Wie seht ihr das, ist es nicht total bescheuert seinem Kind mal ein Gläschen Eierlikör oder ein bisschen vom Sekt oder den Bierschaum zu verabreichen. Sehe ich leider immer wieder auf größeren Familienfeiern und finde das echt befremdlich. Ist es da nicht vorprogrammiert, dass das Kind zum Alki wird?? Und mit Kind meinte ich keinen Teeny sondern jünger. Würdet ihr was sagen zu den Eltern? Hab sogar schon erlebt, dass ein Kind sich einfach das Sektglas geschnappt hat und was getrunken hat.

Liebe/r angora73,
sicherlich ist dies eine interessante Frage. Da sie aber im eigentlichen Sinne keine Ratgeberfrage ist, möchte ich Dich bitten, solche Fragen in Zukunft im Forum zu stellen (http://www.gutefrage.net/forum).
Danke für Dein Verständnis und viele Grüße,
Tim vom gutefrage.net-Support

Kinder und Alkohol passen nicht zusammen, auch nicht ab und zu mal schlückchenweise. Für meine Kinder hol ich für besondere Anlässe, an denen die Erwachsenen mal was trinken Traubensaft als Kinderwein.
Also dass ein Kind deswegen zum Alki wird, halte ich für übertrieben. Wenn Die Kinder sowas probieren, schmeckt es denen sowieso nicht. Entscheidend für eine spätere Suchtanfälligkeit ist die Erziehung des Kindes. Wenn die Eltern verantwortungsvoll mit Alkohol/Medikamenten umgehen, und das Kind selbstbewusst ist, hat es die besten Chancen nicht Suchtkrank zu werden.
Also ich finde das jetzt etwas übertrieben. Ich hatte mein ersten Kontakt mit Alkohol mit knappe 14 Jahre, zur Jugendweihe. Ich bin jetzt auch kein Alki. Man muss sich ja nicht gleich die Brine voll saufen und das jeden Tag.
Siehst du, mit 14. Die Kinder die ich meine sind grad in die Schule gekommen.
sehe ich auch so zudem wenn die Eltern im Teeniealter es ganz verbieten machen sie es ja doch und dann unbeaufsichtigt...

Klar! Ich würde sofort den Eltern was sagen. Immer nur wegschauen ist nicht in Ordnung und in anständiger Art und Weise, dürfte es doch kein Problem sein. Wenn die ein wenig Grips haben, geben sie Dir sogar Recht...

Welchen Rat möchtest Du?
Ob ich was zu den Eltern sagen soll oder nicht. Und nicht nur einen Rat sondern einfach auch mal eine Rückmeldung zu dem Thema
HerrLich am 3. Mai 2008 23:02 angora73, tut mir leid, aber der Support hat mal wieder meine Antwort auf Deinen Kommentar aus nicht nachvollziehbaren Gründen gelöscht.
Die mit dem Inhalt, wieso ich micht überhaupt in die Belange von anderen Leuten einmischen will?? Na ja.
verbieten! am besten den ganzen alk, wenn kids anwesend sind!!
die lieben onkel und opas, die immer sagen: na, willst du mal den schaum vom bier kosten? furchtbar! da muss man sich nicht wundern über die diskussionen bzgl. jugendlichen, die sich ins koma gesoffen haben. das rauchen wird verboten, warum nicht auch der alk? und dann noch so tolle bsp. wie familie ochsenknecht. wo der coole jimmy, vorbild für millionen jungs und mädels, in aller öffentlichkeit die halben liter wegzischt. mit erlaubnis seines vaters....
Verbieten wäre vielleicht übertrieben aber den ganzen liebenden Verwandten mal vor Augen führen was die da treiben.

Es kann der Einstieg in die Sucht sein. Habe ich so auf Konferenzen und Weiterbildungen gelernt. Alkohol gehört unter keinen Umständen in Kinderhände, auch nicht um einen Schluck zu probieren! Und was ich noch schlimmer finde ist, dass in einigen Schokoriegeln und Süßigkeiten "versteckter" Alkohol ist!
Hab ich auch schon mal gehört und hatte bisher gehofft dass das nicht stimmt
CrazyDaisy am 2. Mai 2008 18:57 Es ist ja schon schwierig, Pralinen zu finden, in denen kein Alkohol ist! Auch wenn es nur Rumaroma ist - ich mag die Verbindung von Schoko und Alk nicht und ärgere mich immer ein wenig, wenn mir in einer geschenkten Pralinenpackung 3/4 der Dinger deswegen nicht schmecken... aber denkt bloß nicht, dass ich deswegen was davon abgebe!
*lach Aber mal im Ernst, werde mal googlen ob ich was rausfinde möchte meinen Kids nicht unbeabsichtigt Alkohol geben.

Es ist zwar nicht vorprogrammiert, daß das Kind zum Alkoholiker wird; gleichwohl sollte man das nicht tun.
Klugscheisserle am 2. Mai 2008 19:10 Sehe ich genau so.
Find ich auch total unmöglich, meine 2 kinder(fast 5 und 2 1/2 Jahre) dürfen gaaaaanz sicher noch lange nicht "probieren"! Bin auch der Meinung, das man sich so nur die kleinen Alkis züchtet...
finde den Ausdruck"Alkis züchten"ziemlich daneben.Alkoholismus kann sogar erblich sein udn der Rest macht das Umfeld.Wenn ich auf einer Familienfeier bin und die Erwachsenen sich die Köppe zuziehen und die Kinder daneben stehen...egal ob sie was abkriegen oder nicht..wird es denen doch am besten vorgelebt. Da brauch man nicht einmal denen was davon geben.

Ich prangere das auch an, aber sich da einzumischen, wäre ein Kampf gegen Windmühlenflügel.
schildi am 2. Mai 2008 18:50 klar immer weg schauen ist ja einfacher

Alkohol ist ein Nervengift. Würde man es heute auf den Markt bringen wollen bekäme man dafür keine Zulassung. Ein Verbot ist aber aus Gesellschaftlichen Gründen nicht durchzusetzen. Auch wenn es meine Zustimmung hätte. Einem Kind Alkohol zu geben (egal in welchen Mengen) ist verantwortungslos. Trotzdem würde ich wohl eher nichts sagen. Es handelt sich nicht um meine Kinder und so manch ein Erwachsener würde mein Standpunkt völlig unverständlich sein.
CrazyDaisy am 2. Mai 2008 19:10 Man könnte sich ja, um keinen Zank zu provozieren, in "jovialer" Weise einmischen. So in der Art: "Na, sage mal, dafür ist der Kleine doch wohl 'n büschen jung, oder?" Und das Ganze in einem humorigen Ton, ruhig mit einem Lachen. Vielleicht geht dann im Hinterstübchen doch ein Lichtlein auf, ganz sacht, und durch den "lustigen Ansatz" fühlt sich die Person nicht so schnell angegriffen und muss ihre Handlungsweise nicht verteidigen. Denn wer sich angegriffen fühlt, wird mit Zähnen und Klauen seinen Standpunkt verteidigen, selbst wenn er ihn eigentlich als falsch erkennt...
Na das ist doch mal ein guter Ansatz.

Ich sehe das auch als "vollkommen bescheuert an" (wie du). Auch wenn der Alkohol dem Kind nicht schmeckt, wird doch der Einstieg in den späteren Missbrauch erleichtert. Das Kind lernt so, dass Alkohol ja offensichtlich gesellschaftlich akzeptiert und "nicht so schlimm" ist. Wenn dann noch ein wenig Gruppendruck dazu kommt, ist es nicht mehr weit zum Trinken. Die Hemmschwelle vor Alkohol wird in der Kindheit aufgebaut; mit dem Probieren von Bierschaum wird sie psychologisch abgebaut. Da spielt es keine Rolle, ob der Genuss im Moment nicht vorhanden ist. Ich möchte meine Kinder auch nicht vor anderen als Versuchskaninchen vorführen und dann über ihr verzogenes Gesicht lachen.
Nun ja, nicht schmeckt: wenn das Kind das Glas Sekt schon selbst holt muss es ja was dran finden. Ich denke auch, dass die Hemmschwelle dann nicht mehr da ist und eigentlich wäre ich froh, das Kindchen hätte sein Gesicht verzogen anstatt das Zeugs selbst zu holen. Aber so kann "Kind" ja auch im Mittelpunkt stehen, vielleicht ist es ja das.

Wir durften alle probieren, schon als wir klein waren und alle 4 Geschwister gehen ganz verantwortungsbewusst mit Alkohol um. Unsere Kinder sind genauso aufgewachsen (mal am Bier nippen, mal einen Schluck Wein), sie sind jetzt 21 und 17 Jahre alt, werden regelmäßig, wenn es Wein oder Bier gibt, gefragt, ob sie auch ein Glas wollen - und sie wollen ca. 5x im Jahr ein halbes Glas. Würden sich selber nie Alkohol bestellen, auch bei Familienfeiern nicht.
Je rarer manchmal etwas ist, desto interessanter. Bei uns hat das super gewirkt und bei unseren Kindern auch. Viel besser, als ein Tabu aufzubauen und dann wenn man 16 ist und mit Freunden unterwegs, dann ist der Nachholfbedarf da, man muss cool sein, weil "jetzt darf man endlich" - das ist der schlechteste Weg.
Mal ganz davon abgesehen, daß es unmöglich ist, was möchtest du denn genau wissen?

Ich würde mich auf jeden Fall einmischen, kurz, freundlich und deutlich. - Kinder mit entsprechender Veranlagung lernen so früh, Geselligkeit / Fröhlichkeit oder auch "Erwachsen-sein" mit Alkoholkonsum zu verbinden. Sicher ist Abhängigkeit nicht zwangsläufig die Folge, aber die Wahrscheinlichkeit wächst dadurch hochgradig. Nebenbei frage ich mich, welche Motivation Erwachsene zu solchem Verhalten treibt...

Ich glaube zwar, dass es andere Faktoren sind, die jemanden zum Alkoholiker werden lassen, aber dennoch spielt es eine große Rolle, wie die Kinder erleben, dass mit Alkohol umgegangen wird. Dass sie davon trinken dürfen, zeigt ihnen ja, dass es wohl nichts Schlimmes sein kann, sonst würden ihre Eltern sie schließlich davor bewahren. Ich finde schon, dass man dies ansprechen darf. Ich würde mich zwar auf keine Diskussion einlassen, aber einen entscheidenden Satz dazu äußern. Wenn du in der "ich-Form" sprichst, also nicht mit dem Finger zeigst (du-Form), kommt es besser an, z.B.: "Ich finde es besser, Kinder vor Drogen, wie Alkohol, zu bewahren." Damit hast du einen Impuls gesetzt und das reicht.
DH

An Silvester durften auch mal die kleinen am Sekt "nippen". Aber ein ganzes Glas einem Kind zu geben ist unverantwortlich. Wenn die Kinder was anderes als Cola trinken sollen, dann Rubbi Bubble Kindersekt. Ich persönlich würde mich daraus halten, kümmere dich lieber darum das deine Kinder es nicht nachmachen;-)
RolfHoegemann am 2. Mai 2008 18:36 Lt. Psychologen ist dieser Kindersekt auch gefährlich - weil so ein sorgloses Konsumieren des Alkohols imitiert und so angeregt wird. Aus diesem Grund sind m.w. schon die Schokoladen- und Kaugummi-Zigarretten abgeschafft/verboten worden.
Ich persönlich finde diese Meinung jedoch ein bischen zu sehr theoretisiert und irgendwie fragwürdig....
kaYce am 2. Mai 2008 18:41 Man kann es auch übertreiben, so ein Kindersekt hat doch keinen Alkohol und zu trinken bekommen sie es auch nur Silvester.
CrazyDaisy am 2. Mai 2008 19:12 Lieber Rolf u. Högemann, da kann ich nur zustimmen. Aus diesem Grund finde ich auch Malzbier bedenklich.

Mein Rat: Handhabe es doch so, wie Du es für richtig erachtest.
Es gibt kein Für, die Gegen sind aber nicht so wie von Dir geschildert.

Finde das auch unmöglich. Aber es nützt wahrscheinlich nichts wenn du dich einmischt.
schildi am 2. Mai 2008 18:52 klar, Augen zu, wie so oft
darkangel82 am 2. Mai 2008 22:42 So war das nicht gemeint! Ich würde im Grunde die Eltern auch darauf ansprechen. Nur was denkst du wie dir Reaktion darauf hin ist? Ändern würde sich wahrscheinlich so wie so nichts. Schade, aber meist wahr!
Ins Jugendschutzgesetz sehen, es ist verboten, Kindern Alkohol zu verabreichen.
also meine dürfen das nicht und wir trinken auch nicht vor unseren kindern
Das ist wirklich total bescheuert! Alkohol und Kinder passt nicht zusammen. Man sollte den Kleinen lieber von Anfang an klar machen, dass Alkohol nicht gesund ist!

Ich habe auf Feiern auch manchmal im Kindesalter Alkohol probiert. Paar Schlücke immer. Jetzt, mit meinen 18 Jahren, trinke ich nicht mehr als ein Glas Bier. Wodka fasse ich gar nicht an. Mir hat das nicht geschadet, als Kind bissle Alkohol zu probieren.

Ich würde die Eltern darauf aufmerksam machen, dass schon kleinste Mengen Alkohol einem heranwachsenden Körper Entwicklungsschäden hervorrufen können!
Je jünger der Körper, umso größer der Schaden!
Ein Beispiel dazu sind kleine Katzen: gibst Du ihnen als Kitten einen Teelöffel Whiskey, hören sie auf zu wachsen und bleiben so klein und süß. Aber für die Katze ist das nicht so süß, denn sie werden auch nicht viel älter als zwei/drei Jahre und haben bestimmt auch körperliche Probleme.
Und in Kinder-Hustensaft ist nicht umsonst kein Alkohol drin, oder?

hmmm...man kann dem kind alles verbieten, wenn er noch klein ist, aber dann wird alkohol mit dem erwachsensein assoziiert. man sollte dem kind vermitteln, dass sie es nicht trinken sollen nicht weil sie klein sind, sondern weil es ungesund ist. wenn ein kind sieht wie auf großen festen die älteren alk trinken, denken sie wenn sie groß werden werden sie auch alk trinken dürfen...meistens greifen sie dann in der pubertät zur flasche um sich als erwachsene zu beweisen.

Kinder?Alkohol? Dass ist nicht grad der Bringer. So was ist echt voll daneben.
DH