Frage von sunny2406, 188

Kind von Nachbarshund in schulter gebissen - Schmerzensgeld?

Am Donnerstag haben mein Sohn(5) und ich Gartenarbeiten gemacht und wollten das Unkraut nach nebenan auf den Hof bringen wo unsere Mülltonnen stehen.

Der Hund unseres Vermieters, ein Akita Inu, lag unangeleint und ohne Aufsicht auf dem Hof.

Mein Sohn fasst den Hund eh nicht an und hat ca 3 m entfernt von mir auf mich gewartet.

Als ich die Tonne öffnete, hörte ich meinen Sohn markerschütternd schreien.

Der riesige Hund Zähne fletschend über ihm und hatte schon zugebissen.

Habe alles fallen gelassen und habe auf den Hund eingetreten damit er verschwindet.

Mein Sohn wurde mit Krankenwagen weg gebracht und hat jetzt in der Schulter 2 Löcher die ca 3cm tief sind und die Achsel ist gerissen. Muss jetzt ständig zum Arzt, er schläft nachts nicht mehr und hat eine panische Angst vor fremden Hunden, nur vor unserem nicht.

Was kann ich da als Schmerzensgeld für meinen Jungen bekommen?

 Bin euch dankbar für Antworten

Antwort
von michi57319, 64

Sämtliche, durch den Hundebiss entstandenen Kosten gehen zu Lasten des Hundehalters. Also der Abtransport des Kindes durch den Notarzt, die Behandlung, die Nachsorge, etc.

Selbstverständlich kannst du auch noch ein Schmerzensgeld erwirken. Das ist innerhalb eines Zivilprozesses machbar, oder auch per außergerichtlichem Vergleich, den die Anwälte dann aushandeln.

Es bietet sich zunächst einmal an, einen Anwalt einzuschalten und diesen mit der Abwicklung zu beauftragen. Er wird den Halter anschreiben und seine Forderungen mitteilen. Dann kommt der Anwalt des Halters ins Spiel. Gibt es keine Einigung zwischen den Vorstellungen von dir und dem Halter des Hundes, kommt es zum Prozess.

Eine Anzeige zu erstatten steht dir natürlich jederzeit frei.

Fakt ist, daß du vermutlich kein leichtes Mieterleben mehr haben wirst, wenn es zu einem Prozess kommen wird. Das ist nicht schön, aber meist eine Nebenwirkung von solchen Vorfällen. Es sei denn, der Halter ist vollumfänglich einsichtig und ist auch zum Wohle des Hundes maximal defensiv.

Klar ist, daß der Halter seine Aufsichtspflicht verletzt hat.

Die Höhe der Schmerzensgeldforderung ist für Laien gar nicht zu überschauen. Da könnten auch Gutachten seitens eines Psychologen anstehen, die versuchen zu ermessen, welchen Schaden dein Kind erlitten hat. Es geht ja nicht nur um die Kosten der Wiederherstellung der körperlichen Gesundheit und der möglichen Spätfolgen, sondern auch um mögliche Angststörungen, die zwar theapierbar, aber lebenseinschränkend sind.

Antwort
von BenniXYZ, 60

Such dir einen Anwalt, der hat Tabellen dafür.

Oder schreib dem HH pauschal eine Forderung von 50 000€ Schmerzensgeld. Kannst ja nicht wissen wie die Konditionen sind. Dann rennt der zu seinem Anwalt. Dieser wird eine Null streichen. Davon bekommst du im besten Fall die Hälfte. Ich hab das durch und es hat funktioniert.

Mit der Hundehalterhaftpflichtversicherung mußt du nicht kooperieren. Das ist nicht dein Ansprechpartner. Es ist keine Pflichtversicherung und viele HH haben nicht mal eine. Dein Ansprechpartner ist nur der HH vom Akita Inu.

Du kannst auch nebenher beim Ortsamt eine Anzeige einreichen. Vielleicht hat der Hund schon mehrere Personen gebissen und es gab Auflagen. Das wäre eine gute Tat, die vielleicht weitere Delikte verhindert.

Kommentar von sunny2406 ,

Der Hund hat 3 Tage zuvor ein Kind im gegenüber liegendem Park attackiert,letztes Jahr und vor 2 Jahren wen gebissen.er hat schon Auflagen und beim ordnungsamt war ich.soll alles berichten und Atteste und Bilder einreichen

Kommentar von eggenberg1 ,

und die haben den hund immer noch , der wurde  den haltern nicht abgenommen ?

Antwort
von brandon, 49

Lass Dich am besten von einem Anwalt beraten.

Wie kann es sein das man seinen bissigen Hund ohne Leine unbeaufsichtigt lässt?

Kommentar von shapesandcolors ,

nur weil der Hund einmal beißt ist er nicht gleich bissig 🙄 Wir haben auch einen Akita und der ist ein richtiges Schaf... mit fremden Kindern allein lassen würden wir ihn trotzdem nicht. Bei Leuten, die er kennt ist es grundsätzlich kein Problem. Er fängt höchstens an zu bellen.


Akitas haben mitunter eine sehr hohe Individualdistanz. Unserer bei Fremden auch über zwei Meter. Alles andere ist ihm zu nah. Wenn er kann geht er wo anders hin, wenn nicht gähnt er, schüttelt sich und prüft die andere Person. Wenn die dann auf ihn zugeht, anspricht, streichelt, bellt er auch. Das ist dann aber Fehlverhalten vom Menschen und nicht vom Tier.


Fehlverhalten vom Halter, weil er den Hundunbeaufsichtigt lässt, Fehlverhalten von der Mutter, weil sie ihr Kind unbeaufsichtigt lässt und dann auf den Hund eintritt, was die Sache nicht besser macht und evtl Fehlverhalten vom Kind, das den Hund evtl unbewusst provoziert hat.

Kein Hund beißt einfach so zu und kein Hund ist von Grund auf agressiv.. Grad gesehn, dass der Hund Auflagen hat, nehme (fast) alles zurück ^^'

Kommentar von brandon ,

Kein Hund beißt einfach so zu und kein Hund ist von Grund auf agressiv.. 

Ich weiß. Das behaupten alle “Hundekenner“  die diese Erfahrung noch nicht gemacht haben. Nach dem Motto: “was ich noch nicht erlebt habe das gibt es auch nicht.“

Leider wurde ich selbst schon von so einem Hund gebissen und zwar völlig grundlos. Ich gebe zu das man solchen Hunden zum Glück nur selten begegnet aber es gibt sie dennoch.

Antwort
von ronnyarmin, 74

Unabhängig vom Grund, warum der Hund zugebissen hat, stehen deinem Sohn bzw. dir Schmerzensgeldansprüche zu. Diese sind Verhandlungssache, ohne Anwalt kommst du da nicht weiter. Eine Beratung ist angeraten.

Antwort
von Baghira1002, 88

Hallo sunny2406,

solche Fragen solltest du am Besten mit einem Anwalt besprechen. Lass dir auf jedenfall die Arztberichte geben und sie sollen die Verletzungen Fotografieren und Dokumentieren. Anhand dessen kann ein Anwalt oder auch ein Gericht die Höhe des angemessenen Schmerzengeldes festlegen.

Offenbar sind bei deinem Sohn auch psychisch Schäden entstanden, wenn er jetzt schon so massiv Angst vor Hunden zeigt und sogar Angst hat zu schlafen. Eventuell solltest du da auch mit ihm zu einen Psychologen gehen, der auf kleine Kinder spezialisiert ist.

Alles Gute für euch

Antwort
von matilda135, 92

Am besten mal den Anwalt fragen, das ist immer unterschiedlich je nach schwere...

Seid ihr auf dem Hof wo der Hund lag, also auf das Grundstück wo er wohnt? Haben die einen Gartenzaun also so das er nicht einfach rauskann

Antwort
von Kegonamoa, 116

Dies kann man pauschal nicht beantworten. Dies entscheidet man vor Gericht und der Richter fällt dann auch das Urteil. Ich würde sagen so um die 1000 Mäuse wird es schon sicherlich werden. Naja viel Glück im Prozess. 

Antwort
von MiraAnui, 23

Geh zum Anwalt

Antwort
von seppatweb, 98

Schön Kohle abgreifen, das ist das Wichtigste gell. Wird den Hund schon dementsprechend geärgert haben. Nicht so zussern.

Antwort
von derhandkuss, 61

Versuche hier mal Schmerzensgeld durchzusetzen. Da kannst Du jahrelang prozessieren, bevor hier eine Versicherung zahlt!

Antwort
von HeresJohnny, 42

Ja, wahrscheinlich schon.
Gute Besserung an ihren Sohn.

Antwort
von AquariumFan, 80

Weiß ich leider nicht...

Aber kann es vielleicht doch sein, dass der Kleine zum Hund hingegangen ist? Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Hund einfach aus Lust und Laune angreift. 

Kommentar von HSouchoneinHeld ,

ist völlig shiceegal, der hund beißt=der halter haftet

fertig

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