Frage von Lissi2008 01.03.2012

Kind abtreiben bei Down-Syndrom?

  • Antwort von Flitzpiepje 01.03.2012
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das ist eine Entscheidung, die Dir keiner abnehmen kann, und die Du nur mit Deinem Herzen entscheiden kannst. Kinder mit einem Down Syndrom werden nicht umsonst Sonnenscheinkinder genannt. Nie wieder wirst Du herzlichere Menschen kennen lernen, die völlig ohne Vorurteile sind und immer nur alles positiv sehen. Absolut liebenswert. Allerdings muss man sich als Eltern auch bewusst sein, das diese Kinder niemals unabhängig sein werden und immer von der Gesellschaft ausgegrenzt werden, da sie ja behindert sind. Traurig, oder?

  • Antwort von hourriyah29 01.03.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Lissi,

    Bei der neuen Untersuchung, die Du meinst handelt es sich vermutlich um die Zottenbiopsie oder Fruchtwasserpunktion. Das sind momentan die einzigen Methoden, mit denen man sicher ein Down-Syndrom nachweisen oder ausschließen kann.

    Da bei diesen Untersuchungen eine Nadel durch die Bauchdecke in die Fruchthöhle gestoßen wird sind sie nicht ohne Risiken (Verletzung des Darmes, Infektion, Verlust des Kindes). Deshalb ist es dramatisch, wenn Mütter unüberlegt/uninformiert diese Untersuchungen machen lassen. Im schlimmsten Fall geht ein völlig gesundes Kind verloren (bei der Fruchtwasseruntersuchung in 1-2% aller Untersuchten!)

    Man sollte so eine Untersuchung machen, wenn man überzeugt ist, dass man ein Kind mit Downsyndrom (oder anderer schwerer genetischer Erkankung) abtreiben will. So eine Entscheidung kann einem niemand abnehmen und soll gut überlegt sein. Für mich käme sie aus religiöser Überzeugung nicht in Frage, da ich glaube, dass auch Ungeborene eine Seele haben. Man muss auch bedenken, dass die Babies zu diesem Zeitpunkt schon richtige kleine Menschen sind, mit Gefühlen und Sinneswahrnehmungen.

    Die Menschen mit Downsyndrom, die ich kenne sind glückliche, zuversichtliche und herzenswarme Menschen, die Ihren Famlien viel schenken. Es gibt übrigens sogar Menschen mit Downsyndrom, die studiert haben und normalen Berufen nachgehen und unzählige die ein glückliches, erfülltes Leben führen. Wer hat das Recht einem Menschen diese Chance durch töten zu nehmen?

    Außerdem sehe ich in der Gesellschaft einen sehr negativen Trend, Menschen mit Behinderung noch mehr auszugrenzen und deren Eltern für die Behinderung (und daraus entstehende Kosten) verantwortlich zu machen (nach dem Motto ihr hättet ja abtreiben lassen können). Aus meiner Sicht ist das ein Zeichen der Verrohung und schrecklich. Jeder der sich entscheidet ein vermutlich behindertes Kind auszutragen, gebähren und großzuziehen hat meinen tiefsten Respekt.

    LG, Hourriyah

  • Antwort von Italoboy411 01.03.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ob man die schwangerschaft abbricht muss jeder für sich entscheiden ich würde es nicht machen.gerade behinderte kinder können sehr viel liebe schenken .viele uninformierte menschen über die krankheit reagieren über und bereuen ihre entscheidung später. ausserdem gibt es auch Beispiele aus der heutigen zeit wo kinder mit dem down-syndrom einen gymnasial abschluss , also abitur, geschafft haben ;)

  • Antwort von Kayahi 03.03.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich persönlich würde nicht auf das Down-Syndrom testen lassen, weil ich einem Kind mit dieser genetischen Veränderung trotzdem ein schönes Leben ermöglichen könnte.

    Auf schwerwiegende Behinderungen, die das Leben des Fötus stark gefährden oder beeinträchtigen würden, würde ich schon testen lassen und ich denke ich würde für mich und den Fötus entscheiden, dass wir das Leid dann möglichst früh beenden, wenn das Ergebnis dementsprechend ausfallen würde.

    Ich könnte es nicht ertragen, ein Kind zu gebären um ihm dann einige Tage, Wochen oder Monate beim Leiden und Sterben zusehen zu müssen.

    Ich bin auch der Meinung, dass es Fälle gibt in denen das Leben für den Fötus nicht lebenswert wäre, sodass ich ihn lieber ohne Schmerzen vor der Geburt gehen lassen würde, als ihn zu gebären und dann leidvoll gehen zu lassen.

    Eine solche Entscheidung ist allerdings so dermaßen schwer zu treffen, allein schon weil (im Gegensatz zu einer regulären Abtreibung vor der 13ten Woche) ein nahezu fertig entwickelter Fötus vorhanden ist, dass ich mir nicht sicher sein kann, wie ich tatsächlich in einer solchen Extrem-Situation entscheiden würde.

    Und weil diese Entscheidung so verdammt schwer ist, finde ich es unmöglich, wenn nicht selbst betroffene Menschen die Betroffenen und ihre Entscheidung verurteilen und sich selbst als einzig wahren Moralapostel darstellen.

    Jeder kann selbst entscheiden was er tragen kann und was nicht und Niemand hat das Recht eine solche Entscheidung zu verurteilen, denn wer weiß schon wirklich wie er selbst in der Situation entscheiden hätte, wenn er nicht selbst in der Situation war.

  • Antwort von ToniQuiet 01.03.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo,

    dieser Test ist in erster Linie nicht dazu da Kinder "auszusortieren", sondern um schon im Voraus zu sehen ob ein Kind eine Behinderung haben könnte und um auch Risikogruppen (ältere Frauen die schwanger sind) zu testen und halt schon im Vorfeld danach zu gehen.

    Ein Aufruf zum Abtreiben ist es nicht. Das wird oft nur falsch verstanden. Wenn jemand ein behindertes Kind bekommt, ist es wichtig frühstmöglich zu diagnostizieren und zu versuchen irgendwie zu behandeln. Das bezieht sich nicht nur auf Down Syndrom. Sondern allgemein auf Behinderungen, welche teilweiße durch frühe Erkennung nicht weggehen, aber immerhin behandelt werden können.

    Abtreiben würde ich persönlich auch ein behindertes Kind nicht, aber es gibt nun mal besondere Fälle und Umstände in denen es nun mal besser für die Mutter ist. Man sollte da keine Vorurteile bilden. Jeder sollte das für sich selbst entscheiden und wenn er sich für eine Abtreibung entscheiden sollte, dann ist das so auch seine alleinige Entscheidung.
    Ich persönlich würde niemals abtreiben - aber wie gesagt. Es gibt nun mal besondere Umstände unter denen es besser ist.

    LG Toni

  • Antwort von Mani64 01.03.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Gewissensfrage!

    So, ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe damals als ich schwanger war, diesen oder noch weitere Tests abgelehnt. Denn ich wollte nicht Gott spielen und mir das Recht nehmen über lebenswert oder nicht, zu entscheiden. Meist regelt es Mutter Natur von ganz alleine, wenn ein Mensch entsteht, der nicht lebensfähig ist. Mein Sohn wurde trotz alller Unkerei meines Frauenarztes gesund geboren.

    Wiederum verurteile ich keine Frau, die sich in einem solchen Fall für eine Abtreibung entscheidet. Sie wird sich damit ihr Leben lang auseinandersetzen müssen.

    Wo ich selbst zur Abtreibung gehen würde, wäre, wenn das Kind durch Gewalt (Vergewaltigung) entstanden ist. Ich wüsste nicht, ob ich dieses Kind so lieben könnte wie es sich gehört. Es würde mich immer wieder daran erinnern.

  • Antwort von gismo 01.03.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Diese Entscheidung ist sehr schwierig. Fest steht, dass wenn man das Kind sowieso bekommen würde (egal ob gesund oder nicht), ich mich nicht dem Risiko der Untersuchung aussetzen würde. Ich habe zwei gesunde Kinder und bin sehr denkbar dafür!

  • Antwort von dollgar 01.03.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    eindeutig, abtreiben

  • Antwort von Tikwa 03.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich persönlich verzichte auf jegliche Unterssuchungen, sondern nehme Kinder so, wie sie mir geschenkt werden. Zusätzlich können die Untersuchungen dem Kind Verletzungen zufügen oder dadurch eine Fehlgeburt ausgelöst werden. Eine hilfreiche Seite für Deine Frage ist tim-lebt.de

  • Antwort von Polo86 03.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Den Test zu machen sollte jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe ihn bei meinen beiden Kindern machen lassen. Für mich stand nicht im Vordergrund, eines meiner Kinder abtreiben zu lassen. Wichtig war für mich, zu wissen, ob oder nicht. Man geht, glaube ich zumindest, anders damit um, wenn man vorbereitet ist und nicht plötzlich mit der Situation (nach der Geburt) konfrontiert wird. Ich wollte vorbereitet sein, für den Fall, der Gott sei Dank nicht eingetreten ist.

  • Antwort von Anton96 01.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    So eine Untersuchung macht in meinen Augen Sinn, den ein schwer Behindertes Kind kann je nach stärke der Behinderung eine sehr große Belastung sein. Es sollte den werdenden Eltern insbesondere der werdenden Mutter überlassen sein ob sie abreiben lässt oder nicht. Ich halte so eine Untersuchung auch nicht für eine eingriff gegen die Natur.

  • Antwort von WolkeS 01.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    In letzter Zeit entscheiden sich wieder mehr mutige Eltern für das Austragen ihres Downkindes. In der Frauenklinik, wo ich arbeite, haben wir bereits jetzt mehr Downkinder entbunden als in der ersten Hälfte von 2011.

    Ich weiß selber nicht, was ich tun würde, würde ich vor diese schwere Entswcheidung gestellt. Ich weiß es einfach nicht. Aber ich habe Respekt vor jedem, der diese Entscheidung trifft und sich dafür entscheidet.

  • Antwort von tenannhoff 01.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich kenne eine Frau die mit 45 Ihr viertes Kind erwartete und den Test hat machen lassen. Ich kann das nachvollziehen.

  • Antwort von maus273 01.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    die untersuchung ist nicht neu, nur so als info, die gabs vor 4 jahren auf jedenfall schon und nein würde ich nich. ich hab bei meiner ersten den test gemacht bei dem 2. nu nich, kostet eh zuviel und da ichs eh behalten werd egal was is, spar ich mir den

  • Antwort von xXbeautifulXx 01.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    nein, ich würde NIEMALS abtreiben.

  • Antwort von Pirkko 01.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich maße mir nicht an, dazu eine Aussage zu treffen, solange ich nicht weiß, wie es ist, ein Kind in sich zu tragen.

  • Antwort von funnypooky 09.03.2012

    Meiner Meinung nach darf sich keiner, der nicht betroffen ist, solche Aussagen anmaßen wie: "Generell sollte man...", oder "Es sollte verboten sein". Sowohl ein behindertes Kind haben als auch die Folgen der Abtreibung sind alleine von den Betroffenen zu tragen und eine moralische Diskussion sollte nicht auf deren Rücken ausgetragen werden.

    Ich wage zu behaupten, ich würde es nicht abtreiben lassen. Wobei ich auch noch nie vor dieser Entscheidung stand. Da ich das auch nicht entscheiden möchte, habe ich mich in der Schwangerschaft gegen diesen Test entschieden.

  • Antwort von Lappser777 02.03.2012

    Man sollte sich erstmal fragen. wann ein Leben beginnt. Mit dem Verschmelzen der Ei- und Samenzelle? Mit der Heranreifung zum Fetus? Mit der Geburt? Oder erst einige Monate oder jahre danach? Ich bin der Meinung, dass ein Leben erst im Alter von 3-5 Jahren beginnt.

  • Antwort von Judes 02.03.2012

    Ich würde den Test nicht machen. Zum einen ist auch der Test selbst -so viel ich weiß- mit Risiken verbunden und zum anderen würde ich sowieso nicht abtreiben. Es wäre also unnötiger Aufwand.

    Eine Bekannte hat einen solchen Test machen lassen und ihr wurde gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß wäre, dass die noch ungeborenen Zwillinge an einer Behinderung leiden würden. Sie hat lange überlegt, ob sie nicht abtreiben sollte, hat sich dann aber doch dagegen entschieden. Die ganze Schwangerschaft lied sie unter Zweifel und Angst vor dem was kommen könnte. Übrigens waren beide Mädchen kerngesund.

    Ich denke jeder sollte selbst entcheiden, ob er einen solchen Test macht und ob er mit einem womöglich schlechten Ergebnis umgehen könne. Dasselbe gilt auch für eine Abtreibung.

  • Antwort von coppa 01.03.2012

    ich würde nienienie ein Kind abtreiben, nie im Leben, egal was los ist, ob das Kind krank ist oder nicht. Nie im Leben. ich bin keine Mörderin. Und hier würe ich mich ggf sogar gegen den Willen des Vaters stellen, sogar wenns die Trennung bedeuten würde. Ich könnt meine Hände nie nie nie mit Blut besudeln

  • Antwort von Anaxabia 01.03.2012

    Diese Untersuchung ist nicht neu, sondern uralt. Und Down-Syndrom ist rechtlich kein Abtreibungsgrund.

  • Antwort von MegaSchneestern 01.03.2012

    Hallo

    Ich denke nicht, dass ich das Testen würde. Ich würde mein Kind bekommen und mich darüber freuen, aber um mir das zu überlegen habe ich noch ein weilchen zeit ^^

    lg

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