Frage an die Mamis unter Euch: War es für Euch schlimm als Eure Kleinen das erste mal in den Kiga gegangen sind? Unsere Tochter ist nun 2 3/4 und geht seit einer Woche. Die ersten 3 Tage freiwillig nun muss ich sie brüllend da lassen. Ja, ich weiss dass sie auch sofort aufhört bis ich um die Ecke bin, aber ein bißchen stört es mich trotzdem dass ich sie weinend da lassen muss. Bisher haben wir Sie eigentlich nie weinen lassen (klingt für manche vielleicht befremdlich...aber nein - sie bekommt nicht immer ihren Willen und ist auch verzogen...bin nur eben der Meinung dass sie nicht weinen sollte). Wir haben eine sehr enge Bindung. Nun muss ich sie gegen meine Prinzipien schreiend dort lassen. So ganz gefällt mir das ja nicht. Wie habt ihr das empfunden, was habt ihr gemacht um es Euch und dem Kind leichter zu machen???? Danke für Tipps.
Mein Sohn hat zu Beginn auch geweint, das hat sich nach vielleicht drei Tagen gegeben. Meine Tochter hat gar nicht geweint, Sie weint neuerdings gelegentlich, wo sie schon über ein Jahr in die Kita geht. Das hat sich aber auch immer gleich wieder gelegt, mir ist aufgefallen, dass sie dies macht, wenn sie weiß, dass ich zu Hause bin und an dem Tag nicht arbeiten gehe. Ich schließe mich der ersten Antwort an, dies gehört zum Großwerden dazu. Mein Ältester geht seit vergangenem Jahr in die Schule. Ich habe geweint bei der Einschulung, er findet alles Klasse. So ändert es sich!
Sag Ihr, dass Du Dich freust sie mittags wieder abzuholen und jetzt wünschst Du ihr viel Spass mit den anderen Kindern.

Klingt vielleicht hart, aber auch das muss Deine Tochter lernen und auch ein Tränchen gehört mit dazu... Erklär ihr doch, dass Ihr Euch nachmittags wieder seht und sie bis dahin einen schönen Tag mit den anderen Kindern haben kann.
klar das mache ich...ich sage ihr das es hier ja auch langweilig ist wenn ich arbeite und so...
Meine Tochter hat nie geweint, weil sie in den Kindergarten sollte. Die fand das toll.
Mein Sohn hat auch geweint. Und ja: es war nicht leicht, dann zu gehen. Ich habe intensiv mit den Erzieherinnen darüber gesprochen. Und: wenn ich ihn wieder abholten wollte, machte er Zirkus, weil er sich gar nicht von dort trennen konnte... Also war es wohl nicht so schlimm dort.

Das ist wohl bei den meisten so. Allerdings gibt es sich in der Regel nach ein paar Tagen wieder. Auch wenn man ein schlechtes Gewissen hat, sollte man da durch gehen.
ja, ich kenne das auch noch. Am liebsten hätte man mit geweint :-)) Aber dadurch, dass Ihr eine ganz enge Bindung habt, ist es doppelt wichtig, sich ein bisschen von dem Kind zu lösen, damit das Kind auch eigene Erfahrungen machen kann. Kinder verhalten sich anders und lernen anders, wenn Mama und Papa nicht dabei sind. Kopf hoch, es wird von Woche zu Woche besser :-)

Meistens haben nur die Mamas ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihr Kind in den Kindergarten geben/bringen, aber lass dir das gesagt sein, es ist gut für dein Kind, es lernt andere Kinder in seinem Alter kennen, es lernt zu teilen, zu spielen, sich durchzusetzen. Mache dir nicht zu viele Gedanken oder gar ein schlechtes Gewissen, das sind ganz normale Phasen, die jeder Mensch, jedes Kind durchleben muss/wird, Trennungsängste und- schmerzen sind ganz normal und gehören zum Erwachsen werden dazu. Aber da dein Kind sich ja sehr freut, wenn es dich wieder sieht und meist im Kindergarten auch schöne Stunden verbracht hat, sollte sich auf euer beiden Seiten ein gutes Gefühl einstellen. Sei so stark und lächle beim Abschied und zeige kein schlechtes Gewissen und wenn möglich habe auch keines, dann wird alles bald seinen Gang gehen!
Ich war vor 28 Jahren in dieser Situation und bin eine langjährige Erzieherin, die Dir gern ein paar Hintergrundinfos geben würde, die Dir den Abschied erleichter. Es ist völlig normal, dass es jedem Elternteil schwer fällt, sich die erste Zeit von dem Nachwuchs zu trennen und es ist auch normal Unbehagen dabei zu empfinden. Keiner, auch nicht im KIGA, lässt die Kinder gern weinen und die Kollegen werden sich alle Mühe geben das KInd schnell zu beruhigen. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass dies meist keine 5 Min. dauert und es ist Geschichte. Das Weinen nach 3 oder 4 Tagen hat folgende Ursachen, die Du verstehen musst, um es Dir und Deinem Kind leichter zu machen.
1. Es ist die erste Trennung über Stunden für Dich und Dein Kind. Du musst POSITIV darüber reden, mit dem Kind und auch mit anderen Erwachsenen. Kinder bekommen in diesem Alter mehr mit, als uns lieb ist. Verbannt Gespräche über Eure Gefühle in Zeiten, in denen das Kind nicht dabei ist. 2. Das Kind ist hin- und hergerissen, weil es nicht versteht, weshalb es in den KIGA gehen soll, wenn Mama und Papa dann traurig sind. Andererseits will es aber auch unter Kindern sein und fühlt sich wohl. Was für ein Dilemma für das Kind! Um dieser Zwickmühle zu entgehen, haben wir immer geraten, in der ersten Zeit, das Kind in die Arme der Erzieherin zu drücken und so schnell, wie möglich aus dem Sichtkreis des Kindes zu verschwinden - später kann man dann an das Fenster zum Winken gehen. 3. Erleichterung bringt diese Vorgehensweise nicht nur dem Kind, sondern auch den Eltern. 4. Es ist sehr wichtig, dass das Kind immer pünktlich geholt wird, denn sie haben eine innere Uhr, die sie ab dem gewohnten Zeitpunkt warten lässt. Dann nimm Dir viel Zeit für das Kind und erzählt Euch, was Ihr in der Zeit gemacht habt und spielt mtein- ander. In einer guten Einrichtung, die den Kindern Abwechslung bietet und die Kinder auch spielerisch-rational fordert, dauert die Übergangszeit nicht länger, als ca. ein viertel Jahr. Allerdings heißt das KIGA und Eltern müssen gemeinsam daran arbeiten. An dieser Situation ist keiner schuld, denn sie ist völlig normal. Die Kinder ab einem gewissen Alter in den KIGA zu geben ist eine gute und richtige Entscheidung für die Entwicklung des Kindes. Du wirst sehen, die Situation ändert sich sehr bald und damit auch Deine Gefühle. Viel Erfolg!
vielen lieben Dank für die guten Ratschläge. Ich mache das auch schon in etwa so wie Du es beschreibst, aber es ist trotzdem schwer ;-). Aber da müssen wir wohl beide durch...Hinzu kommt dass ich mit der Wahl des Kiga nicht ganz hundertprozentig zufrieden bin, aber es gerade keine andere Möglichkeit gab.
Leider ist dies in den alten Bundesländern noch sehr oft so der Fall, aber es gibt ein Elternaktiv in jeder Einrichtung und Ihr als Eltern solltet Euch dort stärker einbringen und auch mal fordernd auf die Erzieher einwirken. Dadurch lässt sich vieles erreichen. Bei uns gab es und gibt es sicher immer noch, eine sehr gute Kommunikation mit den Eltern und ein Elternverein, auf den wir uns immer verlassen konnten.

Ich bin zwar keine Mami, aber als Papi gehts mir da auch nicht anders. Ich kann nur sagen, meine Kleine hatte das am Anfang auch. Aber wie du sagst, sie hören sowieso gleich auf zu weinen, wenn sie angelenkt sind und das legt sich auch nach ein paar Tagen, wenn sie sich an den Kiga gewöhnt haben. Ich hatte Anfangs die erzeiherin gebeten, ein Auge auf meine Tochter zu haben und sich um sie zu kümmern bzw. abzulenken, das hat prima geklappt und auch mich beruhigt. Das ist eben was Neues und Mama und Papa sind nicht da...

Ich denke, Mütter sollten ihre Kinder Stück für Stück, je nach Entwicklungsstufe, in die Welt entlassen. Trennungsszenen dieser Art gehören dazu. Aber wenn die Mutter nicht klammert und andererseits das Kind nicht 'rausschmeißt', kommt das Kind immer wieder gerne zur Mutter zurück und fühlt sich auch in der Welt wohl. (www.gedankenpflug.de)
ja ich glaube es ist für meine Mama nicht unbedingt leicht nach fast 3 Jahren des Zusammenseins das Kind so einfach loszulassen...

Ich habe damals eine Ausbildung begonnen und es musste von einem Tag auf den anderen klappen. Meine kids ware 1 1/2 und 3 Jahre alt. Noch heute sehe ich den Kleinen mit hoch erhobenen Ärmchen hinter dem Gitter stehen und weinen und es tut mir heute noch weh! Er hat es bestens verkraftet und es hat mir und den Kindern auch gut getan nicht mehr den ganzen Tag aufeinander zu hocken. Inzwischen sind sie 21 und bald 23 und haben sich prima gemacht :)
das klingt doch gut ;-)

Bei mir ist es ja nun schon 26 Jahre her,aber wo Du es jetzt sagst und ich es mir in Erinnerung hole....ja es ist als wenn ein kleines Stück Selbstständigkeit endsteht und man hat das Gefühl erste Mal das Kind her geben zu müssen...meine sind immer gerne gegangen..ohne Gebrüll
Meine Tochter und ich hatten auch eine sehr enge Bindung und sie hat auch sehr geweint. Da muß man durch. Das gibt sich wieder nach einiger Zeit. Bei meiner war es sogar länger als nur drei Tage. Aber anfangs kam ich ja schon nach 1,5 Std wieder, dann nach 2 Std und das wurde immer verlängert. Ich kam dann auch nicht später, sondern pünktlich. Und dann hab ich ihr anfangs oft eine "Belohnung" mitgebracht und beim Abholen ganz viel geschmust - und auch schon beim Abgeben morgens sagen, dass man sie sehr lieb hat und bald wiederkommt. Oder ich hab ihr was schönes zum nachmittag versprochen. Oder ich hab ihr gesagt, dass hier im Kindergarten viel mehr gespielt wird als ich zu Hause es machen würde. Ich hätte zuhause gar keine Zeit u hier würde doch gebastelt u rausgegangen zum spielen usw. Alles Gute noch u gute Nerven! Das wird bald besser! Gruß!

Meine kleine hat auch nie geweint..sie kam mit 2,5 Jahren in den Kiga.
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Knabberstange am 13. Juli 2009 10:28 Tja dann eben nicht