Frage von RenBo27, 14

Kindergeld, Student Grenzbetrag?

Gibt es den Grenzbetrag für Studenten noch oder wurde er abgeschafft? So wie ich das verstanden habe wurde dieser 2012 abgeschafft. Aber wie sieht es denn jetzt 2016 aus? Würde gerne weiterhin an Wochenenden arbeiten (<20h), aber bin mir da noch nicht sicher wegen dieser Regelung. Habe bereits knapp über 9000 Brutto verdient in laufenden Jahr, bin mir daher unsicher ob ich mir noch mal einen Minijob suchen soll.

Möchte auf keinen Fall das von meinen Eltern nochmal alle Leisungen aus dem aktuellen Jahr zurückgefordert werden. Das wäre finanziell gerade sehr übel, weil die auch mit ihren Schulden zu kämpfen haben.

Antwort
von siola55, 6

Hey RenBo27,

die Verdiensthöhe spielt seit 2012 beim Kindergeldanspruch keine Rolle mehr, da die Einkommensgrenzen 2012 ganz abgeschafft wurden ;-)

Jedoch mußt du bei einer Zweitausbildung bzw. einem Zweitstudium die 20 Wochenstundengrenze beachten!

Viel wichtiger für dich ist evtl. dein kostenloser Krankenversicherungsschutz über die Eltern: bei einem Jahresbrutto von 9000 € : 12 Monate hättest du ja bereits 750 € mtl. Bruttolohn, also kein Anspruch mehr auf die kostenlose Familienversicherung und wärst hiermit in der Gleitzone und damit selbst sozialversichert!?

Wenn du mehr als 20 Wochenstunden arbeitest, verlierst du deinen Studentenstatus und deine Eltern damit den Anspruch auf das Kindergeld!

Nachzulesen in studis-online.de unter
1. Jobben als ordentliche(r) Studierende(r)

bb) 20-Stunden-Regel für Jobs in der Vorlesungszeit

Ihr seid als ordentliche Studierende anzusehen und nicht als
Arbeitnehmer, wenn ihr in der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden
in der Woche jobbt. Sofern ihr eine Anstellung habt, in der ihr mehr
arbeiten müsst, geht man davon aus, dass euer Studium hinter eurem Job
zurücktritt und ihr mehr Arbeitnehmer seid als Studierende. Dies gilt
aber nur für die Vorlesungszeit. In den Semesterferien könnt ihr
problemlos auch mehr als 20 Stunden arbeiten. Wenn ihr dies häufiger
macht, müsst ihr allerdings die 26-Wochen-Regel beachten. Dazu gleich
unter cc).


Arbeitet ihr (in der Vorlesungszeit) überwiegend außerhalb der regulären Studienzeit, also an den Wochenenden, abends oder nachts, darf der Job ausnahmsweise auch mehr als 20 Stunden umfassen. Auch in diesem Fall ist aber Voraussetzung, dass ihr eure Zeit und Kraft überwiegend dem Studium widmet.

Achtung: Gilt für euch das Werkstudentenprivileg nicht,
weil ihr mehr als 20 Stunden in der Vorlesungszeit arbeitet, kann sich
die Versicherungsfreiheit u. U. noch daraus ergeben, dass es sich um
eine kurzfristige Beschäftigung handelt. Mehr dazu oben in Abschnitt II. 1.


Seid ihr versicherungspflichtig könnt ihr in Abschnitt III. 2. nachlesen, was hinsichtlich der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung dann für euch gilt.

bzw. in dem Link hier: www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/jobben.php?seite=4#III1abb

Gruß siola55

Kommentar von RenBo27 ,

Ich war selbst versichert und habe meine Beiträge extra vom Netto überwiesen und war überwiegend unter 20 Stunden Woche beschäftigt, bzw. am Abend, in der Nacht und am Wochenende.

Vielen Dank

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