Schlumpffrau am 24.05.2008 um 16:57 Uhr
Eine Tochter meiner Freundin ist leider zur Zeit in einer Clique, die Komatrinken toll finden. Wie kann man vorgehen um dem Mädchen klar zu machen wie schlecht das ist, ohne zuviel zu meckern, denn dann ist ja erst recht cool?

Gibt es denn bei Euch keine ungepflegten Obdachlose, die bedingt durch Alkoholismus, auf der Strasse schlafen? Oder hat das Mädchen schon mal gesehen,wie peinlich es ist, wie Betrunkene sich benehmen, wie sie aussehen,sich auch noch einpinkeln, und man selbst nüchtern ist? Mädchen sind eitel. Fotos oder Filme machen, wenn sie besoffen heimkommt. Sie wird sich erschrecken. Meinen kleinen Bruder habe ich durch das Frankfurter Bahnhhofviertel geführt, um ihm zu zeigen, wohin der Weg mit Alkohol und Drogen geht. Er war 16 und macht heute seinen Weg.

Vorleben; nicht verbieten.
vollimleben am 24. Mai 2008 17:09 Beste Antwort DH
Schlumpffrau am 24. Mai 2008 17:10 Meine Freundin trinkt überhaupt keinen Alkohol, vielleicht ist gerade das die Rebellion, aber sie kann jetzt deshalb nicht mit dem Trinken anfangen...
gertrude2 am 24. Mai 2008 17:13 nein, die mutter soll ja auch nicht anfangen zu trinken...sie soll als nicht-trinkerin ein vorbild sein. müsste man normalerweise verstehen
Schlumpffrau am 24. Mai 2008 17:17 Die Tochter sagt dann ihrer Mutter, dass sie genau aus dem Grund nicht mitreden kann, weil sie eben keinen Alkohol trinkt und somit uncool ist.

wie alt ist denn die tochter?
Schlumpffrau am 24. Mai 2008 17:09 Sie ist jetzt erst 14! Um wir machen uns wirklich Sorgen.
gertrude2 am 24. Mai 2008 17:18 normalerweise machen jugendliche so einen mist, wenn sie zuhause keine bzw wenig liebe, aufmerksamkeit, wärme und geborgenheit bekommen. sie suchen in ihren cliquen eine ersatzfamilie und da kommen jugendliche auf dumme gedanken

Die Grundsteine hierfür werden schon viel früher gelegt. Macht eure Kinder stark und selbstbewusst, lebt ihnen einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol vor, dann machen sie so einen Mist erst gar nicht mit.
Wenn nun das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, hilft m.E. kein Schimpfen und kein Meckern mehr sondern nur noch gnadenlose Konsequenz. Das Kind muss spätestens um 22:00 Uhr zu Hause sein (sie ist doch um die 16, oder?) Vergünstigungen nur noch, wenn sie mit "vernünftigen" Leuten zusammen ist, beim Besuch der Clique ist ein regelmässiges zu Hause melden angesagt, ansonsten Hausarrest und Umgangsverbot.
LG
Wieselchen

Ich würde dem Mädchen zeigen, dass ich sie mag, dass sie in der Familie angenommen wird und mit allen Problemen zu mir (Eltern) kommen kann. Wenn ein Vertrauensverhältnis besteht, würde ich in Ruhe mit ihr über die Folgen des Alkoholmißbrauches reden. Auch Koma-Trinken kann tödlich enden. Und vom Mißbrauch bis zur Sucht ist es nur ein kleiner Schritt! Sicher gibt es auch in Eurem Heimatort so einen Treffpunkt, wo die Leute mit Alkoholproblemen stehen. Ich würde dort mal mit ihr vorbeischauen und sie fragen, ob sie so enden will (auch wenn ich ansonsten dagegen bin, diese Menschen "vorzuführen"). Denn keiner ist mit Absicht abhängig. Das ist eine Krankheit die sich auch durch Mißbrauch entwickeln kann. Und ich würde meine Tochter fragen, ob sie es wirklich so toll findet, im betrunkenen Zustand nicht mehr Herr ihrer Sinne zu sein! Und sich am nächsten Tag hundeelend zu fühlen. Da vor allem Mädchen/Frauen schneller abhängig werden, soll sie sich von solchen Freunden abwenden. Vielleicht gibt es bei Euch einen abstinenten Alkoholkranken, der mal einen Vortrag vor der Schulklasse halten kann. Oder eine Suchtberatungsstelle hält einen Vortrag. Das ist immer am Wirkungsvollsten!
Schlumpffrau am 24. Mai 2008 17:19 Danke, dass ist ein wirklich guter Tipp!

schwieriges Problem, wenn die Clique Stress macht..
ich würde deine Tochter ganz freundlich aber sehr nachdrücklich daraufhinweisen, dass die medizischen Behandlungskosten für Koma-Trinker aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen und das kann bei einem zweitägigen KKH-Aufenthalt und aller anderer Kosten ganz schnell mal zwischen 1500 und 2000 Euro liegen..
und diese Kosten tragen nicht die Eltern sondern der Verursacher, was im Umkehrschluß bedeudet, das wenn sie mal Geld verdient der Gv gleich vor der Türe steht und die summen incl. marktüblicher Zinsen einkassiert..
Vom Trinken einen Jugendlichen abhalten ist schwer, gerade wenn die Clique eine andere Sprache spricht. Aber man kann informieren über das Komatrinken. Es gibt so viele Berichte in den Medien darüber. Oder man nimmt einfach mal das Kind und fährt in eine Notaufnahme. Ist nicht viel zu tun, kann man bestimmt mal einen Arzt ergattern und reden. Das zieht meist mehr, als wenn Eltern reden. Alleine die gesundheitlichen Risiken sollten schon abschrecken.....schlimmstes Ergebnis: Pflegefall für immer.
Man muss bei denn Kindern aufpassen und es denn hinterm Rücken klar machen. Ich war früher in einer ähnlichen Situation wie die Mädchen und auch in dem alter. Wenn die ältern anfangen zu verbieten dann schalten sie auf stur und reden über gar nix mehr und sind nur noch weg. schlimmstenfalls hauen sie ab! Also vorsichtig.

Das klingt wie Gruppenzwang oder Gruppendynamik.
Bei uns wrde es so gehalten: in der Woche 19.00 Uhr zu Hause, am Wochenende länger.
Der Kontakt zu den Eltern der Freunde hat sehr viel gebracht. Man wußte immer, wo die Kinder sind, konnte sich abwechseln mit fahren, wenn sie zu Veranstaltungen wollte und Schwindeleien waren aussichtslos.
Die Sauferei muß finanziert werden, also halt sie kurz mit Geld. Wenn sie welches will, soll sie es verdienen. Sie wird sich überlegen, ob sie ihr sauer verdientes Geld für Alkohol ausgibt.
Wer säuft, muß nicht geschont werden, lass sie ordentlich im Haushalt mit helfen.
Hallooo, wie wäre es, wenn ihr hier mal Antworten bringt, die dem Fragensteller auch was nutzen? ich meine damit die erten antworten auf dieser Seite! Es gibt einen tollen Bericht vom WDR, zu finden unter: www.wdr.de/themen/gesundheit/gesundheitswesen/ alkoholverbot_jugendliche/index.jhtml Und die DAK-Aktion Glasklar. Eltern sollten ihren Kinder vorleben, das Alkohol nicht einfach nur eine überall erhältliche Party-Droge ist, nicht umsonst steht sie auf der Liste der gefährlichsten Drogen an 3. Stelle!!!

hm....so einen ähnlichen Fall habe ich auch gerade erlebt. Eine sehr junge Freundin von mir wollte mich neulich davon überzeugen, wie toll dieses in-den-boden-saufen ist, weil das cool ist. Wirklich wirken tut nur eines, dem Mädel klar machen WAS der Alkohol anrichten kann oder so machen, dass sie von selber drauf kommt. Aber ich muss dir leider sagen, das es mit Jugendlichen mit solchen Überzeugungen nicht einfach ist. Das Problem ist einfach der Trend zurzeit. Wenn ihr, du, deine Freundin mit dem Mädel redet, versucht keine Ausdrücke wie "du bist zu jung" und dieses Gerede zu verwenden, darauf hab ich als jüngeres Mädel ganz empfindlich reagiert und meine Freunde eigentlich auch. Wenn sie nicht auf eure Warnungen reagiert, dann müsst ihr mal durchgreifen, denn bei aller Liebe und bei all dem laissez-faire gegenüber Jugendlichen, es sollte Grenzen geben. Keine übertriebenen, aber faire und solche, die auch gegenüber dem Mädchen verständlich sind.

gib ihm ein glas strohrum und zwinge es das leerzutrinken -> es will keinen mehr, vertrau mir
Also da wüsste ich auch keine richtige "taktick". Auf jeden Fall sollte man darauf achten dass sie in der Schule nicht absinkt. Denn dann kmmt das "frustsaufen" dazu und das Problem schaukelt sich hoch. Das Beste wäre einen Mittelweg zu finden oder komplett zu verbieten..