Mikrofon am 22.05.2009 um 13:38 Uhr
Vermutlich werde ich gleich als Kinderhasser(in) dargestellt, aber gibt es etwas, was mich zur Weißglut bringt.
Ich habe einen Neffen (2 ½), der meines Erachtens (wahrscheinlich mitunter durch Alleinerziehung) eine Nuance zu verwöhnt wird und wurde. Analytisch betrachtet scheint es so, dass er Grenzen austestet. Die Frage ist nur, wie weit ein Kind gehen darf.
Wieso hört ein Kind nicht zu, wenn man ihm mit klaren Worten verständlich macht, dass er gewisse Dinge nicht tun / sagen darf?
Bsp.: Gemüse wird gar nicht gegessen. Wenn Du ihm klar machst, dass Gemüse gegessen werden soll, wird es pro forma schon einmal stehen gelassen. OK -, aber dann kommen Reaktionen, dass das Essen vom Teller auf den Boden per Hand "runtergefegt" wird. Wenn Du laut wirst, wird geheult - wenn sich die Lage beruhigt und nochmal darüber redest, wieso er das getan hat - kommt nur Kuschelbedürfnis und keinerlei Entschuldigung bzw. Stellungnahme (natürlich im Kleinkinderniveau).Es wird einfach totgeschwiegen, gelächelt und so getan als ob nichts gewesen wäre.
Soll man da echt nachsichtig sein? Für die Mama ist das ok,mich bringt so etwas zur Weißglut, da 1. keinerlei Wertschätzung bzgl. des Essens gezeigt- und 2. auch keine Reue bzgl. des Fehlverhaltens sichtbar ist. Ist kindliche Naivität wirklich ein Freibrief für alle Macken & Marotten, die aus seiner Laune passieren?
meine tochter ist auch 2 1/2.
Sie ist noch nict in einem Alter, in dem du mit Vernuft kommen brauchst. Das verstehen die noch nicht... Da kommt an "lalalalalala" und die machen genauso weiter.
Essen mutwillig auf den Boden werfen ist völlig inakzeptabel. Aber das verstehen Kinder in dem Alter meiner Meinung nach nur durch konsequenz. Bei uns kommt dann eben das essen weg. Entweder es wird das gegessen was auf den Tisch kommt, oder nichts. Dass das Kind keine Gemüse isst, ist auch nicht ungewöhnlich. Sollte aber nur eine Phase sein.
Auch laut werden bringt null. Ich würde auch nicht hören wollen, wenn mich auf einmal jemand anschreit. Was versprichst du dir davon? es ist ein Irrglaube, dass die Menschen dir besser zuhören, je lauter du wirst...
Das Kuschelbedürfnis deines Neffen ist sozusagen seine Entschuldigung. Die Worte "tut mir leid" haben noch keine Bedeutung für ihn.
Ich kann dir nur raten dich nicht lautstark in die Erziehung einzubringen, das ist ein sensibles Thema, das schnell zu streit führt. Auch würde ich es nicht akzeptieren, wenn jemand anderes MEIN Kind anschreit.

ich habe zwei kinder - bin alleinerziehend - die große wird 15 - die andere ist acht monate. punkt1: Kinder müssen kein gemüse essen - es gibt kinder die mögen das, andere nicht. meine große ißt bis heute kein gemüse - war deswegen beim arzt da mich das total fertig machte- der lachte einfach und sagte mir ich solle kein stress machen, wenn sie net will, will sie net. die nehmen sich schon was sie brauchen. heute bei meiner kleinen mach ich mir darüber gar keine gedanken - doch sie scheint alles bis auf zuccini zu mögen - sogar schafskäse mag sie. siehst du jedes kind ist unterschiedlich! punkt2: reue - kinder können in diesem alter noch keine reue empfinden - denn dein neffe ist überhaupt noch nicht in der zerebralen lage so etwas zu empfinden - für ihn ist es leider unverständlich, das du verlangst er solle das essen obwohl er dir unmissverständlich klarmacht, dass er sowas nicht essen mag. punkt3: das essen mit der hand wegfegen- meine jüngste tochter macht das auch - sie signalisiert mir damit, dass sie das nicht mehr will, da ich die signale vorher nicht oder falsch interpretiert habe. was soll sie denn auch anderes machen, wenn ich nicht richtig hinschaue was sie mir mitteilen möchte! Punkt4: das kuschelbedürfnis ist auch ganz normal - wenn man schimpft und die tonlage so ändert, dass das kind anfängt zu weinen denkt es automatisch es hat was schlimmes getan obwohl dieses nicht wahrgenommen wird und es sich nicht erklären kann, warum mama jetzt mit ihm schreit. es fühlt sich nicht geliebt und hat verlassensängste. mit dem kuscheln signalisiert es das es liebgehabt haben will/mag. nur so kann das kind erkennen, das alles wieder in ordnung ist damit es sich beruhigen kann. Fazit: sei ein wenig nachsichtig mit deinem neffen - das wird sich ändern je älter er wird
dh!!!

nein, Du hast recht! Das Kind ist total verzogen und kennt keine Grenzen und somit auch keine Konsequenzen! Rede mit der Mama!
Für manche Kinder ist es wohl ein Freibrief, weil sie so erzogen wurden. Kinder sind das, was man aus ihnen macht.
Ich werde dich deswegen bestimmt nicht als kinderhasserin abstempeln. Solches Verhalten gehört sich einfach nicht. Mein 1. Kind (sohn, heute fast 4) hat das auch schon versucht (aus Trotz das essen auf den Boden fegen). Was geholfen hat: er mußte es jedesmal allein wieder aufheben. Nicht nachgeben sonst denken die Kleinen es sei sogar ok. Da ist jetz Durchsetzungsvermögen gefragt!

Schwierig. Für die Erziehung sind natürlich die Eltern zuständig, nicht Du. Allerdings kannst Du in Deiner Wohnung natürlich in bestimmtem Rahmen die Regeln festlegen (Du kannst also bestimmen, daß kein Essen auf dem Boden landet, Du kannst aber nicht bestimmen, daß er es auch essen muß).

Frag die Mama in 2 - 3 Jahren nochmal, ob sie es immer noch gut findet. Leider ist es oft so, das Kinder "verzogen" werden.

Das Kind ist meiner Meinung nach total verzogen.Besprich das Thema mit der Mutter des Kindes. Mit 2 1/2 wissen die Kinder oft schon was sie tuen. Meine Kinder haben auch schon mal aus Wut den Teller runtergefegt. Darauf hatte ich sie gefragt ob sie auf dem Fußboden gerne weiter essen möchten. Dann mußten sie beim Saubermachen mithelfen. Das Essen war dann für sie beendet. An diesem Tag gab es keine Extras. Das war wohl Strafe genug-es gab keine fliegenden Teller mehr. Klar gibt es Kinder die nicht gerne Gemüse essen. Gib dem Kleinen z.B.3 Babymörchen auf den Teller. Die muss er essen um auch den leckeren Nachtisch zu bekommen. Am besten mit Minniportionen beginnen oder lege ein kleines Gesicht mit dem Gemüse. Bleib aber konsequent.Vielleicht mag er ein bestimmtes Gemüse doch ganz gerne. Ich mochte keinen Spinat aber dafür Möhrchen und Blumenkohl(mach ein bischen Zucker ins Kochwasser das neutralisiert den bitteren Nachgeschmack). Nimm ihn mit zum Gemüse kaufen dann kann er sich selbst etwas aussuchen. Oder kurztripp auf einen BIO Bauern-oder Pferdehof. Was fressen die Tiere? Und warum vor allem Gemüse? Vielleicht hat er ja ein Lieblingstier. Es gibt auch super Bücher über das Thema.

Nein, Du bist deswegen kein Kinderhasser - Du hast nur klare Vorstellungen, wie ein Kind sich verhalten sollte. Bzw. wie es erzogen wird.
Wertschätzung vor dem Essen und Lebensmittel an sich ist eine Sache der Erziehung: welches Kleinkind pantscht nicht gerne mal in den Karottenbrei und must eine Banane zusammen? Gut, so kleine wollen ihr Essen auch mal gerne "begreifen" aber schon da werden und sollten Grenzen gesetzt werden.
Es ist nicht verwerflich, sein Kind zu Manieren und Sitten zu erziehen - egal in welcher Hinsicht. Schließlich BRAUCHT es Grenzen (und es hakt wohl an mehr Grenzen als nur an der Essensgeschichte...)
Gemüse und Co. ist nunmal nicht des Kindes Lieblingsmahl - aber sein muß es trotzdem. Statt dem Gemüse auf dem Teller kann es auch mal Obst als Nachtisch sein (Alternativen eben, mit denen Mutter und Kind leben können).
Gut, ein 2jähriger wird sich schwertun zu erklären, dass er das grüne Zeuch auf den Boden schiebt, weil er es einfach nicht mag (aber dennoch weiß, dass man auf dem Boden liegende Lebensmittel nun nicht mehr essen muß...). Ich würde ihm eindeutig klar machen, dass es SO nicht geht - und dass dieses Verhalten Konsequenzen hat.

auch kinder brauchen grenzen ist bei unsern auch so! Ich denke mal das die Mama ihn keine zeigt:-( Was mich wiederum aber bei dir landen lässt den ein kind das bei "fremden" ist benimmt sich auch anderst(eigene Erfahrungen).Ein Kind braucht immer eine Moltivation (keine bestechung) zbs. LOB:-) du wirst sehen es kann viel ändern^^ Natürlich nur lob wen er es auch verdient^^
gruße Papa^^