Ich habe einen Neuwagen mit 112 km übernommen. Meiner Meinung nach sind das zu viele Kilometer. Wer kann mir einen Rat geben?
Bei einem Auto, das als "Fabrikneu" verkauft wird, würde ich die Grenze bei etwa 50 km Tachostand ansetzen. Klat, dass jeder Wagen vor Auslieferung eine Teststrecke passieren muss, was je nach Hersteller bis zu 20 km ausmacht. Auch fährt das Auto einige Meter aus eigener Kraft beim Umladen und Umparken. Über 100 km sind aus meiner Sicht nicht mher OK. Handelt es sich etwa um ein Auto mit Tageszulassung?
Wenn der Tacho bei der Übergabe mehrere hundert Kilometer anzeigt, kann der Kunden den Kauf platzen lassen. Das hat das OLG Düsseldorf im Zusammenhang mit dem Kauf eines neuen 5er BMW entschieden, den ein deutscher Autohändler aus Dänemark bezogen hatte. Als der Wagen ankam, verweigerte der Kunde nach einem Blick auf die Kilometer-Anzeige die Zahlung: Ganze 307 km war der Wagen danach schon gelaufen. Mit einer derartigen Fahrleistung brauche der Käufer eines EU-Neuwagens nicht ohne weiteres rechnen, betonten die Richter (Az.: I-1 U 55/06).
(Handelsblatt. 5.4.07)
Ich würd den Händler fragen, wieviele Probefahrten gemacht wurden.
vielleicht war dein auto ja vorher noch bei einem lackierer, weil er einen schaden hatte oder eine standheizung wurde in einem anderen betrieb nachgerüstet oder die verkäufer wollten mal gucken, wie sich neue reifen bei einem burn out verhalten.
El loco Kaffeesatz (des wahnsinns fette beute) am 15. Mai 2008 14:48 lach
ich meine ja nur, lieber 112 ehrliche kilometer, als zurückgedrehte 2000 km vom wochenendausflug des autohauses.
was hast den dem verkäufer bei der abholung gesagt?
ist schon viel, aber der verschleiß ist bestimmt noch in einer akzeptablen grenze.
siehe Antworten hier:
http://www.gutefrage.net/frage/ab-wieviel-kilometer-ist-ein-automobil-kein-neuwa...

wir haben regelmäßig Neuwagen (1 mal im Jahr) bekommen die mit höchstens 10km ausgeleifert und geben die dann als Jahreswagen mit max. 20.000km wieder ab. Wir haben NOCH NIE einen Wagen abgeholt der soviele KM auf der Scheibe hatte. Würde das Autohaus mal nach einer erklärung befragen, bzw. hätte den Wagen gar nicht mitgenommen
Ist wahrscheinlich ein Japanisches Erzeugnis musste halt oft vom LKW auf den nächsten umgeladen werden :)
jbinfo am 15. Mai 2008 16:16 Das hat mit "japanischem Erzeugnis" nicht das geringste zu tun.

Einzelheiten findest Du auch hier:
http://www.ratgeber-recht24.de/Neuwagenkauf/EigenschaftalsNeuwagen.html
Allerdings finde ich die Art der Verkäufers nicht i.O. Er hätte dich vorher darauf aufmerksam machen müssen.Ich vermute mal, es wurden Probefahrten mit roter Nummer gemacht weil kein entsprechender Vorführwagen vorrätig war. Es kann auch sein, dass das Fahrzeug von einem anderen Händler abgeholt wurde. Aber auch das sollte ein Verkäufer ehrlich sagen.