Frage von BabyBaylee, 125

Kind, 2 Jahre soll langsam auf den Topf/ die Toilette, hat aber vor beidem Angst.?

Hallo, ich mal wieder. Unser Sohn ist mittlerweile 27 Moante (2 Jahre und 3 Monate) und wir wollten immer mal wieder, dass er auf den Topf geht. Jedesmal gab es großes Gejaule und Gebrülle und deshalb ließen wir es. Dann, ganz plötzlich, kam in der Kita eine Sternenstunde, als er vom Mittagsschlaf aufwachte und von selbst auf den Topf wollte - Klasse, war sogar auch was drin gelandet. Danach probierten wir es jeden Morgen und Abend, vor und nach dem Zubettgehen - dasselbe wie sonst davor auch... Da mein Mann von dem Windelgewechsle mittlerweile so genervt ist ( da gibt es nämlich ebenfalls Theater von der Seite unsres Sohnes) ist er der Meinung dem kleinen muss mal jemand die harte Hand zeigen und will mit ihm jetzt strickt jeden Morgen und jeden Abend auf den Topf - selbst bei Gebrülle. Ich wiederum habe gelesen und gehört, dass Kinder den Eltern zeigen, wann sie trocken werden wollen. Stimmt das und wenn ja, wie? Und wann spätestens sollten wir wirklich durchgreifen und ihn zwingen auf dem Topf sitzen zu bleiben?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Lycaa, 61

Mit Druck erreicht ihr gar nix, außer dass der Kleine lernt, dass Töpfchen und Toilette was ganz Schlimmes sind, dass man besser meidet.

Ich an eurer Stelle würde das Projekt Trockenwerden erst mal ein paar Wochen auf Eis legen. Ihr bekommt ja sonst alle ein Trauma.

Dann baut ihr es nochmal ganz von vorne auf.
Lasst ihn viel unten ohne laufen. Zwingt ihn nicht aufs Töpfchen, macht aber ein großes Hurra, wenn er freiwillig geht. Dann kommt das schon von ganz alleine.

Kommentar von BabyBaylee ,

Das denke ich auch. Danke für deine Antwort :)

Antwort
von PrinccesDaisy, 67

Also langsam solltet ihr schon anfangen mit der Reinlichkeitserziehung. Wichtig ist dabei viel Geduld und das ihr euren Sohn besonders lobt, wenn er auf der Toilette war. Das ihr ihn morgens und abends auf den Topf setzt ist schob mal ein guter Anfang. Leider dauert es in der heutigen Zeit ziemlich lange mit der Reinlichkeitserziehung, da die Windeln mittlerweile so gut bzw. nehmen so viel auf, dass die Kinder nicht merken wenn diese voll ist und dieses unangenehme Gefühl meistens bzw. oft gar nicht entsteht.
Es gibt die sogenanten Trainers. Das sind Windeln, die wie Unterhosen sind. Er kann sie selber hoch und runter ziehen.
Fragt ihn zwischendurch mal, ob er auf Toilette muss und geht mit ihm. Legt ein Buch bzw. sein Lieblingsbuch daneben, damit er es dann dort lesen kann. So bleibt er länger sitzen und verbindet die Toilette mit einem angenehmen Gefühl, weil das lieblingsbuch dabei ist.
Wenn ihr einen Garten habt und das Wetter mal wieder etwas wärmer wird, könnt ihr den einfach mal so wie Gott ihn schuf in den Garten lassen. (nur wenn es wieder wärmer ist) Wenn er merkt, wie ihm das pipi am Bein runterläuft, könnte es für ihn unangenehm sein.
Am wichtigsten ist es, dass ihr euren Sohn lobt, lobt, lobt und noch mehr lobt wenn er auf der Toilette war. Das ist verdammt wichtig. Ihr müsst geduldig sein und dürft ihn nicht zwingen. Ansonsten könnte es später mal Probleme geben.

Hoffe ich konnte etwas helfen :)

Kommentar von PrinccesDaisy ,

Außerdem würde ich jetzt sagen, zeigt euer Sohn bereits, das er die Windel unangenehm findet, da er ja Theater beim Windeln wechseln macht. P.s. bin Erzieherin im Anerkennungsjahr (in einer Regel + U3 Gruppe)

Kommentar von BabyBaylee ,

Im Sommer fingen wir auch an, ihn laufen zu lassen wie Gott ihn schuf. Fand er Klasse, es störte aber auch nicht, dass die Pipi am Bein KLEBTE ... Ich frage auch oft, ob er muss, wird immer verneint. Wenn er dann tatsächlich mal ja sagt, gehen wir auf die Toilette, er sitzt kurz und ist dann "fertig". Eigentlich will er aber nur spülen. Mit einem Buch haben wir es auch schon versucht, mit Autos, mit Schnuffeltuch, mit Kuscheltieren - nichts.

Kommentar von Goodnight ,

Unglaublich, was für ein Unsinn die Erzieher heute noch lernen und weiter geben. Mir graut vor euch Deutschen..

Kommentar von BabyBaylee ,

Und zack kommt nichts mehr :D.

Antwort
von Volkerfant, 20

Mit Gewalt funktioniert das gar nicht. Mache es nach dem Belohnungssystem. Geh mit ihm zusammen auf die Toilette, du auf die große er aufs Töpfchen.

Wenn er es gemacht hat ohne zu weinen belohne ihn mit einem Spiel mit viel Lob und Anerkennung. Nun gehe einen Schritt weiter: versuche mit ihm zusammen Pipi zu machen. Wer als erstes was ins Töpfchen macht hat gewonnen. belohne ihn immer mit einer Kleinigkeit, lbe ihn, wenn nur ein Tropfen drin ist.... usw...

Antwort
von Goodnight, 40

Kinder werden trotz ihrer Eltern sauber, nicht wegen ihnen. Seit rund 40 Jahren predigt man, man soll die Kinder lassen, sie werden ohne drängen sauber. Aber irgendwie kommt die Nachricht nicht an. Leider zeigt euer Verhalten nur, was eure Eltern an euch verbockt haben. Das was ihr mit dem Kind anstellt verhindert das trocken werden.

Die harte Hand und eine Kopfwäsche hat dein Mann verdient. Bei jedem Misserfolg des Kindes straft euch, da gehört die Strafe und der Druck hin.

Antwort
von candyteen, 9

Macht euch und dem Kind keinen Druck. Wenn ihr es zwingt oder laut werdet wenn es aufs Töpfchen soll erreicht ihr das Gegenteil: so verbindet er das Töpfchen mit etwas negativem. Im kindegarten ist er vielleicht freiwillig drauf, weil er die Erzieherin oder die anderen Kinder beeindrucken wollte und zeigen wollte dass er schon "groß" ist. Also fragt immer wieder nach ob er aufs Töpfchen muss aber akzeptiert,wenn er nicht will. Macht ihm anreize wie "willst du auch mal aufs klo, sowie Mama und Papa das machen?" Oder ""bist du schon groß genug fürs Töpfchen?" Und lobt ihn dannach. Er schafft das schon noch rechtzeitig 

Antwort
von eostre, 31

Bei meinen Kindern hat am besten vormachen funktioniert, also bei den Jungs hat Papa im Bad gezeigt, wie man im stehen pinkelt, damit sie eine Verbindung zwischen Akt und Begriff finden.

In Jedem Raum der Wohnung ist ein Topf platziert, vor der Toilette ein hocker und die Tür zum Bad ist immer offen, so hat das Kind immer die Möglichkeit selbst zu gehen. 

In der ersten Zeit lassen wir die Windel einfach weg und das Kind darf unten ohne oder nur mit Hose daheim rumlaufen, das ist anfangs schon eine ziemliche sauerei aber mit tüchern in Griffnähe kommt man gut hinterher.

Bei "Treffern" wird applaudiert und gelobt. Etwa jede Stunde oder bei auffälligem verhalten fragen wir nach ob das Kind muss und ob es auf den Topf oder auf die Toilette will.

Trotzdem hat jedes Kind sein eigenes Tempo, mein schnellster war mit 18 Monaten tagsüber zuverlässig trocken, der kleinste hat es auch mit 20 Monaten noch nicht so richtig drauf.

Kommentar von BabyBaylee ,

Danke für die Antwort, werden wir ausprobieren.

Antwort
von GroupieNo1, 61

Unsere große ist ab da wo sie sitzen konnte bei jedem windelwechseln auf den Topf gesetzt worden. Natürlich ist sie da noch Meilen weit weg vom sauber werden, aber ihr wird die Angst genommen vor dem Topf und sie sieht ihn als Selbstverständlichkeit an. Heute mit 19 Monaten holt sie sich ihren Topf selber, ich setze sie dann drauf und dann macht sie meist Pipi in Topf. Auch das große Geschäft wird bereits auf dem Topf gemacht. Da sie immer in der früh zur selben Zeit groß macht setzen wir sie da schon. Sie wird ganz fest gelobt wenn was im Topf ist, wird nicht gezwungen sitzen zu bleiben. Aber von Windeln weglassen sind wir auch noch viele Schritte entfernt.
Ermutige dein Kind. Stelle den Topf ins Zimmer, damit er immer präsent ist und er sieht es geht keine "Gefahr" davon aus.
Wenn du aufs Klo gehst, nimm ihn mit seinem Topf mit und setze ihn drauf. Bei jedem wickeln soll er kurze Zeit auf dem Topf sitzen. Setz dich davor und lese ein Buch mit ihm, spiele mit ihm ein bisschen oder ähnliches.
Wenn er aufstehen möchte lasst ihn aufstehen. So wird es immer mal wieder etwas länger und er beginnt den Topf zu akzeptieren. Aber nur mal Moers und abends setzen halte ich für nicht gut. Natürlich auch der Zwang nicht. Wenn er aufstehen will, steht er eben wieder auf. Und auch wenn nichts im Topf ist, loben dass er ganz toll sitzen geblieben ist und du dich darüber freust.
Von "Kind wird irgendwann alleine aufs Kilo gehen" halte ich als Erzieherin nichts. Denn zB in einem Kindergarten mit 2 Erzieherinnen und 25 Kindern davon knapp 1/3 gerade 3 Jahre noch mit Windeln, ist nahe zu unmöglich. Es kann ja nicht sein dass eine Person immer draußen ist und von 8 Kindern Windeln wechselt in die 2 alleine ist mit 25 Kindern.
Und ja Jungs brauchen prinzipiell länger um sauber zu werden als Mädchen, aber wenn die Kinder ein gesundes Urvertrauen haben, klappt auch das loslassen und abgeben sehr gut, ohne Stress und ohne Druck.

Kommentar von Goodnight ,

Das was du machst ist auch unvernünftiger Druck. Du kannst die Reifung der Nervenbahnen nicht erzwingen. Dressur und Zwang ist das nichts weiter.Und ja, mit sauber werden hat das gar nichts zu tun, im Gegenteil du störst dein Kind dabei.

Kommentar von GroupieNo1 ,

Hahahaha! Ich kann nur noch über solche Kommentare lachen! So viel Hirn kann Gott es garnicht regnen lassen!

Kommentar von Goodnight ,

Merkst du nicht, dass du hier immer mit Drill auffällst? Statt lachen vielleicht mal denken und einsichtig werden...

Antwort
von Tragosso, 75

Ich habe zwar keine Kinder, aber ich weiß, dass ich erst mit 5 keine Windel mehr brauchte. Ich denke, dass das ganz unterschiedlich ist und Zwang eher zu noch mehr Stress führt.

Übrigens, wer Kinder hat, sollte wissen, dass man denen die Windeln wechseln muss.

Antwort
von Hatschi007, 59

wechselt nicht zu oft die windeln. Er sollte mal das Geschäft in der Hose spüren und nicht immer den Luxus von Trocken-und sauberkeit, denn dann fragt er sich, warum er etwas ändern sollte :)

Kommentar von lindgren ,

Mein Gott, die armen Kinder! Das ist ein mit Verlaub - besch...Rat!

Kommentar von Hatschi007 ,

heul doch nicht gleich rum ! Ich hab nicht gesagt, dass sie nie wechseln sollen ! Sie sollten nur die abstände vergrößern...

Kommentar von Goodnight ,

Irrtum, man soll Kinder immer sofort frisch machen, genau hier liegt die Sauberkeitserziehung. Kinder die konsequent schnell sauber gemacht werden sind eindeutig schneller trocken. Wunde Haut zu provozieren ist wirklich böse.

Kommentar von Hatschi007 ,

Es ging mir doch nicht um wunde Haut. Nein, sie sollten mal was Kaltes, warmes oder Nassen wieder spüren, und auch merken, dass es ihnen unangenehm ist.

Wie hier schon jemand anderes schrieb, sind moderne windeln so, dass das kind Null Kontakt mehr hat und dadurch ein falsches Gefühl für den Körper und dessen Zusammenhänge bekommt.

Kommentar von eostre ,

Das bringt nur einen Effekt: Ablehnung der Windeln. Das wiederum ist blöd, wenn das Kind noch nicht ganz trocken ist. Sauber werden hat etwas mit hirnreife zu tun und die erreicht man nicht durch drill oder nasse Hosen.

Kommentar von BabyBaylee ,

DAS haben wir bereits versucht. Auch kein Erfolg :/

Antwort
von lindgren, 66

Da wird gar nicht durchgegriffen! Weder mit harter Hand noch mit Zwang!

Himmel, das ist noch ein kleines Kindchen. Und die gehen schon irgendwann wie die Großen auf die Toilette. Jungen brauchen in der Regel ein bisschen länger als Mädchen.

Reißt euch zusammen! Ihr macht ja den armen Pumperl ganz kaputt mit eurem Verhalten.

Kommentar von BabyBaylee ,

Hä? Welchem Verhalten ?

Kommentar von lindgren ,

Du weißt wohl gar nicht mehr, was du in die Frage geschrieben hast...harte Hand....ihr übt Druck auf den Kleinen aus! Und das ist wohl ein inakzeptables Verhalten.

Kommentar von BabyBaylee ,

Ich meinte nicht, dass wir ihn schlagen! Damit war gemeint, dass er eben sitzen bleiben muss, auch wenn er nicht möchte.

Kommentar von lindgren ,

Ich rede nicht vom Schlagen, sondern von Druck ausüben. Das ist auch Gewalt. Und nein, der Kleine muss nicht sitzen bleiben, weil ihr das wollt. Keinesfalls. Fragt euch doch mal, wie lange ihr gebraucht habt, um ohne Windeln auszukommen.....garantiert nicht mit 2 Jahren!

Kommentar von Goodnight ,

Du kannst darauf wetten, dass mindestens ein Elternteil spät sauber wurde genau weil es die harte Hand und die verbohrte  Dummheit und Unwissenheit der Eltern gespürt hat...

Kommentar von BabyBaylee ,

okey. danke schön. dann werden wir es anders angehen. Ich will alles andere als meinem Kind seelischen Schäden zufügen.

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