Frage von Bjoerni, 78

Kfz-Wunschkennzeichen vom alten Heimatort?

Hallo zusammen,

ich werde nächstes Jahr mir einen Neuwagen kaufen (vor einem halben Jahr habe ich mein letztes Auto verkauft), wohne seit 14 Jahren in Offenbach (Hessen) und würde gerne bei Anmeldung des neuen Fahrzeugs als Wunschkennzeichen ein Kennzeichen aus meiner Heimat Chemnitz (Sachsen) haben wollen. Einerseits um meine Verbundenheit zu meiner alten Heimat auszudrücken, andererseits weil man z.B. mit einem Offenbacher Kennzeichen in manchen Gegenden in Frankfurt abends sein Auto nie unbeaufsichtigt lassen kann (Feindschaft zwischen Frankfurt und Offenbach bei einigen dummen Anwohnern von dort).

Normalerweise meldet man ja sein Fahrzeug bei der Zulassungsbehörde vom jeweiligen Hauptwohnsitz an. Seit Januar 2015 gilt zwar nun die bundesweite Kennzeichenmitnahme, aber die nützt mir erstmal nicht wirklich etwas.

Jetzt überlege ich seit einigen Stunden, wie ich doch noch an mein Chemnitzer Kennzeichen komme (als Halter in Chemnitz würde ich sogar ca. 60,- EUR weniger an Kfz-Versicherung bezahlen, aber darum geht es mir ja gar nicht).

  • Meine erste Idee war, meine Mutter in Chemnitz könnte der Halter des Fahrzeugs werden, allerdings wären dann die Versicherungsbeiträge viel höher aufgrund des abweichenden Halters. Die Schadensfreiheitsklasse (SF9) auf sie übertragen, dass diese dann Versicherungsnehmer und Halter in Einem ist, kommt für mich wiederum nicht in Frage, zumal meine Mutter eh keinen Führerschein hat und mein Vater verstorben ist.

  • Meine zweite Idee war, dass ich die Wohnadresse meiner Mutter offiziell als Hauptwohnsitz (und meine eigentliche Wohnung als Nebenwohnsitz) anmelde und dann dort mein Fahrzeug anmelde, allerdings bin ich bei meiner Mutter nur 1-2 Mal im Monat an den Wochenenden zu Besuch - ist das dann trotzdem möglich, die Adresse meiner Mutter als Hauptwohnsitz anzumelden, obwohl in da in Wirklichkeit nur 3-4 Mal im Monat übernachte?

  • Meine dritte Idee war, dass ich nur vorübergehend die Adresse meiner Mutter als Hauptwohnsitz anmelde (nur für die Zeit der Anmeldung des Kfz) und danach meinen eigentlichen Wohnsitz dann wieder als Hauptwohnsitz. Ab 01.11.2015 benötigt man jedoch bei einem Abmelden bzw. Ummelden einer Wohnanschrift eine Bescheinigung des Vermieters - also kann ich diese Möglichkeit auch schon mal ausschließen.

Habt ihr noch eine Idee, wie ich doch noch zu meinem Wunschkennzeichen aus Sachsen komme, oder werde ich wohl oder übel erstmal mit dem Offenbacher OF-Kennzeichen ("Ohne Führerschein") leben müssen? ;-)

Vielen Dank vorab.

Antwort
von siggibayr, 67

Die Zulassung eines Kfz ist bei der nach § 46 FZV örtlich zuständigen Stelle zu beantragen. Nach § 46 Abs. 2 FZV ist örtlich zuständig, die Behörde des Wohnorts, bei mehreren Wohnung die des Hauptwohnsitzes im Sinne des Melderechts. M.E. bleibt nur die 2 Idee mit dem Hauptwohnsitz bei der Mutter.

Antwort
von ehrose, 76

Den Wagen auf deine Mutter anmelden, aber die Versicherung auf deinen Namen laufen lassen. Bei der Versicherung eintragen dass deine Mutter nicht mit deinem Wagen fährt. Ob es klappt kann ich nicht garantieren.

Antwort
von DocSchneider, 78

Warum kannst du denn die 3. Variante nicht machen? Du kannst doch deinen Hauptwohnsitz vorübergehend in C anmelden. Wenn deine Mutter Vermieterin, wird sie dir doch sicher so eine Bescheinigung ausstellen können oder nicht?

Kommentar von Bjoerni ,

Hallo DocSchneider, ich hatte bis vorhin gedacht, dass man bei einem (angeblichen) Wohnungswechsel auch eine Bescheinigung des alten Vermieters über den Auszug benötigt (was ja nicht möglich wäre, weil ich ja nicht wirklich dort ausziehe), aber wahrscheinlich wird nur eine Bescheinigung vom neuen Vermieter benötigt (habe eben im Internet gelesen, das kann auch ein Verwandter sein, bei dem man unentgeltlich wohnt) - das müsste eigentlich klappen: Bei einer vorübergehenden Anmeldung in C wird wohl nur eine Bescheinigung meiner Mutter benötigt, bei der ich offiziell als Untermieter wohne, und danach bei meiner erneuten Anmeldung in OF bräuchte ich nur eine Bescheinigung meines Vermieters, dass ich in OF (wieder / immer noch) wohne - das meintest du, oder?

Kommentar von DocSchneider ,

Ja, so hätte ich das jetzt gedacht, wobei ich es allerdings noch nicht ausprobiert habe. Vielleicht weiß es noch jemand genauer, ob das so keine Probleme gibt.

Kommentar von SirHamlet293 ,

Hallo Bjoerni, kannst du uns wissen lassen, ob du erfolgreich warst und wenn ja, wie du es genau gemacht hast?

Ich möchte auch gerne ein Autokennzeichen eines anderen Zulassungsbezirkes haben. Momentan kenne ich zwar niemanden dort, der mir einen Vermieterbescheinigung ausstellen würde, aber wenn ich weiß, dass es funktioniert, würde ich sicher einen ausfindig machen können. An meinem jetzigen Hauptwohnsitz bin ich Hausbesitzer, ich brauche also keine Bescheinigung eines Vermieters, wenn ich mich hier zurückmelde.

Aber was ist mit den anderen Papieren, Reisepass etc. Muss man den nicht umschreiben lassen? Und andere Dinge wie z.B. Abfallgebühren, Radio-Fernsehgebühren und was das Amt noch so alles in die Wege leitet?

Ich würde mich wirklich nur für einen oder zwei Tage dort anmelden wollen und mit der Anmeldung am Wunsch-Wohnort dann sofort mein Auto dort zulassen. Danach würde ich wieder zum Einwohnermeldeamt gehen und sagen: sorry, das war ein Irrtum, ich habe leider die Arbeitsstelle, die ich mir erhofft hatte, nicht bekommen blablabla...

Wäre echt toll, wenn du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lassen würdest.

LG

 MaRiO

Antwort
von Rockuser, 68

Nimm den Mietvertrag deiner Mutter mit zum Amt, und melde dich einfach um. Dass sollte ohne weitere Fragen gehen.

Kommentar von Bjoerni ,

... du meinst, der Mietvertrag meiner Mutter würde als Nachweis über meinen neuen "Hauptwohnsitz" ausreichen?

Kommentar von Rockuser ,

Wieso nicht. Sonst soll deine Mutter eine Untervermietung bestätigen.

Antwort
von Kuestenflieger, 64

mit schildern aus dem freistaat wird es schlimmer  werden .

Kommentar von Bjoerni ,

... warum denn?

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