christelrothe am 06.08.2009 um 22:14 Uhr
Unsere Gartennachbarn haben sich aus dem Urlaub einen kleinen Jack-Russel-Welpen (8 Wochen) mitgebracht. Sie haben 3 Jungs von 4, 7 und 10 Jahren. Der kleinste war von Anfang an sehr eifersüchtig auf das Hundebaby. Jetzt hat mir die Nachbarin vorhin erzählt, der Kleinste tritt den Hund und würgt ihn. Die kleine Lilli (das Hundebaby) hat jetzt natürlich große Angst und zittert dauernd. Es geht mich ja eigentlich nichts an, aber mir tut der Hund in der Seele leid. Hat jemand irgendeinen Tipp, den ich vielleicht durch "die Blume" den Nachbarn übermitteln kann. Wir haben sonst eigentlich ein gutes Nachbarschaftsverhältnis. Bitte viele Antworten, vielleicht kann ich ja den einen oder anderen Rat weitergeben. Eilt!!!!

Lilli hat dem kleinsten Sohn den Rang als "Nesthäckchen" abgelaufen - das rächt sich jetzt. Nichtsdestotrotz sollte und muß man dem jungen Mann klarmachen, dass es noch einen großen Unterschied zwischen Mensch und Tier gibt und das der Hund nicht an seine Stelle tritt. Es ist ein Lebewesen und so soll und muß es auch behandelt werden.
Die Eltern müssen dem jungen Mann nur verständlich machen, dass der Hund keine Konkurrenz in der Familie ist sondern jetzt einfach "da" ist und nicht nur verhätschelt wird, sonder mit viel Lob erzogen werden muß. Außerdem sollten sie ihm klarmachen, dass er dann derjenige sein wird, der als erstes (aus lauter Angst) gebissen wird. Wenn sich sein Verhalten dem Hund gegenüber nicht ändert, dann sollte das auch Konsequenzen haben, denn so geht man mit einem Lebewesen nicht um, egal ob das eigene oder das von Fremden.
den Hund in liebevolle Hände geben und aus der kritischen Umgebung herausnehmen, der Hund hat es nicht verdient gequält zu werden

Das Kind ganz lieb an den Hund heranführen und dem Kind klarmachen, dass man es sehr lieb hat und das es immer an erster Stelle stehen wird, aber das man auch Tiere sehr lieb haben kann. Man sollte in nächster Zeit ganz besonders darauf achten, dem Kind sehr viel Liebe zu geben, damit sich die Eifersucht legt. Es ist gar nicht so selten, dass kleine Kinder Eifersucht auf Tierbabies haben. Da hilft nur viel Reden und Verständnis. Strafen bringt da gar nichts.
christelrothe am 6. August 2009 22:32 Vielen Dank für Eure Antworten, sind auch alle irgendwie hilfreich, aber was kann ich als Nachbarin rüberbringen, ohne das sie sich auf den Schlips getreten fühlen? Am liebsten würde ich selbst den Hund nehmen, geht aber nicht, wir haben eine alte Katzendame... Am besten wäre ja, ich würde mich da raushalten, mir tut aber das kleine Hundemädchen so leid!
Birgit1954 am 6. August 2009 22:41 Da kann ich dich voll verstehen und das ist auch echt schwierig. Aber du schreibst doch, das ihr ein gutes Verhältnis habt. Kannst du sie nicht mal auf einen Kaffee einladen und dabei das Gespräch auf das Problem bringen, denn der Hund muss natürlich geschützt werden und raushalten ist da nicht ! Falls sie wirklich sauer auf dich werden sollte, würde ich ihr im Notfall auch sagen, dass ich den Tierschutzbund anrufen würde, wenn sie keine Massnahmen ergreifen würde. Tiere verdienen angemessene Behandlung und das muss sie verstehen.
kugel am 6. August 2009 22:52 Außerdem hat Dir die Nachbarin doch selbst erzählt, wie ihr Sohn mit dem Hund umgeht. Du könntest doch einfach mal locker nachfragen, ob sie das Verhältnis schon gebessert hat. Außerdem kannst Du ihr anbieten, dass Du mit dem Sohnemann mal ein Wörtchen redest (schließlich hören Kinder immer eher auf "fremde" als auf die eigenen Eltern).
Ich finde, da müssen sowohl Sohn als auch Hund durch (ja, klar der arme Hund) aber: Nicht alles, was dem kleinen Herrn Sohn nicht passt, kann man einfach wieder weggeben, egal ob Hund oder irgendwann Probleme. Das MUSS er lernen. Außerdem, wie geht das Kerlchen dann mit anderen Tieren um, die ihm nicht in den Kram passen.
christelrothe am 6. August 2009 22:54 Das geht alles nicht. Man kann die Familie mit Familie "Flodder" vergleichen. Chaotisch von vorne bis hinten. Die Mutter ist Erzieherin, der Papa Hausmann. In der Familie gibt es eigentlich keine festen Regeln. Sie machen für ihre Kinder alles, sehen alles nicht so eng. Aber ich glaube, ich kann da nichts sagen, weil sie in Bezug auf Kindererziehung glauben, alles richtig zu machen. Ich habe dabei gesessen, als die kleine Lilli bei der Nachbarin auf dem Schoß eingeschlafen ist. Sofort war "der kleine Teufel" Max da und hat sich dazwischen gedrängt. Sie hat schon gesagt, er ist doch ihr Bester, aber seit 3 Tagen geht sie wieder arbeiten und der Papa ist etwas hilflos, im Zweifelsfall würde er aber immer sein Kind in Schutz nehmen. Soviel dazu, wenn ich was dazu sagen würde. Ich hab heut bestimmt eine schlaflose Nacht....
kugel am 7. August 2009 09:28 Auweia! Das hört sich nicht sehr prickeln an! Klar, nehmen Eltern ihre Kinder in Schutz - aber bei dieser offensichtlichen Tierquälerei?? So kanns nicht sein! Einen Mittelweg zu finden dass diese Eltern sich nicht bevormundet oder "eingemischt" vorkommen ist schwierig. Doch soweit sollte ihr gesunder Menschenverstand doch vorhanden sein um zu sehen, dass das, was ihr Youngster so treibt nicht in Ordnung ist! Das "Problem" regelt sich wohl auf zwei Arten: entweder, kriegt der Kleine seine Eifersucht in Griff (natürlich mit Hilfe der Eltern und Geschwister) oder der Hund liegt irgendwann tot in der Ecke oder wird zumindest zum Beisser!
Achja, wir haben seit letzter Woche Freitag einen Hund (8 Wochen) manchmal merkt man gar nicht, wie sehr man dem hinterherspringt (nicht zum knuddeln sondern zum aufpassen) Bei aller Tierliebe sollte man die eigenen Kinder nicht vergessen. Und unsere haben vom ersten Tag an schon so "ihre" Aufgaben bzgl. Hund bekommen.

Die sollen derartige Aktionen ihres Jüngsten unterbinden, das wird sich spätestens rächen wenn der Hund ausgewachsen ist, dann wird er ihn dafür beißen....
DH

Irgendwoher muß diese Eifersucht ja stammen.
Vermutlich wird nun der Hund den Platz des Jüngsten auf dem Schoß der Mutter eingenommen haben und das Kind fühlt sich vernachlässigt und reagiert entsprechend.
Dieser Konkurrenzkampf muß aufhören und das Kind wieder eine größere Rolle in der Familie spielen als der Hund.
Die einzige Lösung wäre, dem Kind wieder mehr und dem Hund weniger Aufmerksamkeit zu schenken. Außerdem kann das Kind verschiedene Aufgaben in der Fütterung und Pflege des Hundes übernehmen, sodaß er lernt, daß der Hund von den Menschen abhängig ist und vielleicht doch gar nicht so doof wie es auf den ersten Blick scheint.
Vor allem muß der Hund wie ein Hund behandelt werden und nicht wie ein neues Geschwisterchen.
Vielleicht dem Kind gut zureden und klarmachen, dass der Hund nur ein Hund ist und nicht mehr? Ich hab noch nie gehört, dass Kinder auf ein Tier eifersüchtig sind.
du sprichst mir aus der Seele