Frage von Marco393, 454

Kindergeld(20) bei Teilzeitjob(30Std/Woche) zur Überbrückung(Ausbildung 01.08.2016)?

ich bin 20 Jahre alt und möchte teilzeitarbeiten (30 Std/Woche)Mit Fahhrad Post austragen Meine Ausbildung fängt dabei erst nächstes Jahr an(01.08.2016)(Erstausbildung natürlich)

Jetzt meine Frage, bekomme ich währenddessen noch mein Kindergeld?(Trotz 30 Std/Woche Arbeitszeit?)

Dass der Verdienst dabei seit dem 01.01.2012 keine Rolle mehr spielt,da die Einkommensgrenze abgeschafft wurde, ist mir bewusst. Die Arbeitszeit könnte jedoch zum Verhängnis werden...

P.S:vor kurzem das Studium abgebrochen(falls wichtig) und Kindergeld bekommen.

Mit einem Minijob scheint es nach meinen Recherchen wohl keine Probleme zu geben...aber wie schaut es in dieser Hinsicht bei einem Teilzeitjob(30Std/Woche) aus?...

Habe was von einem Kindergeld Überbrückungszeitraum von 4 Monaten gehört. Was hat es damit auf sich? Habe ich Anspruch auf Kindergeld bis zum Ausbildungsbeginn sowie während der Ausbildung?

Danke für jede einzelne Antwort!

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Kindergeld, 447

Wenn du schon eine feste Zusage für deine Ausbildung hast bzw.schon einen Ausbildungsvertrag hast und der Beginn deiner Ausbildung nicht zu einem früheren Zeitpunkt möglich war,dann besteht Anspruch auf Kindergeld bis zum Ende des Monats vor Beginn der Ausbildung,du musst das der Familienkasse nur nachweisen z.B. Kopie des Ausbildungsvertrages bzw. der festen Zusage !

Ab Beginn bis Ende deiner Ausbildung hast du dann ja eh wieder Anspruch,solange du noch keine 25 bist.

Das dein Einkommen seit dem 01.01.2012 keinen Einfluss mehr hat weißt du ja schon und die Arbeitszeit hätte nur dann einen Einfluss auf den Anspruch,wenn du schon eine abgeschlossene Berufsausbildung / Studium hättest.

Dann dürftest du in der Wartezeit bzw.neben einer weiteren Ausbildung dann pro Woche nicht mehr als durchschnittlich 20 Stunden arbeiten,dass würde dann schädlich für den Anspruch sein.

Kommentar von Marco393 ,

leichter hätte man es nicht formulieren können, Danke!

Kommentar von Marco393 ,

Aber wie schaut es nach der Ausbildung im Falle einer Übernahme aus? Dann besteht logischerweise kein Anspruch mehr, oder? Nur bei einer Nichtübernahme und das darauffolgende melden beim Arbeitsamt als "arbeitssuchend" bzw. durch die Aufnahme einer weiteren Ausbildung. (eigentlich im Letzten Abschnitt schon alles erklärt, wollte mir nur sicher gehen alles richtig aufgenommen zu haben)

Und noch eine Frage: Ich wohne noch leider bei meinen Eltern und bin familienversichert. Ich meine gehört zu haben, dass im Falle einer Aufnahme eines Teilzeitjobs diese "aufgehoben" wird und ich nun als "einzelversichert" gelte. Stimmt das so? Gibt es sonst was in diesen "Versicherungsangelegenheiten" zu beachten? Kenn mich in dieser Hinsicht nicht so gut aus, meine Eltern leider genauso wenig....

Kommentar von isomatte ,

Wenn du nach der Ausbildung übernommen wirst hast du logischerweise keinen Anspruch mehr auf Kindergeld,der endet nach bestandener Prüfung,also wenn feststeht das du eine abgeschlossene Berufsausbildung hast,auch wenn dein Ausbildungsvertrag länger laufen sollte !

Würdest du nicht übernommen werden,dann stünde dir nach Arbeit suchend Meldung nur noch Kindergeld zu,wenn du zwischen 18 - 21 Jahre alt sein würdest,dann wärst du ein Kind ohne Arbeitsplatz.

Du hättest dann nur Anspruch auf ALG - 1,dass würde dann ca. 60 % deines letzten Nettogehalts betragen und wenn du angenommen in einer eigenen Wohnung leben würdest,also nicht mehr bei den Eltern,dann käme ggf.noch eine ALG - 2 Aufstockung vom Jobcenter in Betracht,wenn dein ALG - 1 deinen Grundbedarf nach dem SGB - ll nicht decken würde.

Ein neuer Anspruch würde erst wieder entstehen wenn du der Familienkasse deine ernsthaften Bemühungen um einen weiteren Ausbildung / Studienplatz nachweisen könntest,also Kopien von Absagen auf Bewerbungen bzw.der Bewerbungsschreiben.

Denn nach abgeschlossener Berufsausbildung brauchst du dich bei der Agentur für Arbeit gar nicht erneut als Ausbildung suchend zu melden,wenn du auch in deinem erlernten Berufen arbeiten könntest.

Dann wird nur versucht dich in diesem Bereich unterzubringen und wenn das nicht möglich wäre,dann auch in anderen Bereichen.

Kommentar von Marco393 ,

Ich bin auf einen ähnlichen Fall gestoßen, allerdings ist die Betreffende Person "ausbildungssuchend" beim Amt gemeldet...

siola55(Experte für Versicherung) meint, dass nur ein 450€ Minijob erlaubt sei für einen Kindergeldanspruch, mit dazugehörigem Auszug aus dem 4.2 "Merkblatt Kindergeld".... was stimmt den nun?

Oder bezieht sich dieser "Paragraph" nur an "Kinder" mit abgeschlossener Berufsausbildung?...

http://www.gutefrage.net/frage/trotz-teilzeitarbeit-weiterhin-kindergeld

Kommentar von isomatte ,

Es ist ja ein Unterschied ob das ein Kind ohne Arbeitsplatz ist oder ein Kind ohne Ausbildungsplatz !

Dann trifft 4.3 zu.

Wenn das Kind zwischen 18 - 21 Jahre alt ist und z.B. noch zur Schule geht,dann muss es z.B. bei der Agentur für Arbeit als Arbeit suchend gemeldet sein,dann besteht weiterhin Anspruch auf Kindergeld oder das Kind wurde nach der Ausbildung nicht übernommen bzw.nur begrenzt und meldet sich dann bei der Agentur für Arbeit als Arbeit suchend,dann gibt es neben dem ALG - 1 auch noch Kindergeld,wenn das Kind noch keine 21 ist.

Ist man aber als Ausbildung suchend gemeldet,dann muss man der Familienkasse der Agentur für Arbeit normalerweise nur seine ernsthaften Bemühungen um einen Ausbildungsplatz nachweisen und das kann am ja auch machen wenn man einer Teilzeit Beschäftigung nachgeht.

Man kann ja Bewerbungen schreiben und sollte sich dann etwas festes ergeben,dann kann man rechtzeitig seinen Job kündigen oder man weißt seine Bemühungen bei der Agentur für Arbeit nach,denn da wird man dann ja regelmäßig zu Terminen eingeladen und man muss Bewerbungen / Absagen nachweisen.

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