Frage von Quante, 117

Kilometerstand 10.000Km, aber im Brief 30.000Km gefunden?

Hallo,

nun habe ich mir den Wagen gekauft, den ich immer haben wollte. War 10.000Kmh angegeben auch auf dem Tacho. Nun habe ich einen Brief gefunden, wo 30.000Km steht. Der war zwischen dem Checkheft.

Nun, was kann ich machen? Ist das Betrug des Verkäufers?

Expertenantwort
von machhehniker, Community-Experte für Auto, 41

Also klar, das sieht erstmal nach einem eindeutigen Betrug in Form von Tachomanipulation aus.

Allerdings würde ich ein Fahrzeug mit 10.000Km als praktisch neuwertig ansehen, wenn da nun deutlich mehr drauf ist kann ich mir nicht vorstellen dass irgendein Händler seine Käufer für so naiv hält dies einfach zu glauben. Daher empfinde ich diese Geschichte als merkwürdig.

Ist der Km-Zähler evtl nur 5-stellig und der ist möglicherweise korrekt angegeben worden, man weiss aber nicht ob und wie oft der schon über die 00000 hinweg lief?

Hast Du Dich evtl in einer Dezimalstelle geirrt und wurden evtl 100.000Km angegeben?

Kommentar von jbinfo ,

5-stelliger Tacho ist ja nun auch schon gut 30 Jahre her.

Kommentar von machhehniker ,

Das Auto meiner Tochter ist grade mal volljährig und hat einen 5-stelligen Km-Zähler.

Da nicht genau genannt ist um welches Fahrzeug es sich handelt hab ich diese Möglichkeit mit angegeben.

Antwort
von Kito101, 82

Vielleicht mal inspezieren lassen. Es gibt Möglichkeiten den Tacho zurückzusetzen (Betrug). Falls es so ist kannst du Klagen und den Kauf rückgängig machen, da der Vertrag nicht wahrheitsgemäß ist

Antwort
von konzato1, 60

Ja, der Brief KANN ein Beweis sein, dass der Verkäufer Betrug begangen hat.

Antwort
von hondaautofan, 9

Was stehen denn sonst für KM-Stände im Checkheft ? Gehört der Brief mit den 30.000 KM überhaupt zu dem Auto ?

Es macht für einen Händler keinen Sinn einen fast Neuwagen von 30.000 auf 10.000 km zu manipulieren.

Kommentar von machhehniker ,

Jaaaaaa, wenigstens Einer hat sich auch Gedanken darüber gemacht was die angegebenen Km-Stände überhaupt ausdrücken.

Antwort
von casala, 55

wenn sich der km stand von 10 000 nicht auf einen zweitmotor bezieht, dürfte man zumindest von tachomanipulation ausgehen.

dem händler muß man es aber nachweisen können.         :(

Kommentar von ronnyarmin ,

Auch nach dem Tausch des Motor darf der Kilometerstand nicht zurückgestellt werden.

Es heisst ja nicht 'Kilometer des Motors', sondern Laufleistung des Autos.

Antwort
von onidagori, 63

Da das sehr nach Betrug vom Verkäufer klingt, hat wohl jede Klage Erfolg. Egal ob Rückgabe oder Preisnachlass.

Solltest aber noch mehr Beweise einholen. Mit Hilfe der Fahrzeug-Indifikationsnummer ist es vielleicht möglich alte TÜV oder Dekra Berichte zu bekommen. Da ist der jeweilige Kilometerstand angegeben. Ein Sachverständiger kann da sicher auch helfen.

Antwort
von piadina, 62

Meiner Ansicht nach ist das ganz klar Betrug. Den Tacho können die Fachleute ja manipulieren.

Antwort
von he1lan2, 59

Zu TÜV oder DEKRA fahren und klären lassen, wenn 30,000 richtig sind ->Anzeige

Kommentar von Quante ,

Ich danke dir! Ich wusste nicht, dass ich nun zur Dekra oder Tüv kann und dass die die Wahrheit rausfinden können. Danke dir

Kommentar von Quante ,

Habe ich mit einer Anzeige überhaupt Chancen? Kriege ich Geld zurück oder kann der Wagen günstiger werden?

Kommentar von iawoiserden ,

Bei Betrug, den du beweisen musst, ist die Sachmängelhaftung 3 Jahre. Also erst einmal zum Sachverständigen.

Kommentar von he1lan2 ,

Er muß nichts beweisen, das muß der Staatsanwalt. Er muß nur begründeten Verdacht anzeigen. Den Sachverständigen hat der StA.

Kommentar von iawoiserden ,

Der Staatsanwalt "muss" nichts, Der 'Käufer' muss Beweisen (Beweislastumkehr §486 BGB) , das der Sachmangel beim Verkauf schon war, wie der Käufer das macht ist seine Sache.

Kommentar von Silverhead2010 ,

Du sprichst den Händler drauf an. dann gibts womöglich Preisminderung. Oder Anzeige - dann kannst das mit der Preisminderung aber vergessen und bringt viel Ärger.

Meine Empfehlung: Händler drauf ansprechen und Klarheit bekommen. Wenn er um den heißen Brei redet oder sich rausreden möchte, mit dem Anwalt und eindeutigen Beweisen drohen. Sag einfach, du lässt das Auto jetzt von einem KFZ-Sachverständigen prüfen und dein Anwalt erkundigt sich auch bei den Versicherungen, wegen dem KM-Stand. Weil die Versicherungen deutschlandweit müssen ja eine Aussagepflicht erteilen, bspw. bei "Tachobetrug". 

Sag zudem, wenn er schier nicht einlenkt, dass du das zwar bedauerst, dass das sehr stark Geschäftsschädigend für Ihn sein könnte, du dich aber betrogen fühlst und das zur Anzeige bringst.

Im Normalfall knickt er ein und du kannst auf eine Wertminderung von bis zu 60% hoffen. Sprich für 10000 gekauft und 6000 Euro Nachlass. DAS ist dann eine Art "Schweigegeld", womit du sicher gut leben kannst. 

In Zukunft dort halt kein Auto mehr kaufen, auch klar.

Antwort
von CaptnCaptn, 16

Entweder wurde manipuliert, oder der Wagen hat einen Austauschmotor bekommen und der Händler war hinterlistig und hat die Laufleistung des Austauschmotors angegeben.

Antwort
von Havenari, 9

Was für ein Brief soll das sein?

Antwort
von ichweisses2000, 58

Wahrscheinlich kilometerstand manipuliert

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