Frage von herbstkind1, 61

Kinder aus 2.Klasse streiten sich um Religion?

Meine Mum arbeitet in ner Grundschule und hat eine 2.Klasse... Dort kommt es häufiger vor dass sich gerade die Kleinen um ihre Religionen streiten und kämpfen, manche die Muslime sind, beleidigen die die an Gott glauben mit Allah und so was und streiten sich welche Religion besser ist und welche nicht und beschimpfen sich auf Arabisch! Als ich in deren Alter war (bin jetzt 10.Klasse) hab ich nicht einmal daran gedacht über Religionen und so nachzudenken😐😐 Was denkt ihr von dieser neuen Generation? Ist das normal dass sich 7-Jährige so um Religionen streiten?😯

Antwort
von Andrastor, 42

Daran sieht man mal wieder das Religionen nicht vereinen sondern entzweien. Normal finde ich so ein Verhalten absolut nicht, diesen Kindern ist nicht beigebracht worden wie man sich untereinander richtig und respektvoll verhält, die Schuld liegt bei den Eltern.

Kommentar von herbstkind1 ,

ja glaub auch

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo Andrastor,

nicht Religionen entzweien, sondern Menschen, die von ihrer eigenen Religion zu wenig Ahnung haben. Tolerant und respektvoll kann nur jemand sein, der Bescheid weiß.

Dein zweiter Satz: Absolut richtig.

Kommentar von Andrastor ,

Da Religionen predigen dass sie die einzig richtigen sind und man nur mit ihnen die "Ultimative Belohnung" erlangen kann und alle anderen Religionen in der "Ultimativen Bestrafung" enden, entzweien sie sehr wohl.

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo Andrastor,

jede Religion ist (vgl. Ringparabel bei Lessings Nathan der Weise) verständlicherweise der Auffassung, sie sei die richtige.

Was dagegen deinen Folgetext angeht, so sieht man das zumindest in der katholischen Kirche anders. Hier ist im Prinzip jeder "zum Heil" berufen, innerhalb und außerhalb der Kirche. Die Belege aus dem II. Vatikanum und auch direkt von Ratzinger (Benedikt XVI.) könnte ich dir zitieren.

Aber wenn man da deiner Ansicht wäre, dann gäbe das - eben aus Unkenntnis der Sache - Anlass zu Streitereien.

Antwort
von matmatmat, 61

Noch ein Grund mehr, warum wir nicht noch weiteren Religionsunterricht für weitere Religionen an der Schule brauchen um das noch tiefer zu spalten, sondern einen Ethik/Werte Unterricht für alle. Wo man gemeinsam redet was für *alle* Menschen wichtig ist und das *alle* Menschen gleich sind...

Antwort
von Realisti, 61

Wundert dich das? In ganz Arabien sterben Menschen genau deshalb. Es ist eine der heftigsten Erschütterung des Islams in der Neuzeit. Die Kinder spiegeln die Erwachsenen in ihrer Welt.

Das Fernsehn ist tagtäglich voll davon. Das kann nicht spurlos an den Kindern vorüber gehen. Besonders nicht, wenn sie noch vor Kurzem mitten drin waren.

Gleichzeitig erleben sie aber auch, dass sie sich hier ungestraft darüber austauschen können. Sie erfahren was Religionsfreiheit ist. Das verinnerlichen sie  auch.

Kommentar von herbstkind1 ,

aber was soll meine Mum jetzt machen? kann sie paar Kindern verbieten über ihre Religion zu sprechen? Vor kurzem hat ein Junge mit arabischen Hintergrund angefangen was aus dem Koran zu schreiben auf Arabisch natürlich.. wer weiß über was...😔das kann sie ihm ja nicht verbieten weil dann wahrscheinlich die Eltern zu ihr kommen und sich beschweren dass er nicht frei seine die Religion ausüben darf

Kommentar von muhamedba ,

Ohhh, die schreiben und sprechen arabisch, eine große Gefahr :D Das was deine Mutter erlebt ist noch sehr harmlos. Ich hätte wegen meinen Namen in der 11 am ersten Schultag fast eine Ordnungsmaßnahme bekommen, weil ich zitiere "die Optik nicht dem Namen entspricht und ich damit aufhören soll". Nachdem ich nachweisen konnte, dass das mein Name ist gab es ein "wow, mit euch dürfen wir uns es nicht verscherzen, Ihr fallt hier gar nicht auf und wenn jemand von euch sich eine Bombe umbinden würde, dann hätten wir keine Chance".

Warum beschäftigen sich die Kinder so früh mit Ihrer Religion? Weil Sie Sachen hören, die grausam sind und Sie wissen wollen, ob das wahr ist.

Kommentar von Realisti ,

Es gab schon immer Lehrer mit dummen/schlechten Witzen und Schüler, die wegen was gemobbt wurden.

Mein Sohn hat einen Bekannten, der heißt Oliver Kahn. Der muß sich auch ständig ausweisen und dem wird ständig ein Ball unter die Nase gehalten. Der kann sich auch nicht retten vor schlechten Witzen. Da sind ebenso die Lehrer und die Polizei fleißig dabei.

Kommentar von Realisti ,

Die höchsten Gebote in der Schule sind Frieden und Unversehrtheit der Person. Religionsfreiheit, ect. rangieren in der Werteliste weiter unten. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit der Anderen beginnt. Das ist deutsches Recht.

Wenn die Eltern kommen um sich zu beschweren, dann kann sie auf den Schulfrieden und die Hausordnung pochen.

Solange die Christen die Kreuze aus den Schulen nehmen müssen, können die dort ihren Koran zuklappen.

Schule ist ein Schutzraum - auch vor religiösem Fanatismus.

Kommentar von Gugu77 ,

Deine Mutter ist alt genug, um zu entscheiden, was sie im Rahmen des Erlaubten als Lehrkraft tun kann, um für Ruhe zu sorgen. Verstehe gar nicht, warum du danach fragst...

Expertenantwort
von Nadelwald75, Community-Experte für Schule, 23

Hallo herbstkind1,

Streitereien wegen der Religion gibt meist - und zwar nicht nur bei Kindern - zwischen denen, die über ihre eigene Religion zu wenig informiert sind.

Noch ein Grund mehr, warum wir noch weiteren Religionsunterricht
für weitere Religionen an der Schule brauchen - und zwar durch in Deutschland ausgebildete Lehrer, um das noch tiefer kennenzulernen, was Religion bedeutet.

Antwort
von muhamedba, 25

Noch jemand, der die Macht der Medien unterschätzt. Als ich in der 1-4 Klasse war, gab es für uns Löwenzahn am Morgen und nach der Schule nur Sendungen, wo uns erklärt wird, das wir Menschen und Tiere lieben sollen, die Natur lieben, Sport treiben sollen, usw. usf.

Wenn du mal krank bist und im Bett liegen musst, dann schalte mal RTL2 ein. Dagegen ist die Bild-Zeitung ein Master in Mathematik. Die heutige 10-te ist schon voll und ganz verloren. In meiner Zeit haben wir noch mit 15 nicht gewusst, was ein Tattoo ist und obwohl es an jeder Ecke Kippen gab, welche 3 bzw. 4 Mark gekostet haben, gab es kaum welche, die geraucht haben.

Kommentar von herbstkind1 ,

ja das stimmt😂 klar dass die aus der 2. bestens über aktuelle Themen bescheid wissen, streite ich echt nicht ab

Kommentar von muhamedba ,

Deine Mutter muss sich informieren und mit den Kindern sprechen. Wenn die jetzt angeschaut werden als würden die vom Mars kommen, dann kann das ganz schnell nach hinten los gehen. Bei uns gab es das Problem nicht aber wenn du dir alleine heute Frankfurt anschaust... 50% kommen aus dem Ausland.

Kommentar von Realisti ,

Dieses so genannte Infotainment ist unerträglich. Da werden im Minutentakt unbestätigt Halbwahrheiten und Vermutungen wiederholt (wie beim Anschlag in München), als wenn man nur 3jährige vor dem sitzen hätte.

Die Reporterdichte war so hoch, dann man im Bericht von dem einen Berichterstatter, im Hintergrund die Aufnahme von anderen Kanal sah. Das Erschreckenste daran war, dass beide nichts zu berichten hatten. Sie wiederholten nur in Endlosschleife Vermutungen und Gerüchte.

Als sich bei der Auflösung Vieles als Nonsens herausstellte wurde das nur in einem Nebensatz erwähnt.

Antwort
von noname68, 38

wenn solche kids in ihrem elternhaus von klein auf in richtung dschihad gepolt werden, dann darf man sich darüber nicht wundern. und vernunft darfst du in diesem alter noch nicht erwarten. leider setzt das erst ein, wenn es meist zu spät dafür ist.

Antwort
von Volkerfant, 17

In manchen Ländern führt so ein religiöser Streit zum Krieg!

Dass Kinder sich in der 2. Klasse über Religion streiten, habe ich auch noch nie gehört, ich denke, dass deren Eltern das schüren.

Nun ist die Lehrerin, also deine Mutter gefragt. Sie muss, damit das Ganze nicht ständig in Streitereien ausartet, Projekte, Angebote, Gespräche in der Klasse, Einzelgespräche....  durchführen. Jeder muss den anderen so respektieren, wie er ist und egal welche Religion er hat.

Kommentar von Gugu77 ,

...zum Schulsoz.päd schicken. Die Kinder und ihre Religionen vorstellen lassen, Elterngespräch... Insgesamt Regeln für das sich zu Wort melden einführen usw...

Die Frage erscheint mir konstruiert. Warum fragt der Sohn einer Lehrerin danach was sie tun soll. Dass er eine Erklärung dafür möchte, ok... Aber so etwas kann doch ein Grundschulpädagoge zu Hause auch liefern...

Antwort
von FAThemaGlaube, 20

Kinder widerspiegeln das was sie zu Hause aufschnappen.

Antwort
von schleudermaxe, 55

... ja, denn bei denen ist ja das Hirn noch nicht so weit und die Kreuzzüge müssen die ja auch noch nachholen.

Viel Glück und bleibe cool.

Antwort
von tsuna323, 40

Oha echt jetzt. Die sind nicht mehr normal. Deine Mutter sollte ihnen mal erklären wie das eigentlich so sein sollte. Mensch ist mensch und mehr nicht

Antwort
von matzemaen, 17

Erstmal: Komisch, dass die Frage von vielen wieder mal zum Religionsbashing missbraucht wird...

Antwort: Ja, ich halte es für normal. Es ist eine Frage des familiären Hintergrunds. Spielt in einer Familie Religion eine Rolle, so nehmen auch Kinder dies bereits wahr.

Die Abgrenzung zu andersreliggiösen Kindern ist meine Frage normal, da es eine Art Identitätsbildung ist. Bei Kindern kann das schon ausufern...

Ich kenne das auch aus meiner Grundschulzeit in den 1980ern, da in meiner Heimatregion Religion noch eine recht gr. Rolle spielte und die Verhältnisse recht gemisch-konfessionell waren. Ich wusste damals auch, wer welche Konfession hat und wie ernst oder lax die Familie dies handhabte.

Wie gesagt: Eine Frage des Backgrounds und der Region.

Muslime praktizieren ihren Glauben nun mal mehr als die meisten Christen (die haben heute meist null Ahnung mehr über ihren eigenen Glauben), so dass es logisch ist, dass dies auch in der Schule eine Rolle spielt.

Und nein, ich glaube nicht, dass dies mit "Nichtvorhandensein" von Religion besser wäre; dann würden andere "Identitätskämpfe" von Grundschülern an die Stelle treten wie zB Fussballvereine, Marken, politischer Background, Herkunft, etc.

Die Schule ist eher aufgefordert hier zu vermitteln und beizubringen: Die glauben so, die anderen glauben so. Hier sind Unterschiede, hier sind Gemeinsamkeiten. Nur mit Wissen und Kenntnis über die andere ist Verständnis möglich. Sonst eskaliert es.

Antwort
von Realisti, 25

Ich kenne es noch aus meiner Grundschule, dass auf der einen Klassenseite die Evangelischen saßen und auf der anderen Seite die Katholen.

Bei unserer Eheschließung war meine Schwiegermutter noch ganz empört, dass ich nich konvertiert bin zum Evangelischen.

Also soooo lange ist das nicht so entspannt bei uns hier in Deutschland.

Antwort
von Brainus, 26

Nein, ist nicht normal und keine Religion ist besser. Alles nur Glaube, nichts Reales.

Im Übrigen stammen sowohl Muslime wie Christen von Abraham ab, gleiche Wurzeln.


Antwort
von fricktorel, 3

Wir sind alle verführt (Offb.12,9; 2.Kor.4,4).

Aber dieser "Verführer" wird bald verhaftet (Offb.20,2).

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