das schon durchziehen wenn man denkt im Recht zu sein und vorher sollte man dann aber fristgerecht einen Widerspruch gegen diese Entscheidung einlegen.

Kommentar von isomatte ,

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Antwort
von turnmami, 29

Man kann nicht kindergeldpflichtig sein.

Man hat nur eine Berechtigung dazu. Wobei man nicht automatisch bei Erwerbstätigkeit diese hat. Über 18 nur, wenn du in Berufs-oder Schulausbildung bist.

Hast du damals tatsächlich Alg 1 bekommen? Oder vielleicht doch Alg2??

Dann ist die Verrechnung schon rechtmässig.

Antwort
von ellaluise, 31

Sicher das mit ALG1 verrechnet wurde,? Kindergeld wird mit ALG2 verrechnet?

Wenn Bescheid falsch sind, muß man fristgerech Einspruch/Widerspruch einlegen. Ggf. Nachweise, auch nochmals, schicken.

Außerdem, es ist keine "Kindergeldrückzahlung" sondern eine "Kindergeldnachzahlung" die du wünscht.

Begriffe sind schon wichtig, eben auch ob ALG1 oder 2, evtl. ja auch noch aufstockend. Wenn irgendjemand in euerem Haushalt ALG2 bezieht oder bezogen hat......

Antwort
von Hexe121967, 35

das mit dem verrechnen ist kein blödsinn sondern wird genau so gemacht. wenn du erwerbstätig bist und über 18 ist es garnicht gesagt, dass dir/euch noch kige zusteht. das kommt auf dein gesamteinkommen an.  auf dem amt kann man deine mutter diesbezüglich beraten.

Antwort
von TreudoofeTomate, 29

Wenn du erwerbstätig bist hat deine Mutter keinen Anspruch mehr auf Kindergeld, egal ob du noch unter 25 bist.  

Ach, mit einem Anwalt drohen ist totaler Quatsch. Entweder deine Mutter beauftragt einen Anwalt oder nicht. Damit Drohen juckt keinen Sachbearbeiter.

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