Frage von nathi12345, 196

kfz-streitigkeit , was nun?

Hallo!

Ich habe folgendes Problem: Dieses Jahr war ich an einem Unfall beteiligt.       Habe das gemeinsam mit meinen Eltern natürlich an die Versicherung weitergegeben und mit dem Gegner alles weitere geklärt. Nach und nach kamen seitdem immer wieder Anwaltsschriften mit Klagedrohungen etc., da meine Versicherung nicht den kompletten Schaden übernimmt. Der Grund dafür ist, vermute ich, dass der Gegner vor jeglicher Kostenberechnung unsererseits den Wagen hat reparieren lassen und sich einen Mietwagen angemietet hat, wo man doch nach meinem Wissen noch auf die gegnerische Versicherung wartet. Heute erhielt ich dann vom gegnerischen Anwalt die Information, dass ich verklagt werden soll. 

Ich weiß nicht was ich jetzt tun soll! Wie läuft das ganze ab? wird sich meine Versicherung um alles weitere kümmern? Habe von dieser nämlich ein Informationsschreiben bekommen, dass ich alle weiteren Schriften, auch die Klage die kommen könnte, an meine Versicherung weiterschicken sollte und diese sich letztendlich auch einen um einem Anwalt kümmern würden. Bedeutet das, dass der gesamte Fall an meine Versicherung abgetreten wird oder muss immernoch ich dafür "gerade stehen"? Meine Mutter meinte außerdem zu mir, dass man mir so nur Angst machen wolle, da man das bei einer 18-Jährigen ja vielleicht schaffen könne. wo ich gleich zu meiner zweiten Frage komme: Darf ich trotz einer derartigen Klage noch Jurist werden? Oder könnte ich nach dem ganzen Vorfall meine Karriere an den Nagel hängen?

Hatte schonmal jemand einen derartigen Fall und kennt sich damit aus?

Danke im Voraus

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 58

Grundsätzlich ist es so, dass nur rechtlich begründete Ansprüche von dir erfüllt werden müssen. Andererseits ist deine Haftpflichtversicherung dafür da, solche Ansprüche zu begleichen. Von daher gibt es nur die Lösung, alle Schreiben direkt an die Versicherung weiterzuleiten. Die prüfen dann in ihrer Rechtsabteilung, welche Ansprüche juristisch gerechtfertig sind und begleicht die dann auch. Stellt die Versicherung aber fest, dass einige Ansprüche unberechtigt sind und nicht beglichen werden müssen, ist das verbindlich. Da kann kein Anwalt ankommen, um unberechtigte Forderungen direkt an dich zu stellen.

Du hast nur dann schlechte Karten, wenn du Schreiben nicht direkt an die Versicherung weiterleitest, denn dann könnten die sagen, du hast deine Obliegenheiten verletzt und nun sieh selber zu, wie du damit fertig wirst.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht & Versicherung, 97

Wenn ihr damals den Schaden ordnungsgemäß an euren KFZ-Versicherer gemeldet habt, habt ihr eure Hausaufgaben gemacht.

Alle Schreiben des Geschädigten (ebenso diese Anwaltsbriefe) müsst ihr nur an den Versicherer weiter leiten.

Eine wesentliche Aufgabe der Haftpflichtversicherung besteht darin ungerechtfertigte Forderungen zurück zu weisen. Zahlt der Versicherer dann nicht, hast du persönlich damit auch nichts zu tun.

Das sollte ein Rechtsanwalt aber wissen. Der schreibt natürlich genau das, was sein Klient will. Dem Rechtsanwalt ist das egal. Er bekommt sein Geld auf jeden Fall.

Antwort
von Interesierter, 89

Zunächst mal solltest du Ruhe bewahren. Eine Karriere als Jurist wird von solch einer Sache nicht bedroht. Anders sähe das vielleicht bei einer Strafsache aus.

Es wäre in der Tat das Beste, wenn du die Sache an die Versicherung abgibst. Deine Versicherung nimmt die Ansprüche des Unfallgegners entgegen, prüft diese und reguliert dann nach ihrer Meinung berechtigte Forderungen bzw. weist unberechtigte Forderungen ab. Das Ganze nennt sich "passiver Rechtsschutz".

Was die gegnerische Versicherung versucht, ist Druck aufzubauen. Die wollen dir Angst einjagen, was ihnen ja offensichtlich schon teilweise gelungen ist. Lass dich von der gegnerischen Versicherung oder dem Unfallgegner nicht verrückt machen. Setz dich mit deiner Versicherung ins Benehmen. Dann wird sich das schon regeln.

Antwort
von Alex92fromHell, 89

Also Hallo erstmal,

Ein kleiner Autounfall, selbst wenn du verklagt wirst, wird nicht von deiner Karriere abhalten wird. Du darfst lediglich keine schwere Straftat begangen haben (Körperverletzung, Betrug, Raub, Mord,...) Also da brauchst du dir keine Sorgen machen.

Des weiteren hast du ja eine Versicherung für exakt solche Fälle. Für deinen eigenen Schaden musst du (außer bei Vollkasko) selbst aufkommen, aber den gegnerischen Schaden zahlt immer die versicherung, dazu zählen auch Anwaltskosten.

Leite auf jeden Fall alles weiter und ruf am besten kurz bei der Versicherung an, die wissen das dann ganz genau.

Wenn die gegnerische partei sofort reparieren lassen hat und Mietauto usw sind sie selbst schuld. Rein theoretisch (wenn du gleich für dein Studium üben willst) kannst du sie zurück verklagen und sagen das der Schaden bereits vorhanden war und durch deinen Unfall nur ein kleiner Kratzer entstanden ist. Da sie kein Gutachten machen haben lassen haben sie keinen Beweis, ergo haben sie dann die Versicherung wegen einem möglichen Versicherungsbetrug am Hals ;)

Auf dich kommt nichts zu außer eventuell eine Aussage wo du schilderst wie der Unfall passiert ist. Mehr nicht

Kommentar von Alex92fromHell ,

außerdem wenn das so gehen würde, würd ich mir für jeden Kratzer mal ne woche nen Ferrari ausborgen als Leihwagen :p ne ne so einfach geht das nicht ;)

Antwort
von Goodnight, 90

Deine Versicherung regelt das. Der Unfallgegner hat sich selber ein Ei gelegt. Man kann nicht einfach einen Mietwagen auf Kosten des Unfallverursachers machen und man kann auch kein Auto reparieren lassen, bevor deine Versicherung den Schaden angesehen hat.

Dir passiert also gar nichts. Der Unfallgegner wird auf den Kosten sitzen bleiben. Das weiss auch sein Anwalt.

Antwort
von NSchuder, 113

Also erst einmal vorweg... Auf Deine mögliche künftige Laufbahn als Jurist hat so etwas keinen Einfluss. Hier geht es um einen Zivilrechtlichen Anspruch - nämlich Schadenersatz und nicht um einen Strafprozess.

Du musst Dir also keine Sorgen machen.

Was den Anwalt angeht, der Dich vertreten sollte, sprichst Du am Besten mit Deiner Versicherung - sollte überhaupt eine Klageschrift eingehen.

Grundsätzlich sehe ich die Schuld eher bei Deinem Unfallgegner. Er hat den Schaden - so wie das schilderst - beheben lassen bevor Deine Versicherung Gelegenheit hatte den Schaden zu begutachten.

Grundsätzlich steht dem Geschädigten zwar eine freie Wahl des Gutachters zu, er muss den Schaden aber denn Dokumentieren und / oder Deiner Versicherung ebenfalls Gelegenheit geben den Schaden zu begutachten.

Zu Mietwagen gibt es hinreichend Urteile. Ein Mietwagen für die Dauer des Nutzungsausfalls sollte immer eine Klasse unter dem eigenen Fahrzeug bleiben. Wenn der Geschädigte also einen VW Golf fährt, dann darf er sich keinen Mercedes oder Audi A6 als Mietwagen nehmen. Ein Polo hingegen wäre als Ersatzfahrzeug völlig ok.

Ein Mietwagen wird übrigens nur dann anerkannt, wenn das beschädigte Fahrzeug auch wirklich repariert wurde. Wenn der Geschädigte sich auf der Basis des Kostenvoranschlags den Schaden auszahlen lässt, hat er keinen Anspruch auf Erstattung von Mietwagenkosten.

Du selber kannst der Sache gelassen entgegen sehen. Sollte die Gegenseite wirklich Klage einreichen und Recht bekommen,  muss Deine KfZ-Haftpflicht zahlen und nicht Du selber. 

Kommentar von nathi12345 ,

Danke dir. Ja, der Schaden war so schnell behoben, dass ich es garnicht glauben konnte. 1-2 Wochen nach dem Unfall habe ich das Fahrzeug im Top Zustand gesehen, wo aber der ganze Prozess doch viel länger dauert, habe das gesehen, als meinem Vater mal jemand reingefahren ist - 6 Monate bis das Fahrzeug endlich repariert werden durfte!! 

Kommentar von NSchuder ,

6 Monate ist aber sehr sehr lang...

1 - 2 Wochen ist schon realistisch - aber wie gesagt: Der Unfallgegner darf nicht einfach drauf los reparieren. Er muss mindestens einen "amtlich bestellten Gutachter" den Schaden begutachten lassen und sich die Freigabe der Reparatur von der gegnerischen (also in dem Fall Deiner) Versicherung geben lassen.

Gerne nehmen (ordentliche) Werkstätten den TÜV als Gutachter da diese Gutachten von allen Versicherungen anerkannt werden.

Wichtig ist auch dass der Gutachter Bilder vom Schaden macht und dem Gutachten beifügt damit die Versicherung entscheiden kann ob der Schaden zum Schilderung des Unfallhergangs passt.

Verweigert der Unfallgegner das Gutachten oder macht es durch eine vorschnelle Reparatur unmöglich, dann verliert er möglicherweise seinen Anspruch. Sind dann auch noch die beschädigten Teile "verschwunden" wird es sehr suspekt und die Vermutung eines versuchten Versicherungsbetrugs liegt nahe...

Ich denke dass Deine Unfallgegner sich da auf sehr dünnem Eis bewegt und aufpassen sollte, dass seine Klage nicht "nach hinten" los geht.

Du musst Dir aus meiner Sicht keinerlei Sorgen machen.

Kommentar von nathi12345 ,

Danke, das beruhigt mich wirklich 

Kommentar von DerHans ,

Wie ich schon geschrieben habe, habt ihr eure Hausaufgaben gemacht. Wenn der andere glaubt, mehr heraus schlagen zu können, ist das nicht dein Problem.

Alles grundsätzlich einfach an eure Versicherung weiter leiten.

Antwort
von Charlybrown2802, 115

wenn die Versicherung dir das so geschrieben, hat, kümmert sich jetzt die versicherung

auf deine beruflichen Aussichten hat das doch keinen einfluss

Kommentar von nathi12345 ,

Vielen dank für deine schnelle Antwort, also kann ich der Sache jetzt entspannt entgegentreten und habe nichts zu befürchten? 

Kommentar von siola55 ,

Ja genau, liebe nathi12345 ;-) 

Eine Kfz-Haftpflicht- (ebenso wie bei einer PHV-) Versicherung hat 3 Aufgaben zu erfüllen: Ist die Schadenersatzleistung begründet, dann wird gezahlt.
Ist die Schadenersatzleistung unbegründet, werden diese auf Kosten des Versicherers abgewehrt und
drittens wird geklagt auf Kosten des Versicherers, falls erforderlich!

Einfach mal kurz in deinen AKB (Allg. Kraftfahrtbedingungen) nachlesen unter dem Punkt A.1 Haftpflicht bzw. Punkt A.1.1 Was ist versichert?

Gruß siola55

Antwort
von PoisonArrow, 69

Wenn Du eine Rechtschutzversicherung in Anspruch nehmen kannst, welche den Bereich "Verkehrsrecht" abdeckt, so würde ich einen Anwalt einschalten.

Um welchen Differenzbetrag handelt es sich eigentlich? Nicht, dass da jetzt wegen 100 Euro ein riesen Fass aufgemacht wird...

Ich bin kein Jurist, deswegen antworte ich auf die rechtlichen Dinge mal mit einem Fragezeichen:

Soviel ich weiß, kann die Versicherung darauf bestehen, dass ein Gutachten erstellt wird. Wer den Schaden "einfach so" reparieren lässt und dann die Rechnung irgendeiner Werkstatt einreicht, verhält sich da aus meiner Erfahrung nicht abwicklungsgerecht.

Sich selbst nicht an die vorgeschrieben Reihenfolge zu halten und dann etwas zu fordern, muss somit keinen Erfolg haben.

Des weiteren: ein Leihwagen steht dem Geschädigten sicherlich zu, allerdings nicht "seiner Wahl".

Weiß nicht, ob das immernoch gilt: die Versicherung begleicht immer den Wagen "eine Stufe unter der Klasse des Geschädigten". Wer also als Beispiel einen 5er BMW fährt, müsste sich mit einem 3er BMW zufrieden geben. Golf -> Polo, Mercedes E-Klasse -> C-Klasse usw.

Wer sich dann einen Wagen "nach Wunsch" leiht, zahlt mitunter ordentlich dazu.

Ein Anwalt wäre sicherlich hilfreich, zumal es ja jetzt alles auf eine bevorstehende gerichtliche Klärung hindeutet...

Grüße, ----->

Kommentar von nathi12345 ,

Ich weiß leider garnichts, kenne mich weder mit diesen Dingen aus, noch habe ich das erste Schreiben gelesen, da meine Eltern mich nicht beunruhigen wollten, deswegen kann ich dir leider nicht sagen, auf welche Summe es hinaus läuft. ich weiss nur, dass die Versicherung nicht mehr als 200€ zahlen möchte, da der Gegner sein Fahrzeug vorschnell hat reparieren lassen, ohne dass wor bzw. meine Versicherung einblick in den Schaden hatte 

Auch weiß ich nicht um welchen Mietwagen es sich handelt, meine Versicherung will diesen aber nicht zahlen, da auch der Schaden nicht begutachtet wurde von unserer Seite. 

Wie gesagt, muss alles an die Versicherung weiterleiten und diese sorgen dann für einen Anwalt. 

Auch hat der gegnerische Anwalt zuerst Restkosten des Sachschadens, Sachverständigers und Mietwagens angefordert, hat ersteres jetzt jedoch schon gestrichen, besteht also nurnoch auf  Mietwagen und Sachverständiger... alles sehr suspekt für mich

Kommentar von PoisonArrow ,

Also wenn der geg. Anwalt bereits auf dem Rückzug ist und einen Teil seiner Punkte gestrichen hat, dann ist es wohl mehr ein Strohfeuer. Der Eingeschüchterte hätte bereits bezahlt, darauf hat das ganze vermutlich abgezielt.

Gerne setzen Anwälte die Schadenssumme hoch an, schließlich ist diese ja die Grundlage ihres Honorars.

Ein guter und fairer Anwalt hätte dem Geschädigten wahrscheinlich gesagt: Lass gut sein, Du hast Mist gebaut. Selbst wenn wir vor Gericht ziehen, Du wirst nicht einen Penny bekommen.

Aber da wird dem Kläger die Aussicht auf Erfolg gestellt, ihm Mut gemacht, ihn bekräftigt in seinem Glauben, doch noch an das Geld ranzukommen. Vor Gericht geht die Sache dann in die Hose - macht nix, der Anwalt kriegt trotzdem sein Geld.

Dabei ist es offensichtlich - und das schreiben hier ja auch mehrere - dass die geforderten Abwicklungsmodalitäten von dem Kläger scheinbar ignoriert wurden.

Deine Versicherung hat bis jetzt alles richtig gemacht und lässt sich von solchen Schreiben nicht beeindrucken. Was gilt ist die Rechtsgrundlage und nicht das, was ein findiger Anwalt in einem dreisten Schreiben fordert.

Cool down - alles gut.

Grüße, ----->

Kommentar von DerHans ,

Wenn die Sache abgeschlossen ist, wird der Versicherer dir mitteilen, wie hoch der Schaden tatsächlich war. Das dürften dann die besagten 200 € sein. Durch Erstattung dieser 200 € vermeidest du (oder deine Eltern) die Höherstufung im SF-Rabatt zum 1.1.2017

Das dürfte der beste Weg für euch sein.

Die ganzen anderen Kosten, hast du ja nicht verursacht

Kommentar von DerHans ,

Da die Fragestellerin hier "ihre Hausaufgabe" gemacht hat, kann sie sich darauf beschränken, sämtlichen Schriftverkehr an ihre KFZ-Versicherung weiter zu leiten. Dort genießt sie "passiven Rechtsschutz".

Wenn jemand glaubt, die Versicherung schröpfen zu können, soll er sich direkt mit ihr auseinander setzen.

Antwort
von BenniXYZ, 45

Naja, wenn du ein Schreiben bekommen hast von deiner Versicherung, dann ist doch alles oki. Mach so wie es dort steht. Alle Schreiben des Anwaltes schickst du zu deiner KFZ Haftpflichtversicherung. Der Sachbearbeiter hat schon richtig vermutet, dieser Anwalt will Druck aufbauen und schreibt dich an. Der weiß ganz genau, daß solche Schäden vom Versicherer reguliert oder eben abgewehrt werden. Der Anwalt will halt auch was verdienen.

Und du mußt auch nicht in den Gerichtssaal, das macht der Anwalt deiner KFZ Versicherung.

Das linke Licht? Wie hoch ist denn der Schaden? Nur Reparatur? Der Geschädigte ist zur Schadenminderung verpflichtet. Bei Pillepalle darf er die Kosten nicht durch einen Gutachter hoch treiben, da reichen Fotos und ein Kostenvoranschlag. Ein Leihwagen gleicher Art und Güte ist für einen Tag denkbar, man darf sich den eben nicht eine ganze Woche gönnen. Dann streikt halt die Haftpflichtversicherung. Das hat nichts mit dir zu tun.

Kommentar von nathi12345 ,

Vielen Dank. Am Scheinwerfer an sich ist nichts passiert nur das Blech hat sich etwas nach oben gewölbt und es gab einen kratzer. 

Antwort
von schleudermaxe, 44

... die Erregung verstehe ich nicht, denn ein Anspruchsteller hat lediglich Anspruch auf Ersatz seines Schadens und diese Angelegenheit ordnet die Versicherung.

Hier soll wohl abgezockt werden und dies zu Lasten der Beiträge.

Wenn denn Vers. schon auf eine mögliche Klage hinweist und auch noch bittet, alle Schriftstücke an dieser weiterzugeben, stellen sich mir keine Fragen. Warum auch?

Es wird gewonnen oder verloren oder es gibt einen Vergleich und ein Studium hat doch damit schon gar nichts zu tun. Viel Glück.

Antwort
von DerDudude, 86

Ob du danach Müllmann wirst oder Jura studierst, hängt nicht davon ab, dass du einmal einen Unfall gebaut hast, der keinem Menschen Schaden zugefügt hat.

In diesem Fall solltest du es allerdings machen, wie deine Versicherung es sagt und die Dokumente an die Versicherung weiterleiten, da es sonst dazu kommen könnte, dass die Versicherung noch weitere Kosten nicht zahlen möchte.

Hier ist die Person, die für den Schaden aufkommen muss, nicht du, sondern deine Versicherung. Deine Versicherung möchte nicht an die Gegenpartei zahlen, daher ist sie auch in der Pflicht, das juristisch zu begründen.

Ob das alles so stimmt, wie ich schreibe, will ich nicht gewährleisten. Falls sich Irrtümer eingeschlichen haben, bitte ich um sachliche Aufklärung und Richtigstellung in den Kommentaren. Vielen Dank.

Antwort
von Apolon, 74

Hallo nathi12345,

der Schaden liegt doch schon bei deine Kfz-Haftpflichtversicherung vor.

Also mach dir keine weiteren unnötigen Gedanken darüber und sende einfach alle Schreiben die du von dem Geschädigten, bzw. dessen Anwalt bekommst an deinen Versicherer weiter.

Deine Kfz-Haftpflichtversicherung kümmert sich dann um alles weitere.

Viele Grüße,

N.U.

Antwort
von gromio, 13

Nochmal zur Klage: Es handelt sich ja hoffentlich um eine Zivilklage, also zur durchsetzung der Forderungen des Geschädigten. Daraus können Dir eigentlich keine Nachteile für eine Karriere erwachsen, zumal Du ja wohl grds. die Haftung nicht abgelehnt hast, oder?

Sollte es zu einer strafrechtlichen Verhandlung kommen, zB. weil Du versucht hast, die Versicherung zu betrügen, dann kommt es evtl. zu den Konsequenzen, die Du befürchtest.

Aber Letzteres ist doch nicht der Fall, oder doch?

cheerio.

Antwort
von Jersinia, 93

Ja, Deine Versicherung kümmert sich.

Ja, Du kannst weiterhin Juristin werden.

Der Fehler liegt ja wohl beim Unfallgegner. "Der Grund dafür ist, dass die Geschädigten vor jeglichem Gutachten unsererseits und anschließender Kostenberechnung den Wagen haben reparieren lassen und sich einen Mietwagen ihrer Wahl angemietet haben." Schön blöd von den Geschädigten. Du hast dich richtig verhalten.

Deine Mutter hat Recht. Lass dich nicht bange machen.

Antwort
von NochWasFrei, 23

Keine Sorge, alles wird gut. Schick alle Unterlagen an deine Versicherung, die beauftragt dann auch einen Anwalt. Dafür ist die Haftpflicht schließlich da.

Antwort
von gromio, 53

Hallo,

ja bitte alles sofort an DEINE Versicherung schicken, die kümmern sich um die Regulierung und auch den Rechtsstreit.

Allerdings: Schreib denen gleichzeitig, daß Du nur Haftung für den Schaden am Fahrzeug und daraus resultierende Folgekosten übernimmst, NICHT JEDOCH für Kosten, die durch das Fehlverhalten des Geschädigten entstehen werden oder entstanden sind.

Letztlich machen das die Versicherungen unter sich aus, allerdings mußt Du darauf achten, dass Dein Schadenfreiheitsrabatt nicht unberechtigt schlechter wird, Du somit zukünftig zufiel für die Versicherung bezahlen mußt.

Übrigens: Ein Schadensfall berechtigt immer sowohl die Versicherung als auch den Versicherungsnehmer zu einer ausserordentlichen Kündigung des Versicherungsvertrages - dies für den Fall, das Deine Versicherung zu teuer wird.

cheerio.

Kommentar von Hamburger02 ,

Um Gottes Willen. Niemals darf man persönlich eine Haftung anerkennen, weil dann die eigene Versicherung argumentieren kann, nun bezahl mal selber, das war nach den Versicherungsbedingungen verboten.

Kommentar von gromio ,

so ein Quatsch, er hat die Schuld ja eingestanden und as ist auch richtig so, dafür haftet die eigene Haftpflicht: Schäden an Fahrzeugen Dritter, schuldhaft verursacht durch den Versicherungsnehmer. Sonst haftet die Haftpflicht gar nicht...

nathi12345, lass Dich nicht verunsichern hier, im Zweifelsfall geh zum Anwalt.....HIER GIBT ES KEINE RECHTSVERBINDLICHEN AUSKÜNFTE.

Kommentar von Hamburger02 ,

Dann lies mal hier:

http://www.rechtsanwalt-verkehrsrecht.de/schuldanerkenntnis-am-unfallort/

Zitat:

Mit Erklärungen nach dem Motto „Ich bin schuld.“ Sollte
man also stets sehr zurückhaltend sein. Entweder bringen diese
Erklärungen nicht viel oder man riskiert auf der anderen Seite seinen Versicherungsschutz. Beide Arten des Schuldanerkenntnisses sind Verträge. Ob hieraus eine Bindung erwächst ist daher angesichts der konkreten Situation „Unfall“ auszulegen.

Wobei es eigentlich Basiswissen für einen Autofahrer sein sollte, dass er niemals selber ein Schuldeingeständnis oder eine Haftugnsübernahme erklären darf, weil es sonst Ärger mit der eigenen Haftpflichtversicherung geben kann.

Kommentar von gromio ,

Das ist ein völlig anderes Thema.

Im Vorteil ist, wer lesen kann.

Kommentar von DerHans ,

Eine "Haftpflicht" haftet überhaupt nicht. Sie gibt Deckungsschutz, wenn ihr VN für einen Schaden haftet.

Und tatsächlich darf der VN keine Zugeständnisse machen, das gefährdet diesen Deckungsschutz.

Kommentar von Apolon ,

@Hamburger02,

dein Hinweis käme auf jeden Fall zu spät, da der VN die Übernahme der Kosten bereits zugesagt hat.

habe ich einen Unfall verursacht, indem ich beim Ausparken in ein für mich nicht ersichtliches Fahrzeug gefahren bin, habe das vordere linke Licht erwischt.

Außerdem, wer sollte sonst an diesem Schaden schuld sein?

Doch nur der, der auf das Fahrzeug drauf gefahren ist.

Kommentar von DerHans ,

Die Rückstufung des SF-Rabatt hat mit der Schadenshöhe nichts zu tun. Der Versicherer wird hier (im EIGENEN Interesse) die überhöhte Forderung des Unfallgegners zurück weisen.

Dieser hat reparieren lassen, ohne die Freigabe abzuwarten. Wenn er Pech hat, bekommt er GAR NICHTS.

Wenn das Fahrzeug fahrbereit war, hätte er ohne weiteres auf das OK des Versicherers warten können.

Kommentar von Hamburger02 ,

Noch eine Bemerkung: es gibt fast nichts, was Anwälte mehr hassen, als wenn Mandanten ohne Absprache daziwschenfunken, indem sie z.B. selber rechtsverbindliche Erklärungen abgeben, wozu du geraten hast. Das ist einer der schlimmsten Fehler, den man in so einem Falle überhaupt machen kann, zumal dabei häufig juristische Fehler in der Formulierung gemacht werden..

Abgesehen davon steht auch ausdrücklich in den Versicherungsbedingungen, dass solches zu unterbleiben hat.

Das einzige, was man dem gegenerischen Anwalt ohne Gefahr schreiben kann ist, dass man die Schreiben an die Versicherung weiterleitet und er sich an die zwecks Forderungen wenden solle.

Kommentar von gromio ,

Du solltest Deine Brille putzen und meinen Kommentar nochmals lesen.

Es ging AUSSCHLIEßLICH um die Frage, ob der Fragesteller alle Unterlagen an die Versicherung geben soll oder nicht.

Ich habe weiter ausgeführt, dass der Versicherungsnehmer seinerseits die Haftung auf das beschränken soll, für was er zu haften hat.

Die Schuldfrage ist davon gar nicht berührt, und auch nicht die Frage wofür der Versicherungsnehmer zu haften hat. Im Übrigen ist das längst geklärt, denn es geht ja um Haftung, die vom Verhalten des GESCHÄDIGTEN abhängt. Die Schuld des Unfallverursachers, hier der Fragesteller, ist doch überhaupt nicht das Thema.

Also, Augen auf und richtig lesen, danke.

Kommentar von Apolon ,

Wenn er keinen Rabatretter, bzw. Rabattschutz hat, oder die Kosten nicht übernimmt wird er hochgestuft.

Daher die Frage, was willst du damit andeuten?

allerdings mußt Du darauf achten, dass Dein Schadenfreiheitsrabatt nicht unberechtigt schlechter wird, Du somit zukünftig zufiel für die Versicherung bezahlen mußt.

NICHT JEDOCH für Kosten, die durch das Fehlverhalten des Geschädigten entstehen werden oder entstanden sind.

Und welche Kosten könnten dies sein?


Kommentar von 19Michael69 ,

Hallo Gromie,

nach dem Lesen der zahlreichen Kommentare wird dann auch klar, was du in deiner Antwort aussagen willst.

Deine Antwort alleine liest sich aber schon ein wenig so, als solle sie das Schreiben an den Unfallgegner oder dessen Anwalt richten.

Da der Schaden bereits der Versicherung übergeben wurde, ist dieses Kundtun gegenüber der eigenen Versicherung aber nicht erforderlich.

Wenn der Schaden über die Versicherung reguliert und bezahlt wird, ist es für den Versicherungsnehmer unerheblich, wie hoch der Schaden war.

Den Schadensfreiheitsrabatt verliert er so oder so. Außer im Vertrag ist ein "Rabattschutz" enthalten.

Viele Grüße

Michael

Kommentar von nathi12345 ,

mein plan ist es, wie bisher nicht selbst einzuschreiten, sondern alles brav an meine Versicherung zu schicken 

Hier meine Frage zu stellen war doch wohl kein Fehler, oder doch? 

Kommentar von gromio ,

Grins......Na ja, solange man zwischen brauchbaren und unbrauchbaren Kommentaren selbst unterscheiden kann, dann ist das kein Problem. Es der Versicherung zu überlassen ist m. E. genau richtig. Ggfs. kannst Du ja noch einen eigenen Anwalt einbeziehen, sofern erforderlich.

Gruß     gromio

Antwort
von wilees, 56

Deine Versicherung hat auch die Aufgabe unberechtigte Forderungen abzuwehren. Reiche also die gegnerischen Schreiben an Deine Versicherung weiter, die ja wohl ( hoffentlich ) auch den Schaden abgewickelt hat.

Bei einem KFZ-Haftpflichtschaden darf sich der / die Geschädigte i.d.R. lediglich einen Ersatzwagen nehmen, dessen Kosten die Versicherung entsprechend ihren Richtlinien genehmigt. Entstehen dann zusätzliche Kosten, dann gehen diese zu Lasten des Entleihers. Bedeutet i.d.R., dass der Geschädigte auch mit einem "kleineren" Fahrzeug zufrieden sein muß.

Kommentar von nathi12345 ,

Danke. Von dem Mietwagen wusste ich z.B. nicht mal was, habe es erst erfahren als das erste Schreiben kam, was es für einer war, weiß ich leider nicht. 

Kommentar von nathi12345 ,

Der Geschädigte war in meinem Alter, wohnte bei seinem Eltern, musste zwangsläufig eigentlich nur zur Schule und wieder nach Hause kommen, wobei hier auch das Fahrzeug der Eltern ausgereicht hätte. Deswegen weiß ich eben nicht ob ein Mietwagen notwendig war. Naja ist ja eigentlich auch nicht mein Bier. Wie gesagt ich vermute nur. 

Kommentar von wilees ,

Na dann wird der Gute wohl nicht so einfach nachweisen können, dass ein Leihwagen wirklich notwendig war.

Kommentar von wilees ,

Dem Grunde nach scheint die Geschichte recht einfach.

Lt. Deiner Schadenschilderung gegenüber der Versicherung hast Du lediglich das linke Licht beschädigt.

Der Geschädigte ist verpflichtet der Versicherung vor Ausführung einer Reparatur die Möglichkeit zur Besichtigung zu geben oder zumindest einen Kostenvoranschlag herzugeben, damit die Versicherung entscheiden kann, ob sie den PKW von einem Sachverständigen besichtigen lassen möchte.

Kommentar von DerHans ,

Wenn der Geschädigte sich einen Leihwagen nimmt, der dann z.B. den ganzen Tag auf einem Firmenparkplatz herum steht, kann der Versicherer auch ohne weiteres diese Kosten reduzieren. 

Dann wäre nämlich ein Taxi wirtschaftlicher gewesen.

Antwort
von 19Michael69, 11

Habe von dieser nämlich ein Informationsschreiben bekommen

Dann machst du am besten alles genau so, wie es dir deine Versicherung in dem Informationsschreiben mitgeteilt hat.

Bei Unklarheiten und zu deiner Beruhigung hältst du Rücksprache mit deiner Versicherung.

Gruß Michael


Antwort
von ersterFcKathas, 70


habe das vordere linke Licht erwischt.!!!   für so einen kleinen schaden .. gutachter und leihwagen ??  mehr war da nicht ??  

Kommentar von nathi12345 ,

Es war nicht Schrittgeschwindigkeit, aber bin auch nicht mit vollem karracho aufgefahren. Das Problem ist nur, dass der Geschädigte eine große Delle im Radlauf hatte, diese aber unmöglich von mir verursacht werden konnte, aber trotzdem mit über mich abgewickelt werden sollte. Deshalb wollten wir einen Gutachter einsetzen, Schaden war dann aber schon repariert. Will mich nicht festlegen, sind alles nur vermutungen, deshalb auch der Gutachter 

Das mit dem Leihwagen ist für uns auch nicht wirklich ersichtlich

Kommentar von ersterFcKathas ,

keine polizei dabei gehabt ??

Kommentar von nathi12345 ,

nein, war auf einem privaten Parkplatz und habe mit meiner Mutter auf den Geschädigten gewartet, welcher dann völligst entspannt meinte, dass das alles garnicht schlimm sei, dass es jedem mal passieren kann etc. 

Kommentar von qugart ,

Es steht jedem frei einen Gutachter zu beauftragen. Auch ist ein Mietwagen überhaupt nicht unüblich, da das beschädigte Fahrzeug während der Reparatur für den Geschädigten nicht nutzbar ist.

Das ist jetzt mal ganz normaler Alltag.

Kommentar von schleudermaxe ,

Kleinreparatur somit Leihwagen wenn nötig für 2 Tage und hier wird wohl abgezockt, denn eine Versicherung kennt die Risiken einer Klage, wetten?

Antwort
von berieger, 18

Mach dir keine Sorgen. Die Haftpflicht ist, wie der Name schon sagt, zur Haftung verpflichtet. Machs so wie die anderen Forumser sagen und leite alles an die HP weiter.

Es kann sein dass die HP den Schaden begutachten ließ und irgendwas faul gefunden hat aber du weißt davon nichts. Aber auch das kann dir egal sein.

Antwort
von quinann, 47

Deine Versicherung kümmert sich darum, alles weitergeben an die, du selbst darfst in keinster Weise aktiv werden.

Lass dich nicht fertig machen, das wird schon.

Antwort
von Sporadic, 20

du hast den schaden gemeldet und bist deiner plficht nachgekommen.

du bist fein aus der Sache raus

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