Wie kann man eine KFZ Werkstatt gründen?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Du  könntest zwar eine firma gründen , das  kann so eigendlich  jeder mensch aber  du solltest wissen was da passiert und  wer was macht bzw kann.. das lässt sich nur durch  fach und sachkenntnisse  erreichen. .

Die Firma zu führen erfordert sowohl Personal als auch einen erfahrenen KFZ Meister  und das Wichtigste,..

Ca. Eine bis Eineinhalb Millionen Euros für Werkzeuge Ausstattung Ausrüstung und sontiges wie Diagnosehardware / Software der / des  jeweiligen Herstellers  und infrastukturmassnahmen wie Werkstattgebäude mit entsprechender  erforderlicher Ausrüstungen  ( Greäuschoptimierte Werkstatträume , ölfeste und dichte Werkstattböden ,  Hebebühnen , Entsorgungsstationen und Lagerflächen die Umwelttechnisch  zu berücksichtigen sind , Sozialräume  und komplette  Büroaussattungen  und die ersten Monate solltest du auch noch überleben können..

Dazu kommen Heizung  Strom  Wasser und Gewerbesteuervorauszahlungen... Regionale Vorschriften der Gemeinden oder Stadtverwaltungen usw... Genehmigungsverfahren bei ggf Neuerstellung der Werkstatträume , Stellplätze  für Kunden  die auch wieder Umweltgerecht ausgelegt werden müßen.. ( da ist ja auch mal ein Fahrzeug ölundicht )

Je Mechaniker sollte davon eine Werkzeugausstattung  incl. Maschinen Spezialwerkzeugen  von etwas  zw 50 und 100 tausend Euros   gerechnet werden..  Reifenmontagemaschinen Wuchtmaschinen  Achsmessprüfstände  ggtf  einen Motoren oder Leistungsprüfstand, Abgasmesstand  für AU Untersuchungen und der in einem Geräuschgedämmten seperaten Raum , Bremsenprüfstand ...und vieles Mehr...

Diese Kosten lassen sich da ev noch Reduzieren wenn man Räumlichkeiten anmietet aber die erforderlichen  Umweltauflagen  erfüllen nur die wenigsten Werkstätten  die noch mit Bestandsschutz arbeiten..  der jedoch bei Neueröffnung  entfällt.  Anmietungen efordern aber Mietverträge  oder Pachtverträge die IDR: über bestimmte Zeiträume abgeschlossen werden.. beinhalten erhebliche Finanzielle Risiken.  Gewerberäume müßen geprüft und abgenomem werden.. das macht die BG und hat auch wieder ihre vorgaben und vorschriften,...

Sinn macht das eigendlich nicht denn der Meister wird dich schnell übern Tisch ziehen wenn der merkt das Du keinen Plan hast und sich die taschen füllen..   Für eine Geschäftsführung ist eine Ausbildung zum Betriebswirt sinnvoll und ziellführend..  um einigermassen die Steuerrechtlichen und Gewinnerrechnenden  Kosten zu  ermitteln.. Diese Menschen wollen alle ihr Geld haben  und die mußt Du dann auch bezahlen..  Ohne nur einen Euro verdient zu haben.. ..   da ist die Pleite vorprogrmmiert..  Mit einem  umfangreichen Lottogewinn könnte das klappen aber auch nur für begrenzte Zeit.   Joachim

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo

kein Problem, du brauchst nur Geld und kaufst dir die Experten/Expertiese dafür ein.

Wenn du Ahnung von Autos, Ersatzteilen und schrauben hast dann kannst du dir ja alles selber ausrechnen.

Eine "kleine" Markenneutrale "0815" Werkstatt mit Meister, Geselle, Lehrling, externem Sekretariat/Steuerberater mit Buchhaltungservice hat um 15000€ Festkosten im Monat.

Wenn man so eine kleine Werkstatt mit 3 Arbeitsplätzen baut und ausrüstet wird man je nach Baulandlage um 500000€ brauchen. Die Werkstatt kann für das Geld aber nur Mechanik also kein Karosseriebau/Lack und keine Betriebsfahrzeuge. Zudem kein Showroom/Neuwagen/Gebrauchtwagenhandel

Wenn man bei einem in der Branche üblichen 5% EBIT Ansatz jeden Werktag um 1200€ Umsatz macht ist die Werkstatt rentabler als ein Sparbuch.

Wenn du als GMBH Geschäftsführer auch noch ein minimales GF Gehalt willst wird es aber eher Richtung 1500€ Mindestumsatz gehen. Wenn man als GF auch noch einen fett getunten BMW-M/AMG als "Betriebsrutscher" fahren will kannst du dich Richtung 2000€ Tagesumsatz orientieren.

1200€ Umsatz sind 4-6 Inspektionen oder grob um 1200 Inspektionen im Jahr. Das ist eigentlich als "Freier" nicht erzielbar das schaffen höchstens Vertragshändler oder Werkstattketten wie PitStop oder ATU.

Für 1200 Inspektionen bräuchte man mindestens 1200-2400 Stammkunden. Bei Neuwagen mit Longlifezyklus geht das eher Richtung 3000-5000

Aber du kannst ja eine Inspektion für 50€ Festpreis als Lockangebot per Epay, Blauarbeit, MyHammer versteigern musst dann halt 50 Inspektionen am Tag machen wofür man dann aber um 15-20 Mitarbeiter und 5-10 Hebebühnenplätze bräuchte....

evtl ist es sinnvoller einfach eine laufende Werkstatt zu kaufen da gibt es ja genug wo ein Nachfolger gesucht wird oder welche die schon Jahrelang an der Pleite langschrammeln bzw und Insolvenverwaltung nach frischem Geld suchen. Da kann man sich dann für wenig Geld einkaufen und hat schon eine gewachsene Struktur mit Stammkunden. Man muss ich dann nur drum kümmern das der Laden rentabel wird oder buttert halt weiterhin eigene Kohle rein.

Grüsse von einem Legastheniker auf einer ausgelutschten QWERTY Tastatur....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?