Frage von Maxim30, 112

Kind will nach Aufenthalt beim Vater nicht zurück zur Mutter?

Hallo, ich bin etwas verzweifelt und Wende mich jetzt an euch alle, in der Hoffnung ihr könnt mir einen Tipp geben. Mein Sohn fast DREI Jahre ist ein Trennungskind seit zwei Jahren, weil der Vater gewalttätig war. Vor dem FamilienGericht wurde entschieden das er seinen Vater (Kind gegenüber nicht gewalttätig geworden) trotz Vorfälle regelmäßig sehen darf da sonst eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Aller zwei Wochen übers WE und eine Übernachtung unter der Woche sind vom Gericht als Umgang festgelegt wurden. Mein Sohn und ich haben ein sehr innigen Verhältnis solang der Vater oder dessen Schwiegermutter nicht zur Übergabe kommen. Denn bei der Abgabe ist er entweder emotional stumm oder freut sich auf die beiden je nach dem ob Oma oder Vater kommen. Beim bringen will er lieber bei den beiden bleiben und fängt schonmal an zu weinen und sagt das er lieber zum Vater will. Was mir das Herz zerreißt da ich ja weiss wie der Mensch war zu uns allen. Mein Sohn hat bei uns ein sehr geregeltes Leben mit viel Spaß und einer großen Portion liebe was er auch immer genießt. Das Verhältnis zu seinen Bruder ist innig und zu meinem neuen Lebensgefährten auch. An was könnte es denn liegen das er nie zurück zu uns will? Ist der Wechsel zu oft? Oder wird er sogar manipuliert? Merkt er die Spannung zwischen dem Kindesvater und mir?  Bitte helft mir ich hab Angst mein Kind irgendwann zu verlieren. 

Antwort
von Dahika, 65

Es kann ganz einfach sein, dass das Kind diese ständigen Veränderungen nicht so gerne hat. Und natürlich bemerkt er die Spannungen zwischen dem Kindesvater und dir. Daher kann es z.B. hilfreich sein, wenn eine neutrale Person das Kind abholt und bringt, als wenn es die Eltern selbst machen und sich Mühe geben müssen, einander nicht an die Gurgel zu gehen.

Du solltest dich nicht zu sehr bedrücken lassen, wenn das Kind beim Papa bleiben will. Das ist oft ganz normal. Wie gesagt, die Kinder wehren sich damit gegen den Wechsel. Das ist leider nicht ideal, aber such is life.

Ideal wäre es natürlich, wenn der Vater das seinige dazu beitragen würde, dem Kind den Wechsel leicht zu machen. Er könnte dem Kind liebevoll, aber fest erklären, dass er - der Vater - es aber jetzt selbst will, dass das Kind jetzt zur Mama geht. Weil es nicht nur zum Papa, sondern auch zur Mama gehört. Leider allerdings funktioniert das nur bei Eltern, die gut zusammenarbeiten und über ihren Schatten springen können.

Du selbst solltest nicht allzu sehr auf den Kleinen eingehen. Rede ihm das Traurig Sein nicht aus, rede nicht zu sehr auf ihn ein, tröste ihn ruhig, aber nicht zu sehr. Und vertrau darauf, dass er vermutlich einen Tag später wieder gute Laune hat.

Kommentar von Maxim30 ,

Danke für die tolle Antwort. 😊 die Spannungen sind bei der Übergabe nicht zu spüren. Die übergaben werden immer kurz und knapp gehalten aber freundlich. Wir geben uns alle Mühe jedoch würde ich gern wissen ob er dort auch nach mir fragt. Da ich ja von dem Kindesvater darauf keine Antwort bekomme sondern nur einen dummen Kommentar sowie bei den Übergaben die Spitze das er nicht zur Mama wollte... Wenn er bei uns ist, ist er sehr anhänglich mir gegenüber wenn ich aus dem Raum gehe kommt er gleich nach und weicht mir nicht von der Stelle. Die Situation ist nur rein bei der Übergabe so, wenn er zu mir muss. verstehe halt den Fratz in der Situation nicht. Da es ihm bei uns wirklich gut geht. mussten halt so viel schon per Gericht austragen und ich hab Angst das der Kindesvater diese Chance versucht auszunutzen... Lg

Kommentar von Menuett ,

Das Verhalten ist völlig normal und kann auch bei Eltern, die ein herzliches Verhältnis miteinander haben, vorkommen.

Bei denen wird es halt von beiden Seiten besser aufgefangen. Da will dann halt keiner besser sein als der andere.

Kommentar von Dahika ,

"sowie bei den Übergaben die Spitze das er nicht zur Mama wollte"

na ja, spannungsfrei ist was anderes. Überhöre es halt oder sage dem Vater ganz friedlich-freundlich: "Na, das ist ja fein, dass der Kleine sich bei dir so wohl fühlt. So soll es ja sein."

Und halte das Familiengericht oder das Jugendamt nicht für blöd. Die lassen sich davon nicht beeindrucken. Nicht umsonst werden Kinder bis zu einem bestimmten Alter zwar angehört, aber mit der Entscheidung haben sie nichts zu tun.

Und sollte der Kleine nicht nach dir fragen, wenn er beim Papa ist, so ist das keine Aussage gegen dich, sondern er fühlt sich halt wohl. Freu dich! Es wäre doch schade, wenn er nach dir weinen würde.

Antwort
von xoLara242xo, 57

Das ist bei meinem Bruder auch so. :D Er will immer dort bleiben wo er gerde ist und er ist einer der Menschen die sich überall wohlfühlen wo er gerade ist. Wenn er mal zu Oma und Opa gebracht wird will er eigentlich gar nicht hin und wenn wir ihn abholen möchte er gar nicht mehr weg. :D Es ist aber auch so dass ihm bei anderen alles erlaubt wird und er deswegen nicht weg will. Kann bei euch ja auch sein.

Auch wenn ich das genauere Verhältnis bei euch nicht kenne würde ich sagen: Nimm es nicht so persönlich!

Viel Glück euch noch! :)

Antwort
von gnarr, 39

es ist normal, dass kind nicht nach hause will. er hat eben auch ein inniges verhältnis zu vati und oma.

was irgendwo an gewalt vorgefallen ist, in der vergangenheit, interessiert keinen menschen mehr.

lass dich nicht zu sehr von irgendwelchen aussagen beeindrucken. kind hat ein normales verhältnis zu dir und deinem next und zu seinem vater und dem rest seiner familie. das ist prima. am liebsten wäre kind wahrscheinlich, ihr würdet alle unter einem dach wohnen und er müsste nicht ständig irgendwo hin pendeln - aber die welt funktioniert leider nicht, nach den wünschen unserer kinder. mein junge ist 9. getrennt haben papa und ich uns vor der geburt. - wir gehen alle vernünftig miteiander um und kind fragt immer wieder ob wir uns nicht einfach wieder lieb haben möchten und wieder zusammen wohnen. wie familien das eben tun. - nein wollen und können wir nicht. wir sind eben und waren schon immer nur freunde und lieben unser kind.

mama ich will nicht  zu papa heute, ich will einfach nur liegen bleiben. mama ich will heute nicht zu papa, weil ich einfach keine lust habe...das sind sachen die noch nie gezogen haben. wenn er eben länger bei papa bleiben will und es mgl. ist, habe ich noch nie nein gesagt. kind muss auch vati selber anrufen, wenn er heute keine lust hat. tut er selten, aber auch das kommt vor.

Antwort
von Menuett, 38

Das muß doch nicht bedeuten, dass das Kind manipuliert wird.

So eine Trennung macht dem Kind halt zu schaffen, das ist völlig normal.

Wenn er umgekehrt beim Vater leben würde, dann würde er so nach Dir weinen.

Antwort
von frischling15, 45

Da wird die ganze Zerrissenheit des Kindes offenbar !

Bitte geht sensibel damit um !

Antwort
von Dave0000, 55

Was ist die frage?
Und ein paar mehr Infos wären dann gut

Kommentar von Maxim30 ,

Hallo, ich bin etwas verzweifelt und Wende mich jetzt an euch alle, in der Hoffnung ihr könnt mir einen Tipp geben. Mein Sohn fast DREI Jahre ist ein Trennungskind seit zwei Jahren, weil der Vater gewalttätig war. Vor dem FamilienGericht wurde entschieden das er seinen Vater (Kind gegenüber nicht gewalttätig geworden) trotz Vorfälle regelmäßig sehen darf da sonst eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Aller zwei Wochen übers WE und eine Übernachtung unter der Woche sind vom Gericht als Umgang festgelegt wurden. Mein Sohn und ich haben ein sehr innigen Verhältnis solang der Vater oder dessen Schwiegermutter nicht zur Übergabe kommen. Denn bei der Abgabe ist er entweder emotional stumm oder freut sich auf die beiden je nach dem ob Oma oder Vater kommen. Beim bringen will er lieber bei den beiden bleiben und fängt schonmal an zu weinen und sagt das er lieber zum Vater will. Was mir das Herz zerreißt da ich ja weiss wie der Mensch war zu uns allen. Mein Sohn hat bei uns ein sehr geregeltes Leben mit viel Spaß und einer großen Portion liebe was er auch immer genießt. Das Verhältnis zu seinen Bruder ist innig und zu meinem neuen Lebensgefährten auch. An was könnte es denn liegen das er nie zurück zu uns will? Ist der Wechsel zu oft? Oder wird er sogar manipuliert? Merkt er die Spannung zwischen dem Kindesvater und mir?  Bitte helft mir ich hab Angst mein Kind irgendwann zu verlieren. 

Kommentar von Dave0000 ,

Hallo
Ich selbst bin ein Vater der genau auf der anderen Seite steht
Auch wenn mir nie Gewalt vorgeworfen wurde und so
Aber trotzdem versuche ich mal Partei zu ergreifen da hier immer nur einseitig gefragt wird

An was könnte es denn liegen das er nie zurück zu uns will?
-er liebt seinen Dad und hat verlustangst ihn lange nicht mehr zu sehen
Ist der Wechsel zu oft?
-den Wechsel hat das Gericht festgelegt ,mit gutem Grund meistens
Ich sehe meinen Sohn spät noch häufiger
Aber das gewechsel Kann das Kind natürlich belasten
Vorallem wenn es beim Wechsel die Spannungen spürt
Oder wird er sogar manipuliert?
Möglich ist es
Aber ohne konkrete Hinweise bleibt das nur eine Vermutung
Und auch du wirst ob bewusst oder unbewusst schon das ein oder andere gesagt oder getan haben das das Kind beeinflusst
Ein Gesichtsaudruck reicht da vielleicht schon

Merkt er die Spannung zwischen dem Kindesvater und mir?  
-aus persönlicher Erfahrung : Ja!

Bitte helft mir ich hab Angst mein Kind irgendwann zu verlieren. 
-es ist drei
Da hat das Kind eh noch kein wirkliches mitsprache recht
Und wenn es mal 12 oder so ist kann es selbst differenzieren was es von euch Eltern hält

Mein persönlicher Rat:
Freue dich darüber das der Kindesvater Interesse hat
Und lasse ihn Vater sein
Auch wenn du nie verzeihen kannst was mal passiert ist hat ein Gericht anscheinend entschieden das es so die beste Regelung fürs Kind ist
Ohne dich zu kennen sage ich trotzdem das es immer zwei Versionen gibt und in deiner erläuterung der Sache konnte ich keine Gefahr fürs Kind erkennen
Sollte er jedoch das Kindeswohl gefährden hast du immernoch die Möglichkeit zum JA zu gehen

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