Frage von kabatee, 65

Kind baut sich ein Teil des Elternhauses um, wie kann man verhindert dass diese Arbeit in das Erbe einfließt u.das keine Erbschaftassteuer dafür berechnet wird?

Ein Teil eines von uns gehörten Hauses baut unser Bub um. Da die 10 jahresfrist noch nicht um ist können wir ihn das Haus nicht überschreiben. Aber er steckt nun viel Zeit und Geld in dieses Haus in das er ziehen will und auch mal bekommt. Nun wie kann er und wir ihn absichern damit seine Leistungen nicht mit der Erbschaftssteuer verrechnet werden. Die Leistungen die er erbringt können wir nicht zahlen und es wäre ein Unding wenn er für seine Arbeit und sein Geld auch noch bestraft wird bei der Steuer. Außerdem wie kann man ihn Absichern damit nicht eines seiner Geschwister auf die Idee kommt auch daraus nutzen zu ziehen. Eigentlich bekommt jeder was!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von testwiegehtdas, 12

Dokumentiert ganz genau was er gemacht hat und was er dafür ausgegeben hat. Im Besten Falle mit Kassenbons und euren Unterschriften, dass es stimmt.

Schließt einen Vertrag, dass er das machen darf, die Wertsteigerung aber "ihm gehört". Evtl. gibt es für sowas Musterverträge im Internet.

Ich könntet mal einen Anwalt für Erbrecht fragen was da alles aufgeführt sein muss. Denn die Kosen dafür werden nicht so hoch sein wie der Verlust, wenn ihr es falsch macht und ihm plötzlich nur noch ein Teil gehört.

Ihr könntet das irgendwie versuchen so zu drehen, dass ihr ihm z.B. dafür einen Teil vom haus nach und nach verkauft. Dann müsstet ihr nur z.B. wieder über einen Anwalt klären, wie das mit der Eintragung im Grundbuch wäre. Das ständig zu ändern wäre nämlich sehr teuer, evtl. kann man da eine gute rechtskräftige Klausel formulieren.

Ich finde es verständlich, dass ihr nicht wollt das die anderen Kinder an dem verdienen, was ausschließlich der eine gezahlt hat. Das gibt hinterher nur Streit, wenn es um Geld geht ist für manche ja sogar die Familie egal... So wäre dann alles vorher geklärt.

Egal was ihr macht, es sollte auf jeden Fall schriftlich und mit Unterschriften von allen Hausbesitzern laut Grundbuch und deinem Sohn sein.

Zudem solltet ihr die Info, dass dort separate Absprachen geschlossen wurden mit in euer Testament aufnehmen. Dabei unbedingt angeben um welchen Vertrag es sich handelt, mit wem (eurem Sohn) und das Datum der Vertragsunterzeichnung, damit klar ist dass es den Vertrag betrifft.

Immer dran denken beim Testament: es muss alles handschriftlich sein, mit Datum (& Ort) und Unterschrift. Wird eine Ergänzung geschrieben, muss dort unbedingt stehen dass das alte Testament (mit Datum und Ort) gültig bleibt, sonst wird es automatisch ungültig. Am Besten immer ganz neu schreiben und das Alte vernichten (verbrennen oder komplett in kleine Stücke zerreißen). An einem sicheren Ort aufbewahren, damit es nicht jemand heimlich vernichtet, wenn es ihm nicht gefällt. Viele Anwälte bieten an, die Testamente aufzubewahren. Bei meinen Eltern wissen ich und meine Geschwister alle wo es ist, dann kann es auch nicht einfach einer verschwinden lassen, weil ja jeder weiß es müsste da sein.

Antwort
von TheAllisons, 33

Da wäre es besser einen Anwalt zu Rate zu ziehen, das sind die Fachleute für solche Angelegenheiten.

Antwort
von LeCux, 17

Der Freibetrag pro Kind liegt bei 400.000 Euro. Erst bei einem Wert darüber kommt das auf einen zu.

Antwort
von Kathyli88, 17

Kannst du nicht. Die erbschaftssteuer würde aus dem aktuellen wert des hauses ermittelt werden. Ob er die wertsteigerung selbst herbeigeführt hat, ist dann irrelevant. Allerdings wäre eine möglichkeit die erbschaftssteuer zu umgehen mittels einer schenkung zu lebzeiten. Hier fällt aber trotzdem noch schenkungssteuer an. Ihr könnt zudem vom nießbrauchsrecht gebrauch machen, bis zu eurem tod. Und pro kind besteht steuerfreibetrag in höhe von 400.000 oder 450.000€ (genau weiß ich es gerade nicht mehr, das müsstest du ergoogeln) das bedeutet, nur wenn das erbe höher als dieser freibetrag ist, fällt erbschaftssteuer an, und nur über den restbetrag. Ich würde aber wie gesagt die schenkung nutzen, diese läuft 10 jahre. 

Antwort
von Hexe121967, 24

Da solltet ihr euch von einem Anwalt oder Notar beraten lassen.

Antwort
von wfwbinder, 11

Was meint Ihr mit 10 Jahresregel?

Habt ihr vor weniger als 10 Jahren gekauft? Oder habt ihr ihm innerhalb der letzten 10 Jahre eine große Schenkung gemacht und würdet mit dem Haus über die 400.000,- kommen?

OK, der zweite Fall zieht.

aber im ersten Fall ist es keine Veräußerung, sondern eine Schenkung und da zählt § 23 EStG nicht.

Antwort
von Wuestenamazone, 7

Mach es als Schenkung. Hat meine Oma bei meinem Vater auch gemacht. Geh doch zu einem Notar oder Anwalt die können dir das genau sagen

Antwort
von HalloRossi, 21

Ihr könnt ihn das schenken und wenn ihr die Schenkung 10 Jahre überlebt ist es Seins! Die 10 Jahresfrist läuft ab Tag der Schenkung ( jetzt läuft sie noch gar nicht) also ab zum Notar. Der macht euch das auch rechtsgültig fertig

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