Frage von klecki15, 48

Kinder- und Jugendpsychotherapeut: aber auf welchem Weg?

Hallo :)

Also, Folgendes: Mann kann ja Kinder- und Jugendpsychotherapeut nicht nur werden, wenn man Psychologie studiert hat, sondern kann auch zu der Ausbildung zugelassen werden über Sozialarbeit/Sozialpädagogik oder Pädagogik.

Obwohl es momentan so aussieht als könnte ich den NC für Psychologie knacken, überlege ich wirklich, ob es nicht die bessere Alternative sein könnte, eins der beiden anderen Fächer zu wählen, weil Psychologie ja schon den Ruf hat, trocken, abgehoben und realitätsfern zu sein. Außerdem soll es allgemein sehr mathe- und naturwissenschaftslastig sein.

Ich finde Naturwissenschaften eigentlich eher trocken (obwohl ich sie im Abi gewählt habe) und würde gern auch im Studium noch nah "am Menschen" bleiben, wenn ihr versteht, was ich meine. Es soll nicht zu abgehoben werden.

Jetzt zu meinen Fragen:

1) Ist der Titel bei allen drei Wegen derselbe oder ist es zum Beispiel "besser", Psychologie studiert zu haben? (Es geht dabei nur um den Titel an sich.)

2) Hat einer von euch vielleicht Erfahrungen mit einem der drei Fächer oder sogar eins davon abgebrochen? Warum? Ich höre von vielen, die von Sozialpädagogik abraten würden, aber vom Studieninhalt klingt es für mich eigentlich besser als Pädagogik.

Alle Erfahrungen helfen :) Danke schon im Voraus.

Antwort
von schloh80, 22

Du solltest das studieren, was dich interessiert. Alles andere ist zunächst völlig irrelevant. 

Es macht keinen Sinn, dass du das Pferd von hinten aufzäumst und vom Beruf des Kinder- und Jugendlichentherapeuten ausgehst. Denn du weißt nicht, ob du einen Studiengang absolvieren kannst, der dann die Voraussetzungen erfüllt, du weißt nicht, ob du das dann überhaupt noch willst, du weißt nicht, ob es den Beruf mit den Zugangswegen für dich noch geben wird usw.

Wenn du rein strategisch planen willst und eine große Sicherheit benötigst, dass die heutigen Spielregeln auch in einigen Jahren noch gelten, dann bleibt nur ein Medizinstudium mit anschließender Facharztweiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie.

Antwort
von Joergi666, 25

Sozialarbeit und Sozialpädagogik wurden zu Soziale Arbeit zusammengefasst, ich hab Sozialarbeit studiert. Der Therapeutenabschluss ist unabhängig von der vorherigen Qualifikation immer gleich, ich kann aber nicht beurteilen, ob das vorherige Psychologiestudium bei Arbeitgebern ggf. beliebter ist. Es bleibt aber ja auch die Möglichkeit der Selbstständigkeit, generell gibt es mehr Psychologie-Absolventen wie freie Stellen, bei Sozialarbeit ist es aktuell anders herum. Rein auf diesen Therapiebereich bezogen kann ich leider auch nix zur Arbeitsmarktlage sagen. Das Studium Soziale Arbeit ist auf jeden Fall erheblich praxisbezogener wie Psychologie.

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