Frage von Liladunkelblau, 113

Kind bekommt einen Wutanfall auf der Straße mit der Erzieherin?

Was soll man tun, wenn man mit einem Kind ca zweieinhalb draußen spazieren ist und dieses Kind sich von der Hand losreißen will weg rennt und wenn man es fest hält und sich dann wie ein nasser Sack hängen lässt und weiche Knie bekommt und total das Theater macht ? Und man es nur schleifen könnte weil nichts mehr geht...? 

P.s. neben dem Fußweg auf der Straße fahren ständig Autos 

Antwort
von Realisti, 29

Das würde ich vorher klären. Schau ihm ins Gesicht und wenn es dir zuhört klare Regeln verkünden und diese auch unbeding selber befolgen.

Wir gehen jetzt nur spazieren, wenn du dich benimmst: "Du bleibst nah bei mir und hälst meine Hand fest. Wenn du das nicht machst, beenden wir den Spaziergang sofort und du darfst nächstes mal nicht mehr mit (so oder ähnlich) formulieren. Ich möchte nicht, dass ein Auto dich umfährt und verletzt. Wenn du das nicht hinbekommst bleibst du zuhause, so einfach ist das."

Das darf keine leere Drohung sein. Eine zweite Person mitnehmen oder gleich in der Gruppe starten. Die anderen Erwachsenen sollten eingeweiht sein. Das Kind ggf. bei Fehlverhalten sofort heimbringen. Ganz in Ruhe und ohne Zirkus, und den anderen hinterherwinken - notfalls nach Hause tragen. Alle anderen beenden natürlich den Spaziergang. Beim nächsten mal, alle mit großem Trarah verabschieden und dann traurig zu dem Kind sagen: "Ach, die gehen alle jetzt so schön gemeinsam spazieren, aber wir müssen leider hierbleiben, weil du immer wegläufst."

Antwort
von GroupieNo1, 34

Das ist eine schwierige Situation. Ich mein ist es innerhalb einer Kindergartengruppe, also 16 Kinder mit zwei Erziehern unterwegs oder warum ist die Erzieherin mit dem Kind, bzw zwei Kindern alleine unterwegs?
Wichtig ist tatsächlich die Vorbereitung.
Mit den Kindern die Regeln im Straßenverkehr besprechen. Nie mit "du sollst nicht auf die Straße rennen" beginnen sondern "ich möchte das du auf dem Fußweg bleibst" rein kognitiv kennt ein Kind ja sogar ein Mensch, das Wort "nicht" nicht.
Wenn ich sage denk nicht an einen blauen Elefanten, wirst du an einen blauen Elefanten denken. Das erste was also das kinderhirn denkt ist "auf die Straße laufen".
Natürlich kennen wir das Wort nein und nicht, aber unser Hirn eben nicht.
Also bei regeln nicht nicht sagen.

Dann in der Situation das Kind an die Regeln erinnern. Hört es nicht, Ausflug abbrechen.

Wenn Kinder nicht an der Hand laufen wollen (oder einfach bei mehr als zwei Kindern nicht möglich ist) eignet sich ein Seil zum Festhalten ganz gut. Es gibt nunmal Kinder die wirklich Probleme mit der Hand des Erziehers haben aber mitgehen wenn sie sich am Seil festhalten dürfen.

Und dann gibt es eben diese A oder B Lösung.
A: du schnappst dir das Kind nimmst es in arm egal, wie sehr es sich wehrt (ein noch nicht mal 3 jähriges Kind sollte man halten können ohne Probleme auch wenn es um sich schlägt und strampelt) das andere Kind einfach um Vernunft bitten und vor dir her laufen lassen ohne es an die Hand zu nehmen, aus der Gefahrensituation raus tragen

B: du sitzt es aus, bleibst in Reichweite des Kindes stehen und hast mehr Geduld als das Kind. Beschäftige dich mit dem anderen (natürlich immer den Bock im Blick) und lässt das Kind einfach Bocken.

Aber deine Reaktion kommt natürlich darauf an, was das für ein Kind ist und warum es so bockt. Will es Aufmerksamkeit, hat es etwas nicht bekommen was es will, ist ihm der Weg zu weit und es will nicht laufen... Und erst wenn das geklärt ist kann man auch richtig handeln.

Lg Mama Erzieherin und sozialpädagogin

Antwort
von blackforestlady, 32

So wie es eine Mutter auch machen würde, das Kind auf den Arm nehmen. Damit es sich beruhigt und es nicht in Versuchung gerät auf die Straße zu laufen. Lernt man so etwas nicht als Erzieherin, wenn man mit so einer Situation überfordert ist, sollte man sich einen anderen Weg suchen, wo man die Kinder ohne Angst laufen lassen kann. 

Antwort
von Dea2010, 28

AUF dem Gehweg?

Lässt sich fallen?

In aller Gemütsruhe daneben stehen bleiben und warten bis sich das Böckchen soweit ausgetobt hat dass es wieder aufsteht. Dann schweigend an die Hand nehmen und weiter gehen...ggf muss man das Ganze zig Mal durchziehen, bis man wieder daheim ist.

Schimpfen bringt nix... das ist Aufmerksamkeit (negative) und damit bestärkt man das Verhalten langfristig nur.

Das zweite Kind halt mit Erzählen beschäftigen, dabei das Böckchen immer im Augenwinkel haben...schon wegen des Verkehrs.

Kostet höllisch viel Nerven, vor allem weil die liebe Umwelt immer plötzlich zum studierten Erziehungsfachmenschen mutiert!

Aber wenn Böckchen das einige Male so erlebt hat, wird es seine Trotzanfälle einstellen... und das andere Kind zieht von vornherein daraus die lehrreiche Erkenntnis, dass man mit bocken nix erreicht bei dir.

Daneben stehen und sich sagen: ICH habe alle Zeit der Welt. Termine kann man nämlich heute via Handy problemlos canceln/verschieben. Und DEINE Geduld muss größer sein als die Ausdauer des Bockteufels, der das Kind aktuell reitet.

Hab ich mit 4 Kindern durch...meine zwei, mein Ex und mein Schwipa... sie haben alle begriffen, dass NEIN bei mir NEIN heisst und auch ein NEIN bleibt... egal wie sehr man tobt, trotzt, beleidigte Leberwurst mimt oder ähnliches.

Antwort
von bauernmaedl, 20

2,5 Stunden nur spazieren gehen?! Ich hoffe, dass da ein Spielplatzbesuch o. Ä. dabei ist, wo das Kind sich austoben kann, denn sonst ist das Verhalten nicht verwunderlich!

Antwort
von p0o9i8u7, 66

Ich würde das Kind da lasssn und ignorieren und warten bis es selbstständig den Kontakt sucht. Lauf ihm nicht dauernd hinterher, Kinder genießen solche Aufmerksamkeit und nutzen dann Gelegenheiten in der Öffentlichkeit immer häufiger aus. Wenn das Kind wütend ist, einfach in Ruhe lassen und weiter gehen. Es kann nicht anders als dir zu folgen und wenn es dann bei dir ist solltest du es nicht anschreien sondern das Thema wechseln

Kommentar von Liladunkelblau ,

Wenn es auf nem Fußweg is wo links ständig Autos lang fahren kann man das Kind als Erzieherin und auch so nich liegen lassen...

Antwort
von putzfee1, 31

Ein zweieinhalbjähriges Kind kann man ohne Weiteres auf den Arm nehmen und tragen. Genau das würde ich in dem Fall machen. 

Kommentar von Liladunkelblau ,

Nicht wenn es wie verrückt zappelt und wenn man noch ein anderes Kind hat funktioniert das auxh nich....

Kommentar von blackforestlady ,

@Lila...man kann das eine Kind auf den Arm nehmen und das andere an die Hand nehmen, ansonsten auf solche Ausflüge verzichten. Wenn man damit überfordert ist, sollte man sich einen anderen Beruf aussuchen.

Antwort
von kiniro, 17

Bollerwagen soll Wunder wirken.

Antwort
von Kaesequalle, 31

An sich ist es gut, wenn das Kind losrennen und seine Welt erkunden will. Aber in bestimmten Situationen muss es lernen, das es den Eltern nicht derart auf der Nase rumtanzen darf.
Ich meine es gibt Situationen zb an Straßen die ein kleines Kind nicht unbedingt begreift und in denen es hören muss.
In der Situation hätte ich das Kind vermutlich zurechtgewiesen und wenn es das nicht akzeptieren will vermutlich heimgetragen.

Kommentar von Liladunkelblau ,

Heim tragen funktioniert aber nicht weil das Kind so strampelt zappelt.....

Antwort
von eostre, 8

Als erziehen solltest du das in der Ausbildung gelernt haben, oder?

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